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Parasites of fish and trace elements in lakes Naivasha and Turkana, Kenya
Elick Onyango Otachi
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Lebenswissenschaften
Betreuer*in
Christine Fellner
DOI
10.25365/thesis.31715
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29753.36814.166470-6
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Fische stellen sowohl für die Bevölkerung der Regionen um den Naivasha- und den Turkanasee als auch für die Gesamtbevölkerung Kenias eine wichtige Proteinquelle dar. Im Gegensatz zum Naivashasee, wo der Fischbestand aus Besatz stammt, ist der Fischbestand im Turkanasee autochthon. Die Ziele dieser Studie waren einerseits das Vorkommen von Parasiten in kommerziell bedeutsamen Fischen aus den beiden Seen zu untersuchen und andererseits die Analyse von Spurenelementen in mehreren Kompartimenten (Wasser, Sediment, Fischorgane und Fischparasiten) um eventuelle Gesundheitsrisiken für Konsumenten von Fischen aus den beiden Seen festzustellen. Außerdem wurde das Potential einiger Fischparasiten als Bioindikator untersucht. Insgesamt wurden 373 Fische zur Untersuchung herangezogen und zwar 145 Karpfen Cyprinus carpio, 56 Weissfleckenmaulbrüter Oreochromis leucostictus, 18 Zilles Buntbarsche Tilapia zillii und 67 Sumpfbarben Barbus paludinosus aus dem Naivashasee sowie 43 Exemplare von Hydrocynus forskahlii und 44 Zilles Buntbarsche aus dem Turkanasee. Die Fische wurden zwischen Februar und September 2011 sowie im Septemer 2012 gefangen und auf Parasiten untersucht.
In C. carpio wurden 10 unterschiedliche Parasitentaxa gefunden, wobei der monogenean Dactylogyrus minutus bei weitem am häufigsten identifiziert wurde (p=99,3%). In O. leucostictus war Cichlidogyrus spp. mit einer Prävalenz von 91,1% neben 12 anderen Taxa dominant. Tilapia zillii waren von neun Parasitentaxa befallen, allen voran die von Tylodelphys sp. (p=83,3%) während in B. paludinosus 11 verschiedene Taxa gefunden wurden, am häufigsten ein unidentifizierter Vertreter der Gattung Dactylogyrus (p=83,6%). Die wenigsten Helminthen, sowohl hinsichtlich der Anzahl an unterschiedlichen Arten als auch absolut, wurden im Karpfen gefunden. Ektoparasiten konnten an allen untersuchten Fischen festgestellt werden.
Die Ergebnisse dieser Studie wurden im Artikel "Parasites of commercially important fish from Lake Naivasha, Rift Valley, Kenya" zusammengefasst. Dieser wurde am 28. Jänner 2013 bei Springer Verlag zur Publikation in der Zeitschrift "Parasitology Research" eingereicht.
Zusätzlich wurde die Taxonomie, die Diversität und die Ökologie von, Süßwasserfische in Afrika befallenden, Diplostomidae, die bisher wenig erforscht wurden, untersucht. Dafür wurden Metacercarien von Diplostomidae aus den Augen von 288 Fischen aus dem Naivashasee untersucht. Von diesen stammten zwei Arten aus der Familie der Karpfenfische (Cyprinidae; C. carpio, n=145 und B. paludinosus, n=67), zwei aus der der Buntbarsche (Cichlidae; O. leucostictus, n=56 und T. zillii, n=18) sowie eine aus der Familie der Sonnenbarsche (Centrarchidae) nämlich der Forellenbarsch Micropterus salmoides (n=2). Alle Fische außer B. paludinosus waren von Metacercarien von Tylodelphys befallen. Für die Charakterisierung der Spezies dieser Cercarien wurden morphometrische (14 Eigenschaften und 8 Indizes von 111 Individuen) und genetische (Sequenzen der Barcode-Region von Cytochrom c-Oxidase 1 von 11 Individuen) Daten verwendet.
