Detailansicht
Perzeption und Repräsentation von Dialekt im Generationenvergleich
am Beispiel von St. Andrä im Lavanttal
Miriam Lackner
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Manfred Michael Glauninger
DOI
10.25365/thesis.31930
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29372.84628.525353-8
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
In der vorliegenden Diplomarbeit wird der Frage nachgegangen, wie die EinwohnerInnen von St. Andrä im Lavanttal jenen Dialektraum, der sie areal umgibt, wahrnehmen bzw. konzipieren. Darüber hinaus wird untersucht, wie das Variations- bzw. Varietätenspektrum des Deutschen auf subjektive Art und Weise – vonseiten der ProbandInnen aus St. Andrä – modelliert und wann (in welchen Situationen) bzw. wie (in welcher variatätenspezifischen Art) Sprache nach subjektiver Einschätzung gebraucht wird. Die Untersuchung in St. Andrä im Lavanttal ist besonders relevant, da sich dieser zentrale Ort des Lavanttales an der Grenze zwischen zwei Dialektgebieten – jenem Kärntner, dem St. Andrä politisch zugeordnet wird, und jenem steirischen – befindet. Für die durchgeführte Fragebogenerhebung in St. Andrä wurden 30 ProbandInnen aus zwei Generationen ausgewählt, die sich anhand der beiden Variablen Alter und Mobilität voneinander differenzieren. Die Methoden, die in der Untersuchung angewandt werden, orientieren sich an jenen der perceptual dialectology. Nach einer ausführlichen Untersuchung ergibt sich die Erkenntnis, dass der im Lavanttal gebrauchte Dialekt als nicht einheitlich bezeichnet werden kann. Hinsichtlich der Hörprobe aus St. Andrä kann keine eindeutige Zuordnung vorgenommen werden. Je nördlicher man sich im Lavanttal befindet, desto häufiger treten Merkmale der weststeirischen Mundart auf. Große Differenzen sind hinsichtlich der Konzeptualisierungen des Dialektraumes rund um St. Andrä bzw. der Wahrnehmungen des bzw. Einstellungen zum Variationsspektrum der deutschen Sprache festzustellen. Die vermeintliche Verwendung von dialektalen Sprachformen steht also in enger Verbindung mit den Variablen Alter und Mobilität.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Dialekt Lavanttal
Autor*innen
Miriam Lackner
Haupttitel (Deutsch)
Perzeption und Repräsentation von Dialekt im Generationenvergleich
Hauptuntertitel (Deutsch)
am Beispiel von St. Andrä im Lavanttal
Publikationsjahr
2014
Umfangsangabe
145 S. : graph. Darst., Kt
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Manfred Michael Glauninger
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.18 Dialektologie
AC Nummer
AC11636727
Utheses ID
28392
Studienkennzahl
UA | 190 | 333 | 350 |
