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The patriarchal trap
deconstructing the "real man" in contemporary Anglo-African literature
Tanja Gruber
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Ewald Mengel
DOI
10.25365/thesis.31800
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29408.38220.494053-0
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
In meiner Arbeit habe ich mich mit der Dekonstruktion von Männlichkeitsbildern – allen voran dem Klischeebild des “wahren Mannes” ¬– in anglo-afrikanischer Literatur auseinandergesetzt. Mit fünf Romanen aus dem post-kolonialen Südafrika und Tansania sowie Sekundärliteratur, die sich mit Studien aus Namibia, Simbabwe etc. befassen, konzentriert sich die Arbeit speziell auf den afrikanischen Kontinent südlich der Sahara.
Neben der sozialen Konstruktion von Geschlechterbildern im Allgemeinen, habe ich in meiner Arbeit dargestellt wie diese Bilder von einer patriarchalisch organisierten Gesellschaftsstruktur in Form von Traditionen und festgelegten Normen aufrechterhalten und wiederholt werden. Weiteres wird durch Beispiele aus Primärliteratur und Forschungsberichten gezeigt, wie eine Gesellschaft und darunter besonders Männer, unter dem Druck diese idealisierten Geschlechterrollen zu erfüllen leiden, und wie wichtig eine Dekonstruktion dieser festgefahrenen Bilder ist.
Obwohl die Romane ganz unterschiedliche soziale Gegebenheiten behandeln, teilen die darin vorkommenden Charaktere den Erwartungsdruck der von der vorherrschenden patriarchalisch organisierten Gesellschaft auf ihnen lastet.
Beginnend mit missglückten Beschneidungsritualen, über den Einfluss von Urbanisierung und westlichen Werten zu Homosexualität und HIV/Aids
, reichen die Faktoren die das klassische Männerbild in Frage stellen. Die diskutierten Romane zeigen auf besonders gut ersichtliche Weise, wie verschiedene Gesellschaften in ihrem eigenen System gefangen sind und das Zusammenleben und Funktionieren dieser Gesellschaften dadurch erschwert wird. Attribute wie Aggression, Homophobie, Schweigen, Angst oder Zurückgezogenheit sind ständige Begleiter der männlichen Charaktere, die beim Versuch dem Idealbild des „wahren Mannes“ zu entsprechen scheitern.
Das Bewusstsein, dass diese stereotypischen Bilder dekonstruiert und durch Alternativen ersetzt werden müssen, zeigt sich besonders im letzten Roman, der auf die unterschiedlichen männlichen Identitäten in einer Gesellschaft hinweist und darüberhinaus neue Beziehungsformen vorschlägt. In anderen Worten heißt das, dass auch in einem subsaharischen Kontext Alternativen zum klassischen Mutter-Vater-Kind-Modell möglich sind und somit, wie in meiner Arbeit mehrmals aufgezeigt, der Erwartungsdruck einem idealen Männerbild zu entsprechen, sinken könnte.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
gender patriarchy masculinity South Africa Tanzania
Schlagwörter
(Deutsch)
Patriarchat Tansania Südafrika Gesellschaft Identität
Autor*innen
Tanja Gruber
Haupttitel (Englisch)
The patriarchal trap
Hauptuntertitel (Englisch)
deconstructing the "real man" in contemporary Anglo-African literature
Paralleltitel (Deutsch)
Die Patriarchatsfalle ; Dekonstruktion des "wahren Mannes" in zeitgenössischer anglo-afrikanischer Literatur
Publikationsjahr
2014
Umfangsangabe
88 S.
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Ewald Mengel
Klassifikationen
10 Geisteswissenschaften allgemein > 10.00 Geisteswissenschaften allgemein: Allgemeines ,
10 Geisteswissenschaften allgemein > 10.99 Geisteswissenschaften allgemein: Sonstiges
AC Nummer
AC12031468
Utheses ID
28276
Studienkennzahl
UA | 066 | 844 | |
