Detailansicht

Postkoloniale Repräsentationen von Migrant*innen im aktuellen österreichischen Integrationsdiskurs
Agnes Christine Hoffmann
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Maren Borkert
Volltext in Browser öffnen
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.31571
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29899.27540.465870-7
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Repräsentation von Migrant*innen im aktuellen österreichischen institutionellen Integrationsdiskurs seit der Schaffung des Staatssekretariats für Integration im Bundesministerium für Inneres (BMI) im Jahr 2011. Dabei wird, angelehnt an die Kritische Diskursanalyse nach Siegfried Jäger, der Frage nachgegangen, wie Migrant*innen im aktuellen institutionellen Integrationsdiskurs repräsentiert werden. Die theoretische Verortung durch postkoloniale Theorien wird als Basis für die empirische Analyse gesehen. Dabei wird deutlich, dass die Exklusion subalterner Stimmen aus der objektivistischen Wissensproduktion europäischer Nationalstaaten auch für den aktuellen Integrationsdiskurs als strukturierendes Prinzip der Herrschaftssicherung elitärer Gruppen gilt. Aktuelle Homogenisierungen und Differenzierungen ‚der Anderen‘ waren bereits im späten Habsburgerreich Ordnungsmuster für die Exklusion unerwünschter Subjekte aus der modernen Nation. In den Ergebnissen der empirischen Analyse zeigt sich, dass die statistische Erfassung von Migrant*innen durch nationale Institutionen weiterhin auf orientalistischen, homogenisierenden und differenzierenden Stereotypen von ‚Uns‘ und ‚den Anderen‘ basiert. Die Inklusion und Hervorhebung erfolgreicher Migrant*innen und auserwählter Vertreter*innen kann als politische und ökonomische Aufwertungsstrategie gesehen werden, in der subalterne Stimmen weiterhin aus dem Integrationsdiskurs exkludiert werden. Dies zeigt sich besonders auch in der Hervorhebung liberaler Werte im Integrationsdiskurs, in dem besonders muslimische Migrant*innen weiterhin als potentiell gefährdend für die innere Einheit der Nation präsentiert werden.
Abstract
(Englisch)
This thesis is about the representation of migrants in the institutional Austrian Integration discourse since the establishment of the state secretary of Integration in the ministry of Interior in the year of 2011. Following the question of how migrants are represented in the institutional national Integration discourse, the theoretical foundation of this thesis is based on postcolonial theories. The results show, that the exclusion of subaltern voices of the hegemonic knowledge production processes of European nation states in their colonial past can also be found in the current Integration discourse. There is evidence, that in the late years of the Habsburg monarchy, homogenisation and differentiation of undesired ‘Others’ has already been a central principle of organizing modern societies in the past. The results of the empirical analysis show, that the acquisition of data of migrants, is still based on processes of homogenisation and the reproduction of orientalistic stereotypes of earlier discourses. The recent representation strategy of highlighting successful migrants their representation through selected representatives can be seen as an economic and political strategy to revaluate the modern nation of Austria. In this process, combined with the emphasis on liberal values, especially Muslims are still represented as potentially harming the unity of the nation.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
representation Subaltern integration we and the Others Discourse analysis homogenization differenciation racism state secretary of integration liberal values muslim immigrants
Schlagwörter
(Deutsch)
Repräsentation Subalternität Integration Wir und die Anderen Diskursanalyse Homogenisierung Differenzierung Rassismus Staatssekretariat für Integration Liberale Werte Muslimische Migrant*innen
Autor*innen
Agnes Christine Hoffmann
Haupttitel (Deutsch)
Postkoloniale Repräsentationen von Migrant*innen im aktuellen österreichischen Integrationsdiskurs
Paralleltitel (Englisch)
Postcolonial Representations of migrants in the current Austrian discourse on integration
Publikationsjahr
2014
Umfangsangabe
134 S. : Ill.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Maren Borkert
Klassifikationen
02 Wissenschaft und Kultur allgemein > 02.01 Geschichte der Wissenschaft und Kultur ,
02 Wissenschaft und Kultur allgemein > 02.10 Wissenschaft und Gesellschaft ,
10 Geisteswissenschaften allgemein > 10.99 Geisteswissenschaften allgemein: Sonstiges ,
70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.99 Sozialwissenschaften allgemein: Sonstiges ,
71 Soziologie > 71.51 Werte, Normen ,
71 Soziologie > 71.61 Diskriminierung ,
89 Politologie > 89.49 Innere Beziehungen des Staates: Sonstiges
AC Nummer
AC12002506
Utheses ID
28072
Studienkennzahl
UA | 057 | 390 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1