Anfangs wurden die Metacercarien aufgrund ihrer Körpergröße in zwei Klassen unterteilt. Eine quantitative morphologische und genetische Analyse ergab jedoch, dass beide Klassen derselben nicht identifizierten Spezies der Tylodelphys angehören. Diese gehört zu keiner anderen Art für die vergleichbare genetische Daten verfügbar sind, auch nicht zu vier aus Welsartigen in Nigeria und Tanzania bekannten Arten von Diplostomidae. Diese Erkenntnisse wurden unter dem Titel "Morphometric and molecular analysis of Tylodelphys sp. metacercariae (Digenea: Diplostomidae) from vitreous humor of four fish species from Lake Naivasha, Kenya" am 11. Novemer 2013 zur Publikation in der Zeitschrift "Journal of Helminthology" (Cambridge University Press) eingereicht.
Im Turkanasee wurden zwei Parasitentaxa in H. forskahlii gefunden, wobei der Nematode Contracaecum multipapillatum (L3) dominant war (p=83,7%). In T. zillii konnten 12 unterschiedliche Parasitentaxa identifiziert werden, am häufigsten Metacestoden des Bandwurmes Amirthalingamia macracantha mit einer Prävalenz von 79,5%. Hier konnte zum ersten Mal das gemeinsame Auftreten von Merocercoiden und Plerocercoiden in einem Fischwirt beschrieben werden.
Folglich wies H. forskahlii eine sehr artenarme Parasitengemeinschaft auf, allerdings war der Infektionsgrad mit C. multipapillatum hoch. Die Parasitenfauna von T. zillii ist vielfältig, wobei die meisten Parasiten, mit Ausnahme von A. macracantha, in niedrigen Intensitäten vorkommen. Diese Erkenntnisse wurden unter dem Titel "Parasite communities of the elongate tigerfish Hydrocynus forskahlii (Curvier 1819) and the redbelly tilapia Tilapia zillii (Gervais 1848) from Lake Turkana, Kenya" zusammengefasst. Diese Publikation wird bei der Zeitschrift "Journal of African Zoology" (African Zoology Circulation Office) eingereicht werden.
Weiter wurde die Verteilung von 15 Mengen- und Spurenelementen in Sediment, Fischen (34 Individuen von O. leucostictus) und deren perikardialen Parasiten C. multipapillatum im Naivashasee untersucht. Die Bestimmung der Elementkonzentrationen wurde mittels optischer Emissionsspektrometrie mit induktiv gekoppeltem Plasma (ICP-OES) und Graphitrohr-Atomabsorptionsspektrometrie (GF-AAS) durchgeführt. Die Konzentrationen der Spurenelemtente (einschließlich Pb, Cd, Cu und Zn) im Sediment wiesen keine erhöhten Konzentrationen auf die auf eine Verschmutzung hindeuten könnten, sondern entsprechen dem geologischen Hintergrund. Im Gegensatz dazu wurden im Fischmuskel erhöhte Konzentrationen von Li, Sr, Cd und Zn festgestellt. Der erhöhte Gefährdungsquotient (target hazard quotient, THQ>0,1) weist auf eine mögliche Gefährdung für die Konsumenten hin.
In der Fischleber konnten signifikant höhere Konzentrationen von Fe, Mn, Cd und Cu im Vergleich zum Muskel und zu C. multipapillatum (p<0,05) festgestellt werden. Zink wies im Parasiten die höchste Konzentration auf, jedoch zeigte dieser eine schlechte Anreicherungsfähigkeit für Spurenelemente in Relation zum Wirt. Die Ergebnisse dieser Untersuchung wurden unter dem Titel "Trace elements in sediments, blue spotted tilapia Oreochromis leucostictus (Trewavas, 1933) and its parasite Contracaecum multipapillatum from Lake Naivasha, Kenya, including a comprehensive health risk analysis" am 8. November 2013 bei Springer Verlag zur Publikation in der Zeitschrift "Environmental Science and Pollution Research" eingereicht.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
fish parasites trace elements Lake Naivasha Lake Turkana
Schlagwörter
(Deutsch)
Fischparasiten Spurenelemente Naivashasee Turkanasee
Autor*innen
Elick Onyango Otachi
Haupttitel (Englisch)
Parasites of fish and trace elements in lakes Naivasha and Turkana, Kenya
Paralleltitel (Deutsch)
Fischparasiten und Spurenelemente im Naivasha- und Turkanasee, Kenia
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
XIV, 125 S. : Ill., graf. Darst.
Sprache
Englisch
Beurteiler*innen
Klaus Knopf ,
Bernd Sures
Klassifikation
42 Biologie > 42.36 Parasitologie
AC Nummer
AC11653583
Utheses ID
28198
Studienkennzahl
UA | 094 | 437 | |
