Detailansicht
Coparenting und die psychosoziale Entwicklung des Kindes
Katherina Mayr
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Betreuer*in
Harald Werneck
DOI
10.25365/thesis.31849
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29864.30595.855569-0
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem elterlichen Zusammenspiel in der Kindererziehung (Coparenting). Coparenting ist ein mehrdimensionales Konstrukt, welches die Dimensionen Konflikt, Kooperation, Triangulation und Übereinstimmung beinhaltet (Teubert, 2011). In einer Fragebogenuntersuchung wurde untersucht, inwiefern die vier Dimensionen des Coparenting zur psychosozialen Entwicklung des Kindergartenkindes beitragen. 79 Elternpaare gaben Auskunft über das Verhalten ihres Kindes, die Partnerschaftsqualität, das Erziehungsverhalten sowie über die Coparenting-Beziehungsqualität. Hierfür kamen das Coparenting-Inventar für Eltern und Adoleszente (Teubert, 2011), zwei Skalen des Partnerschaftsfragebogens von Hahlweg (1996), einzelne Skalen der deutschen Version des Alabama Parenting Questionnaires (Reichle & Franiek, 2009) in leicht veränderter Form sowie die Kurzform des Verhaltensbeurteilungsbogens für Vorschulkinder (Berner & Fleischmann, 1992) zum Einsatz.
Es ergaben sich signifikante negative Zusammenhänge zwischen Konflikt (Sicht beider Elternteile) sowie Triangulation (Sicht der Väter) und der psychosozialen Entwicklung des Kindes. Im Urteil der Väter ging Coparenting-Kooperation mit den sozial-emotionalen Kompetenzen des Kindes einher. In Bezug auf die Coparenting-Dimension Übereinstimmung, welche indirekt über die zwischenelterlichen Differenzen im Erziehungsverhalten erhoben wurde, konnten keine bedeutenden Korrelationen mit der kindlichen Entwicklung aufgedeckt werden.
Die gefundenen Zusammenhänge blieben auch dann weitgehend bestehen, wenn Effekte der Partnerschaftsqualität konstant gehalten wurden. Das individuelle Erziehungsverhalten stellte hingegen im Zusammenhang zwischen Coparenting und der psychosozialen Entwicklung einen zusätzlichen Einflussfaktor dar. Weitere Analysen konnten aufzeigen, dass ein gelingendes Coparenting vor allem bei den Vätern mit positivem Erziehungsverhalten einhergeht.
Um den gemeinsamen Effekt von verschiedenen familiären Beziehungen auf die psychosoziale Entwicklung des Kindes zu untersuchen, wurden die Variablen zum Coparenting, zur Partnerschaft und zum Erziehungsverhalten in Regressionsmodelle integriert. Das individuelle Erziehungsverhalten erwies sich als bedeutendster Prädiktor für die kindliche Entwicklung. Konflikt und Triangulation konnten vereinzelt über den Effekt des Erziehungsverhaltens hinaus die psychosoziale Entwicklung des Kindes vorhersagen. Die Variablen zur Partnerschaftsqualität leisteten unter Berücksichtigung anderer familiärer Aspekte (Coparenting, Erziehungsverhalten) keinen relevanten Beitrag zur kindlichen Entwicklung.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Erziehung Coparenting psychosoziale Entwicklung
Autor*innen
Katherina Mayr
Haupttitel (Deutsch)
Coparenting und die psychosoziale Entwicklung des Kindes
Publikationsjahr
2014
Umfangsangabe
100 S. : graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Harald Werneck
Klassifikationen
77 Psychologie > 77.53 Entwicklungspsychologie: Allgemeines ,
77 Psychologie > 77.55 Kinderpsychologie
AC Nummer
AC11566963
Utheses ID
28322
Studienkennzahl
UA | 298 | | |
