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Migrantinnen in der Haushaltsarbeit
eine kritische Diskursanalyse
Manuela Böhm
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Karin Schönpflug
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.31312
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30054.65844.830763-7
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Diplomarbeit beschäftigt sich mit dem Thema bzw. der Problematik der Migrantinnen in der bezahlten privaten Haushaltsarbeit, mit dem Ziel den Diskursstrang der Jahre 2004 bis 2012 des Alltagsdiskurses, der aus redaktionellen Artikeln und Kommentaren im UserInnen-Forum besteht, auf den drei Online-Plattformen derStandard.at, dieStandard.at und daStandard.at mittels der Methode der Kritischen Diskursanalyse nach Siegfried Jäger zu untersuchen. Um die theoretische Fundierung für diese Untersuchung klar zu machen, wird in den Kapiteln zwei und drei, die wissenschaftliche Debatte um Haushaltsarbeit und Haushaltsarbeiterinnen in den Gender Studies und der feministischen Ökonomie genau beschrieben. Zusammenfassend ist dazu zu sagen, dass der Privathaushalt zu einem Arbeitsplatz wird. Darin manifestiert sich ein Weltmarkt für weibliche Arbeitskräfte, an dem die Abgrenzung zwischen den beteiligten Frauen anhand ethnischer und sozialer Trennungslinien vollzogen wird. Dieses gesamte Szenario ist zur gleichen Zeit eingebettet in eine Globalisierung der Haushaltsarbeit bzw. Global Care Chains zu betrachten. Dabei ist zu bemerken, dass die Emanzipation der Frauen in Teilen Westeuropas erkauft ist mit der Beschäftigung ethnisch, sozial und geschlechtlich markierter Frauen aus Teilen Osteuropas. Anhand von vier Hypothesen wird die Untersuchung des Alltagsdiskurses auf den Online-Plattformen vorgenommen. Im Ergebnis ließ sich feststellen, dass die Begriffe Putzfrau und Haushaltshilfe für die Auswahl der Texte, die im Materialkorpus erfasst wurden, richtig bestimmt waren, da sie den Alltagsdiskurs eindeutig dominieren. Dies steht im Gegensatz zur wissenschaft- lichen Debatte. Bezüglich der Bilder, die über Haushaltsarbeiterinnen vorherrschen, kann gesagt werden, dass diese sich zwischen verschiedenen Polen bewegen. Diese Frauen werden teils in eine Opferrolle gedrängt oder zu Objekten erklärt, andererseits heroisiert und als kostbare Perlen bezeichnet. Als Antwort auf die Frage nach den sexistischen Kommentaren lässt sich anhand des Materials zeigen, dass es vor allem in den UserInnen-Foren von dieStandard.at teilweise zu antifeministischen oder sogar sexistischen Aussagen kommt. Dieser Umstand kann als Angriff auf feministische Positionen verstanden werden. Wissenschaftlichen Konzepte, wie das der Global Care Chains werden vor allem in den redaktionell verfassten Artikeln aufgenommen und für die LeserInnen aufbereitet. In den UserInnen-Foren werden diese Konzepte aber nicht in diesem Ausmaß angenommen und diskutiert. Bezüglich der Frage nach heteronormativitätskritischen Positionen innerhalb des Alltagsdiskurses muss festgehalten werden, dass weder in den redaktionellen Artikeln, noch in den UserInnen-Foren eine solche Position eingenommen wurde. Dies steht im Gegensatz zu der dargestellten wissenschaftlichen Debatte, worin diverse AutorInnen diese Position einmahnen.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Haushaltsarbeit Migrantinnen feministische Ökonomie Kritische Diskursanalyse
Autor*innen
Manuela Böhm
Haupttitel (Deutsch)
Migrantinnen in der Haushaltsarbeit
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine kritische Diskursanalyse
Publikationsjahr
2014
Umfangsangabe
139 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Karin Schönpflug
Klassifikationen
10 Geisteswissenschaften allgemein > 10.03 Methoden und Techniken der geisteswissenschaftlichen Forschung ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.10 Sprache in Beziehung zu anderen Bereichen der Wissenschaft und Kultur ,
83 Volkswirtschaft > 83.19 Wirtschaftstheorie: Sonstiges
AC Nummer
AC11346023
Utheses ID
27844
Studienkennzahl
UA | 057 | 390 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1