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Hanswurst. Provenienzen und Perspektiven
David Krych
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Stefan Hulfeld
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.31757
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29705.78385.758765-0
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
In dieser Arbeit wird der Versuch unternommen grundlegende Fragen hinsichtlich der Ursprünge einer Hanswurst-Figur zu beleuchten und diese mit theoretischen Perspektivierungen zu kombinieren. Die grundlegenden Annahmen, dass diese Figur einerseits ein Produkt von englischen Schauspieltruppen ist (Asper), andererseits mit gewissen Umschreibungen wie „lustige Person“ (Müller-Kampel) behaftet wird, schließt sowohl historische als auch theoretische Argumentationen aus, die hier jedoch beleuchtet werden. Mit diesem Komplex hinsichtlich der Hanswurst-Figur beschäftigt sich die vorliegende Arbeit in zwei Teilen: von einem historiografischen Standpunkt („Provenienzen von Hanswurst“), der zunächst zu einer grundlegenden Frage führt, was es überhaupt bedeutet, wenn Hanswurst auf Sebastian Brants Narrenschiff auftaucht. In diesem Zusammenhang wird eine „Etymologie / Genealogie“ von Hans aufgezeigt, die eine Vielzahl von Verstrickungen zu ‚volkstümlichen’ theatralen Praktiken offenbart – zu mythologischen Figuren wie Thor oder den Perchten. Damit rückt auch der Begriff der Wurst in den Fokus, der hinsichtlich seiner Vielschichtigkeit und Variabilität mit dem Bachtin’schen Konzept der Groteske in Verbindung gebracht wird („Wurst – Groteskes Körperkonzept“). Die in dieser Arbeit vertretene These, dass Hanswurst-Figuren schon vor dem „Einfall“ englischer Wandertruppen (Fischer-Lichte) im deutschsprachigen Raum vorhanden waren, führt notwendig zu der Unabwegbarkeit eines historischen Belegs („Hanswurst – Lebenstheater & Theaterspiel, eine Frage der Identitäten“), der zumindest mit einer Figur eindeutig geliefert werden kann und zwei weitere Figuren es als möglich erscheinen lassen, dass sie „Beziehungen zur alten Lachkultur unterhielten“ (Münz). Da die Gewichtung der Arbeit auf historischen Bedingungen liegt, die es nur schwer zulassen, von einer reinen Hanswurst-Bühnenfigur auszugehen, und man sich damit in jenen Graubereich begibt, in dem von einer fixen Identität gar nicht die Rede sein kann, gilt es, „Perspektiven auf Hanswurst“ zu werfen, nämlich theoretische Perspektiven, die nach den strukturellen, gesellschaftlich-sozialen Bedingungen solch einer Figur fragen. Dies erfolgt auf einer „machttheoretischen“ – in Bezugnahme auf Georg Wilhelm Friedrich Hegels Ausführungen zum Herr-Knecht-Verhältnis sowie Hannah Arendts Arbeitsbegriff –, „psychoanalytischen“ – Sigmund Freuds Ausführungen zum Ubw-System (Unbewusst) – sowie „spieltheoretischen“ – mit der genaueren Untersuchung des Begriffs Joker – Ebene.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Strukturfigur Trickster Joker Perchten Karneval Bachtin Theaterhistoriographie
Autor*innen
David Krych
Haupttitel (Deutsch)
Hanswurst. Provenienzen und Perspektiven
Publikationsjahr
2014
Umfangsangabe
91 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Stefan Hulfeld
Klassifikationen
15 Geschichte > 15.01 Historiographie ,
15 Geschichte > 15.07 Kulturgeschichte ,
24 Theater > 24.06 Theatergeschichte
AC Nummer
AC11670961
Utheses ID
28237
Studienkennzahl
UA | 317 | | |
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