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Die chinesische Dokumentarfilmregisseurin Feng Yan und ihr Film Bing‛ai
im Kontext der neuen chinesischen Dokumentarfilm Bewegung
Sarah Linder
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Susanne Weigelin-Schwiedrzik
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.32154
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29144.02435.978761-6
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Im Zuge meines Studiums verbrachte ich im Jahr 2010 ein Auslandsjahr an der Pekinger Filmakademie. Bereits kurz nach meiner Ankunft wurde ich auf die Arbeiten junger RegisseurInnen aufmerksam, die sich der Produktion unabhängiger Dokumentarfilme widmen. In Caochangdi Workstation草场地工作站 in der Provinz Hebei, in Peking, im Bezirk Chaoyang, eine Stunde außerhalb des Pekinger Stadtzentrums, konnte ich an Wochenenden regelmäßig an Diskussionen und Filmprojektionen teilnehmen. Caochangdi Workstation wurde vom chinesischen Dokumentarfilmregisseur Wu Wenguang 吴文光 und seiner Lebensgefährtin gegründet. 2010 startete Wu Wenguang von hier aus das Folk Memory Documentary Project. Das Folk Memory Documentary Project hat die Große Hungersnot von 1959-1961 zum Thema. Die jungen TeilnehmerInnen des Projekts leben zum Großteil in Caochangdi Workstation. Als Residential Artists sind sie immer wieder in ihre Heimatdörfer aufs Land zurück gekehrt, um dort ältere DorfbewohnerInnen zu Hintergründen des Großen Hungers zu befragen und Filme zu drehen. Eine Vielzahl persönlicher Geschichten wurde dadurch bereits filmisch aufgezeichnet. Die genaue Intention dieses Projekts eröffnet folgendes Zitat: The ´CCD Workstation´ initiated the ´Folk Memory Plans´, whose participators are mostly over 80. They went back to their respective hometowns to interview the elderly in the village and gather material about the”Three Years Starvation” from 1959 to 1961. It all starts with the memory of “hunger”. Those handling DV move stealthily in the villages to visit those elderly living in shabby houses in order to discover the secrets hidden in them for years. Die Filme leisten einen wichtigen Beitrag, die individuelle Erinnerung an diese Epoche aufzuzeichnen. Dies ist besonders wichtig, da an chinesischen Schulen noch heute gelehrt wird, dass Naturkatastrophen und Schulden bei der Sowjetunion die Gründe für die Hungersnot waren. Wie ich später erfuhr, sind jene RegisseurInnen Teil einer Bewegung, die sich explizit dem Dokumentarfilm widmet. Die Bewegung ist unter dem Namen Neue Chinesische Dokumentarfilm Bewegung , chinesisch 中国新纪录片电影运动(zhongguo xin jilupian dianying yundong) bekannt. Der Wunsch wuchs, mehr über diese Bewegung in Erfahrung zu bringen. Auf der Suche nach einer passenden Filmemacherin, die Teil der NCDB ist, wurde ich auf Feng Yan aufmerksam. Ihr Film Bing`ai gilt als besonders wertvoller, sozial-kritischer Dokumentarfilm.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Chinesische Dokumentarfilm Bewegung Feng Yan Bing`ai
Autor*innen
Sarah Linder
Haupttitel (Deutsch)
Die chinesische Dokumentarfilmregisseurin Feng Yan und ihr Film Bing‛ai
Hauptuntertitel (Deutsch)
im Kontext der neuen chinesischen Dokumentarfilm Bewegung
Publikationsjahr
2014
Umfangsangabe
104 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Susanne Weigelin-Schwiedrzik
Klassifikationen
18 Einzelne Sprachen und Literaturen > 18.90 Chinesische Sprache und Literatur ,
24 Theater > 24.30 Film: Allgemeines
AC Nummer
AC11723602
Utheses ID
28581
Studienkennzahl
UA | 066 | 811 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1