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Die Beobachtung der Beobachter
monothematische Medienkritik an Leitmedien via Watchblogs - ein Vergleich typischer Fallbeispiele
Stefanie Lindner
Art der Arbeit
Magisterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Evangelisch-Theologische Fakultät
Betreuer*in
Johann Haas
DOI
10.25365/thesis.3209
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30214.88192.766870-5
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Diese Magisterarbeit befasst sich mit der Medienkritik durch Watchblogs als fallbezogene
Anwendung von journalistischen Qualitätsstandards. Mittels einer Fallstudie der
monothematischen Medienkritik der deutschen Watchblogs „Bildblog“, „Spiegelkritik“
und „Meckern“ wurde untersucht, welche Qualitätsziele und Kriterien im Zentrum der
Arbeit der Fälle stehen. Zudem befindet die Verwendung unterhaltender Elemente im
Fokus. Das Forschungsziel war die Definition von Gemeinsamkeiten und Unterschieden
zwischen dem „Bildblog“, der ein Boulevardmedium kritisch begleitet, sowie
„Spiegelkritik“ und „Meckern“, die sich mit der Fehlersuche bei Qualitätsmedien befassen.
Die Arbeit umfasst drei zentrale Themenbereiche: die Medienkritik als Form
journalistischer Selbstbeobachtung, Implikationen und Besonderheiten der
Kommunikation durch Weblogs und im speziellen der monothematischen Watchblogs
sowie den Qualitätsbegriff im Journalismus. Die Fallstudie basiert auf der Theorie des
Journalismus als kommunikatives Handeln, wonach Medienaussagen ein Bindeglied
zwischen individuellem Handeln und institutionellen Rahmenbedingungen darstellen.
Das Forschungsdesign fußt auf der Inhaltsanalyse als nicht-invasive Methode zur
Untersuchung von Kommunikaten. Mittels einer Frequenzanalyse wurden die Urteile der
Watchblogs bezüglich der journalistischen Qualitätsziele und Verfehlungen nach
prozentualen Häufigkeiten untersucht. Für die Exploration der Verwendung von
Unterhaltungselementen in der Medienkritik monothematischer Watchblogs eignete sich
die qualitative Methode der typisierenden Strukturierung. Die Untersuchung erbrachte
folgende zentrale Ergebnisse: Beide Watchblog-Typen kritisieren vor allem mangelnde
Objektivität bei den beobachteten Leitmedien. Transparenz und Reflexivität werden
ebenfalls häufig aufgegriffen, hierauf legen „Spiegelkritik“ und „Meckern“ besonderen
Wert.. Qualitätsmängel werden von allen drei untersuchten Fallbeispielen vor allem der
journalistischen Berufsrolle zugeschrieben – individuelle AkteurInnen werden selten zur
Zielscheibe der Kritik. Die untersuchten Watchblogs – egal, ob sie Boulevardmedien oder
die Flaggschiffe der deutschen Qualitätspresse kritisieren – verwenden in hohem Maße
unterhaltende Elemente. Diese lockern auf, überschreiten aber teils die Grenzen adäquater
journalistischer Arbeit.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
media criticism quality watchblogs journalism theory
Schlagwörter
(Deutsch)
Medienkritik Watchblogs Handlungstheorie Qualität
Autor*innen
Stefanie Lindner
Haupttitel (Deutsch)
Die Beobachtung der Beobachter
Hauptuntertitel (Deutsch)
monothematische Medienkritik an Leitmedien via Watchblogs - ein Vergleich typischer Fallbeispiele
Publikationsjahr
2008
Umfangsangabe
135 S. : graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Johann Haas
Klassifikation
05 Kommunikationswissenschaft > 05.38 Neue elektronische Medien
AC Nummer
AC07546895
Utheses ID
2801
Studienkennzahl
UA | 066 | 841 | |
