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Können Gedankenabschweifungen durch saliente Ablenkreize evozierte Interferenz-Effekte eliminieren?
Lara Marzinek
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Betreuer*in
Ulrich Ansorge
DOI
10.25365/thesis.32036
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29324.53250.293469-7
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Im Rahmen der visuellen Suche wird weitläufig angenommen, dass ein salienter Singleton-Ablenkreiz zu Interferenz-Effekten- längeren Reaktionszeiten- führen kann. Dabei blieben Erkenntnisse aus dem Gebiet von Gedankenabschweifungen, also Gedanken die unabhängig von der äußeren Umwelt sind, bisher weitgehend unberücksichtigt. Es wird angenommen, dass Gedankenabschweifungen aufgrund der Abkopplung von den sensorischen Reizen der Umwelt zu einer schlechteren Repräsentation der Umwelt und somit zu unangepassten Verhaltensweisen führen. Der Einfluss von Gedankenabschweifungen auf Interferenz-Effekte bei der visuellen Suche ist bisher ungeklärt. In der vorliegenden Studie wird deshalb untersucht, ob die schlechte Repräsentation der äußeren Umwelt bei Gedankenabschweifungen dazu führt, dass durch Singleton-Ablenkreize evozierte Interferenz-Effekte bei der visuellen Suche eliminiert werden. Es wurden die Leistungsmaße - Reaktionszeiten und Fehlerraten - bei der Bearbeitung von Aufgaben des Paradigmas des zusätzlichen Singletons für Durchgänge mit und ohne salientem Singleton-Ablenkreiz erhoben. Zusätzlich wurde der selbsteingeschätzte Aufmerksamkeitszustand der Versuchspersonen zu zufälligen Zeitpunkten erfragt und im Anschluss als Aufgabenfokus, Gedankenabschweifung oder Unentschieden klassifiziert. Analysiert wurden die Fehlerraten und Reaktionszeiten in Durchgängen mit und ohne Singleton-Ablenkreiz getrennt für Durchgänge in denen die drei Aufmerksamkeitszustände berichtet wurden. Der Unterschied zwischen Durchgängen mit und ohne Singleton-Ablenkreiz in den Leistungsmaßen unter Gedankenabschweifungen war nicht kleiner, als bei Aufgabenfokus oder Unentschieden. Somit konnte nicht gezeigt werden, dass bei Gedankenabschweifungen die durch Singleton-Ablenkreize evozierten Interferenz-Effekte eliminiert werden. Die Ergebnisse werden im Rahmen des bisherigen Forschungsstandes und entsprechender Implikationen für Folgeuntersuchungen unter kritischer Berücksichtigung der methodischen Gegebenheiten diskutiert.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Gedankenabschweifung Interferenz-Effekt Singleton-Ablenkreiz visuelle Wahrnehmung visuelle Suche
Autor*innen
Lara Marzinek
Haupttitel (Deutsch)
Können Gedankenabschweifungen durch saliente Ablenkreize evozierte Interferenz-Effekte eliminieren?
Publikationsjahr
2014
Umfangsangabe
69 S. : Ill., graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Ulrich Ansorge
Klassifikation
77 Psychologie > 77.30 Allgemeine Psychologie: Allgemeines
AC Nummer
AC11577931
Utheses ID
28483
Studienkennzahl
UA | 298 | | |
