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Tati als Systemstörer
die Figur des M. Hulot als Verkörperung einer komischen Systemstörung
Jasmin Frewein
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Ulrich Meurer
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.32011
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30484.78870.696853-1
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Vorliegende Arbeit untersucht eine Systemstörung in ausgewählten Filmen Jacques Tatis, die durch die komischen Figuren M. Hulot und François, dem Briefträger, entsteht. Es geht darum herauszufinden, inwieweit durch das Fehlverhalten der Figur bzw. ihre Auflehnung gegen vorherrschende Normen, Komik erzeugt wird. Untersucht wird dieses Verhältnis zwischen der Figur und ihren Mitmenschen sowie Räumen und Gegenständen. Weiters wird ihre Auseinandersetzung mit alltäglichen Maschinen betrachtet. Ziel ist es festzustellen, inwieweit bei Tati direkt durch die komische Figur an sich Komik erzeugt wird. Es stellt sich bei Tati die Frage, ob die komische Störung der Umwelt tatsächlich von der komischen Figur ausgeht, wie es bei seinen Slapstick-Vorgängern Chaplin oder Keaton der Fall ist. Zu untersuchende Filme sind Tatis Langspielfilme, die zwischen 1947 und 1971 entstanden sind, sich vor allem mit den Themen Tourismus, Land- und Stadtleben, Moderne und Verkehr auseinandersetzen. Als theoretische Grundlage für die Untersuchung dient vordergründig das Werk „Das Lachen“ des französischen Philosophen Henri Bergson sowie Überlegungen zur Komik von Friedrich Georg Jünger und Gottfried Müller. Bei näherer Betrachtung ist aufgefallen, dass sich die Komik bei Tati weniger auf die Figur selbst, als vielmehr auf ihre Umgebung und den Dingen bzw. Maschinen selbst verlagert. Aus diesem Grund kann man die Figur selbst nur minder als unmittelbare Störung im System, also nicht als Auslöser für Komik bezeichnen, er macht eher auf sie aufmerksam.
Abstract
(Englisch)
This paper examines a system failure in selected films of french artist Jacques Tati, which is created by the comic figures M. Hulot and François the postman. The aim is to discover in as far comedy is produced by the misconduct of the figure and its rebellion against prevailing norms. It is to analyze the relationship between the figure and other human beings as well as rooms. Furthermore, their confrontation with everyday objects and machines is considered. The aim is to find out how far comic is generated directly by Tatis comical figure itself. It arises with Tati the question whether the comic disturbance to the environment actually starts from the comic figure, like Tatis slapstick predecessors Chaplin or Keaton. The films to be examined are Tatis feature films produced between 1947-1971, which deal mainly with the issues of tourism, rural and urban life, modernity and transport. The theoretical basis for the investigation is ostensibly the work of "Laughter" by the French philosopher Henri Bergson, as well as reflections on the comedy of Friedrich Georg Jünger and Gottfried Müller. On closer inspection one noticed that the humor in Tati shifted less on the figure itself, rather than on its surroundings, the things or machines themselves. For this reason, one can only describe the figure itself less as a direct fault in the system. M. Hulot is not a trigger for comedy, but is an attention factor for comedy.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Tati Slapstick Bergson
Autor*innen
Jasmin Frewein
Haupttitel (Deutsch)
Tati als Systemstörer
Hauptuntertitel (Deutsch)
die Figur des M. Hulot als Verkörperung einer komischen Systemstörung
Publikationsjahr
2014
Umfangsangabe
85 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Ulrich Meurer
Klassifikationen
24 Theater, Film, Musik > 24.30 Film: Allgemeines ,
24 Theater, Film, Musik > 24.34 Filmgattungen, Filmsparten ,
24 Theater, Film, Musik > 24.37 Film: Sonstiges
AC Nummer
AC11682518
Utheses ID
28461
Studienkennzahl
UA | 317 | | |
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