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Die akademische Postwachstumsdebatte in Daenemark
Rahel Wolff
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Betreuer*in
Ulrich Brand
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.31750
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30418.08365.467063-4
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Dieser Diplomarbeit liegt eine ca. einjährige Forschung in Dänemark zugrunde. Ziel dieser Diplomarbeit war es, das dänische akademische Postwachstumsnetzwerk darzustellen und die Kommunikation der Akteure zu untersuchen. Meine Ausgangshypothese war: Akademische Akteure forschen sowohl einzeln als auch gemeinsam zum Thema und haben Interesse und Motivation, Postwachstumsthemen in gesellschaftspolitischen Debatten Raum zu verschaffen. Postwachstum wird in dieser Arbeit verstanden als eine freiwillige Transformation der Wirtschaft und Gesellschaft hin zu einer gerechten und demokratischen (partizipativen) Organisation, die nicht mehr auf ökonomischem Wachstum basiert. Um die Postwachstums-Entwicklung in Dänemark nachvollziehbar zu machen, bin ich im ersten inhaltlichen Teil auf politische Regime und gesellschaftspolitische Debatten seit 1970 eingegangen. Dabei wird die Wichtigkeit des gesellschaftspolitischen Kontextes, in den die Postwachstumsdebatte eingebettet ist, deutlich. Im zweiten inhaltlichen Teil wurde auf die Entstehung von Postwachstumsideen sowie auf die heutigen internationalen und dänischen Debatten und Themenfelder eingegangen. Im dritten Teil findet sich die akteursbasierte Untersuchung, die mit Hilfe von leitfadengestützten Experteninterviews durchgeführt wurde. Die WissenschaftlerInnen wurden darüber befragt, was sie unter Postwachstum verstehen und wie sie Dänemark aus einer Postwachstumsperspektive einordnen. Der Inhalt ihrer Forschung, die Art und Weise, wie und mit wem sie kommunizieren, war weiterer Gegenstand der Interviews. Die Befragung der akademischen Postwachstumsakteure hat gezeigt, dass sich die dänische Debatte hauptsächlich auf nationale Themen fokussiert und die internationalen Aspekte kaum thematisiert werden. Hierdurch ist der globale Süden kein Bestandteil der Debatte. Die akademischen PostwachstumsakteurInnen in Dänemark vertreten zwar eine kritische gesellschaftspolitische Perspektive, gehen jedoch nicht auf den spezifischen dänischen Konsum, den ökologischen Fußabdruck oder die starken Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise auf den Immobiliensektor ein. In Bezug auf die Kommunikation der Akteure lässt sich schlussfolgern, dass es ein Interesse gibt, Postwachstum zu kommunizieren. Wenngleich 16 verschiedene Kommunikationswege von den WissenschaftlerInnen genutzt werden, basiert die Kommunikation mit der Öffentlichkeit in den meisten Fällen auf einer reaktiven Beziehung zu Journalisten. Des Weiteren verstehen sich die AkteurInnen nicht als Teil eines Netzwerkes und unterstützen sich nicht gegenseitig in der Förderung und Kommunikation ihrer Ideen. Von den sieben Befragten hatte nur einer eine konkrete Vorstellung, wie Postwachstum in der Öffentlichkeit zu kommunizieren sei.
Abstract
(Englisch)
This thesis is based on one year of research in Denmark. The aim of this thesis was to discover the Danish academic degrowth-network, to present it and to investigate the communication of the participants. My initial hypothesis was that academic researchers work individually and collectively and have an interest and a motivation that degrowth themes are part of the socio-political debate in Denmark. Degrowth in this work means a voluntary transition towards an economy and society that is based on justice, participatory democracy and is not based on economic growth. In the first section I describe the political environment and socio-political debates that took place in Denmark from 1970 to the present. This sets the context in which the Danish degrowth debate took place. In the second section I detail the history of the degrowth idea. I also describe the current debate regarding degrowth within Denmark as well as outside Denmark. In the third section using qualitative research methods I interview seven Danish researchers regarding degrowth. They were interviewed about what they mean by degrowth and how they classify Denmark from a degrowth perspective. The content of their research, how they communicate and with whom was a further subject of the interview. In analyzing their responses I see they are focussed on Danish national issues and international aspects are rarely discussed. Therefore the global south is not part of their debate. This research has shown that although the academic degrowth researchers in Denmark present a critical socio-political perspective, they do not address the specific Danish consumption, ecological footprint, or the strong impact of the financial and economic crisis on the real estate sector. An analysis of the interviews shows that the researchers have an interest in communicating ideas of degrowth. The communication with the public is based mostly on a reactive relationship with journalists. Furthermore the researchers did not see themselves as part of a network and they are not supportive of each other in promoting their ideas. Only one of the seven interviewed researchers had a concrete idea of how to communicate with the public. The research revealed 16 different ways of communication by the researchers.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Denmark Degrowth
Schlagwörter
(Deutsch)
Daenemark Postwachstum
Autor*innen
Rahel Wolff
Haupttitel (Deutsch)
Die akademische Postwachstumsdebatte in Daenemark
Publikationsjahr
2014
Umfangsangabe
99 S. : graph. Darst., Kt.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Ulrich Brand
Klassifikationen
43 Umweltforschung > 43.47 Globale Umweltprobleme ,
43 Umweltforschung > 43.70 Entwicklungsländer und Umwelt ,
70 Sozialwissenschaften allgemein > 70.03 Methoden, Techniken und Organisation der sozialwissenschaftlichen Forschung ,
83 Volkswirtschaft > 83.22 Sozialistische Wirtschaftslehre, Marxistische Wirtschaftslehre ,
83 Volkswirtschaft > 83.46 Entwicklungsökonomie ,
83 Volkswirtschaft > 83.63 Volkswirtschaftliche Ressourcen, Umweltökonomie ,
89 Politologie > 89.39 Politische Systeme: Sonstiges ,
89 Politologie > 89.93 Nord-Süd-Verhältnis ,
89 Politologie > 89.94 Internationale Beziehungen: Sonstiges
AC Nummer
AC11583114
Utheses ID
28231
Studienkennzahl
UA | 057 | 390 | |
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