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JournalistInnen als "AlleskönnerInnen"
die Umsetzung von Trimedialität in der öffentlich-rechtlichen Medienpraxis unter Berücksichtigung der journalistischen Qualität am Beispiel von ORF und BBC Scotland
Franziska Oppitz
Art der Arbeit
Magisterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Betreuer*in
Friedrich Hausjell
DOI
10.25365/thesis.32007
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30301.71082.309269-0
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Magisterarbeit beschäftigt sich mit Trimedialität im öffentlich-rechtlichen Rundfunk.
Zu Beginn der Arbeit werden Theorien zu Entgrenzung, journalistischer Qualität, Crossmedia und Konvergenz, Strukturwandel, Ökonomisierung sowie aktuelle wissenschaftliche Studien aufgezeigt. Forschungsrelevante Begriffe werden so definiert, diskutiert und erläutert.
Die empirische Untersuchung dieser Magisterarbeit baut auf den zuvor erarbeiteten theore-tischen Erkenntnissen auf. Mithilfe leitfadenorientierter Experteninterviews wird die Umset-zung von Trimedialität beim ORF und der BBC Scotland beforscht. Neben eventuellen Aus-wirkungen auf die journalistische Qualität, stehen auch die Umsetzung trimedialer Workflows in der Praxis sowie Erfahrungen mit trimedialem Arbeiten seitens der Journalis-tInnen im Forschungsinteresse.
Aus den Interviewdaten kann auf eine Vergleichbarkeit bezüglich der Umsetzung von Trime-dialität zwischen ORF und BBC Scotland geschlossen werden. Die trimedialen Workflows werden bei beiden Medienanstalten in zentralen Newsrooms umgesetzt. Die räumliche Nähe der Arbeitsplätze begünstigt einen schnelleren Informationsfluss. Im Arbeitsalltag wird hauptsächlich bimedial gearbeitet – unter Einschluss des „trimedialen Mitdenkens“, also dem Bereitstellen zusätzlicher Rechercheergebnisse für RedaktionskollegInnen. Grundsätz-lich gilt aber für alle trimedial arbeitenden JournalistInnen, medien- und ressortübergreifend einsetzbar zu sein. Bei der BBC Scotland gehen Konvergenzschritte mit dem Einsatz von „multiskilled“ VideojournalistInnen bislang weiter als beim ORF. Aber auch beim Österreichischen Rundfunk ist der künftige Einsatz von VJs geplant. Trimediale Strategien sind auf der Medienunternehmerseite meist ökonomisch motoviert. Negative Auswirkungen auf die journalistische Qualität können sich in Hinblick auf das Qualitätskriterium Vielfalt ergeben. Eine Gefährdung der Unabhängigkeit in trimedial organisierten Redaktionen wird von ExpertInnen des ORF und der BBC Scotland nicht gesehen. Dass trimediale Workflows auch in Zukunft Bestand haben werden, geht klar aus den Interviews hervor. Für aufwendig inszenierte journalistische Beiträge wird aber auch künftig eine redaktionelle Arbeitsteilung gesehen.
Abstract
(Englisch)
This master’s thesis is about trimedia in public-service broadcasting. The research interest encompasses the affection of trimedia reporting into quality of journalism as well as the implementation of trimedia-based workflows in media practice.
Theories about ‘Entgrenzung’, quality of journalism, crossmedia and convergence, structural changes and economisation together with recent study results take up the beginning of this thesis. Thus, terms concerning the relevant research topics are being defined, discussed and illustrated.
The empirical analysis is based on the formerly executed theoretical framework. The realisation of trimedia at ORF and the BBC Scotland concerning trimedial workflows in practice and structural changes within the broadcast companies as well as quality in journalism is analysed by use of guided expert interviews. Among possible affects on quality in journalism the implementation of trimedia-based workflows in practice as well as experiences concerning trimedial working on behalf of the journalists is part of the research interests.
The interview data imply comparability between ORF and BBC Scotland concerning trimedia practice. Within both of the two broadcasting companies trimedia-based workflows are processed inside an integrated newsroom. The special proximity facilitates a faster flow of information. Bimedial workflows prevail in everyday work, including ‘trimedial thinking’ as in providing additional research material for colleagues. Basically, journalists need to be applicable in a crossdepartmental and crossmedia way. The BBC of Scotland encourages convergence processes stronger than the ORF, so far, in terms of deploying multiskilled video journalists. But the Austrian Broadcasting Corporation plans on employing VJs in future, as well. Trimedia strategies are mostly motivated by economic reasons. Trimedial workflows can be a threat for quality in journalism as to plurality, whereas the experts of ORF and BBC Scotland do not see a danger to political and economical independence. According to the interview data trimedia-based workflows will endure in future media production. Nevertheless, to the experts view there will still be division of labour regarding to elaborately staged stories.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
Trimedia in public-service broadcasting Trimedia-based workflows ORF Trimedia-based workflows BBC Scotland
Schlagwörter
(Deutsch)
Trimedialität ORF/ Trimedialität BBC Scotland Trimediales Arbeiten Trimediale Workflows öffentlich-rechtlicher Rundfunk
Autor*innen
Franziska Oppitz
Haupttitel (Deutsch)
JournalistInnen als "AlleskönnerInnen"
Hauptuntertitel (Deutsch)
die Umsetzung von Trimedialität in der öffentlich-rechtlichen Medienpraxis unter Berücksichtigung der journalistischen Qualität am Beispiel von ORF und BBC Scotland
Publikationsjahr
2014
Umfangsangabe
IX, 229 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*innen
Friedrich Hausjell ,
Hannes Haas
AC Nummer
AC12038335
Utheses ID
28458
Studienkennzahl
UA | 066 | 841 | |
