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Trennungsängste bei Müttern von Kleinkindern
das Zusammenspiel von kindlichen, mütterlichen und kontextuellen Faktoren
Sabrina Rinder
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Betreuer*in
Lieselotte Ahnert
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.31492
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29916.27229.126269-9
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Untersuchung befasst sich mit dem Zusammenspiel von kindlichen, mütterlichen und kontextuellen oder berufsbezogenen Einflussfaktoren auf Trennungs-ängste bei Müttern von Kleinkindern im Alter zwischen 12 und 32 Monaten. Mütterliche Trennungsängste wurden mittels der Maternal Separation Anxiety Scale (MSAS; Hock, McBride & Gnezda, 1989) von insgesamt 221 Müttern erhoben. Das kindliche Temperament stand im Zusammenhang mit allen drei Formen mütterlicher Trennungsängste. Hingegen konnten keine Zusammenhänge zwischen dem Geschlecht oder Alter des Kindes und mütterlichen Trennungsängsten ermittelt werden. Mütterliche Einflussfaktoren waren das Alter, die Bildung und die Mentalisierungs-fähigkeit, welche erstmals in Verbindung mit mütterlichen Trennungsängsten untersucht wurde. Junge Mütter mit niedrigerem Bildungsgrad, die wenig über die Beziehung zum Kind reflektierten, wiesen stärkere betreuungsbezogene und, im Falle der demografischen Variablen, auch berufsbezogene Trennungsängste auf. Als kontextuelle oder berufsbezogene Faktoren wurden unter anderem Arbeitsstatus, wöchentliche Arbeitsstunden und Arbeitswunsch der Mutter erhoben. Berufstätige Mütter, die viele Stunden arbeiteten, gaben vor allem geringere betreuungs- und berufsbezogene Trennungsängste an. Ebenso hing ein starker Arbeitswunsch der Mutter mit geringeren, vor allem berufsbezogenen, Trennungsängsten zusammen. Außerdem wurden die Unterstützung durch den Partner und die Belastung im familiären Alltag untersucht. Mütter, die sich wenig unterstützt fühlten, zeigten verstärkt betreuungsbezogene Trennungsängste. Interessanterweise ging eine geringe Belastung der Mutter mit hohen betreuungsbezogenen Trennungsängsten einher. Multiple lineare Regressionsanalysen zeigten, dass vor allem betreuungsbezogene Trennungsängste mehrfaktoriell bedingt waren und mit kindlichen, mütterlichen und kontextuellen oder berufsbezogenen Einflussfaktoren assoziiert wurden. Berufsbezogene Trennungsängste hingegen konnten am besten durch den Arbeitswunsch und Arbeitsstatus der Mutter vorhergesagt werden. Kindbezogene Trennungsängste zeigten nur wenige schwache Zusammenhänge mit den untersuchten Einflussfaktoren, wobei sich keiner davon als Prädiktor erwies. Die Ergebnisse werden bisherigen Forschungsergebnissen gegenübergestellt und auf Basis der Literatur diskutiert.
Abstract
(Englisch)
In order to enhance the understanding of determinants of maternal separation anxiety, relationships between mothers’ separation anxiety and infant, maternal and contextual or employment-related characteristics were examined. 221 mothers completed the Maternal Separation Anxiety Scale (MSAS; Hock, McBride & Gnezda, 1989), when their infants were aged 12 to 32 months. The investigation of infant characteristics revealed that anxious mothers perceived their infants as more inadaptable and less approaching. No relations were found between mothers’ responses on the MSAS and age or gender of the child. This study was the first to examine maternal mentalization in relation to separation anxiety. Results revealed that mothers who reflected more on the relationship to the child showed lower levels of general maternal separation anxiety. Further maternal characteristics examined were age and education: Younger and less educated mothers reported greater general and employment-related separation anxiety. The patterns of the relations between contextual and employment-related characteristics and responses on the MSAS showed that general and employment-related separation anxiety was greater among women who stayed at home or worked only a few hours per week. In addition, greater separation-related anxiety was also associated with a mothers’ strong desire to work. Mothers who received less support from their partners and, interestingly, experienced less parenting stress, reported greater general concern about separation. Multiple linear regressions revealed that general maternal separation anxiety was multifactorially determined and associated with infant, maternal and contextual or employment-related characteristics. For employment-related separation anxiety only the mothers’ desire to work and working hours were predictive. Mothers’ concerns about separation effects on the child showed only weak relations with infant temperament and the mothers’ desire to work. No predictors were found for child-related separation anxiety. Findings are compared with results of the research and discussed.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Maternal Separation Anxiety Infant Temperament Work-Family Conflict Maternal Reflective Functioning Maternal Mind-Mindedness Parenting Stress Social Support
Schlagwörter
(Deutsch)
Mütterliche Trennungsangst Kindliches Temperament Work-Family Conflict Arbeitswunsch Mentalisierung Belastung Unterstützung
Autor*innen
Sabrina Rinder
Haupttitel (Deutsch)
Trennungsängste bei Müttern von Kleinkindern
Hauptuntertitel (Deutsch)
das Zusammenspiel von kindlichen, mütterlichen und kontextuellen Faktoren
Publikationsjahr
2014
Umfangsangabe
108 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Lieselotte Ahnert
Klassifikation
77 Psychologie > 77.53 Entwicklungspsychologie: Allgemeines
AC Nummer
AC11415354
Utheses ID
27996
Studienkennzahl
UA | 298 | | |
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