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Analyse der Differenzen
Nikolaus Kremen
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Betreuer*in
Richard Heinrich
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.32188
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29103.62778.291663-0
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Masterarbeit, die der theoretischen Philosophie zuzurechnen ist, widmet sich einem Schlüsseltext des sogenannten Poststrukturalismus, Differenz und Wiederholung (1992)[1968] von Gilles Deleuze. Der von G. Deleuze inaugurierte Transzendentale Empirismus beansprucht einen grundlegenden Wandel in der Philosophie (des 20. Jahrhunderts) zu vollziehen, indem er sowohl den Rationalismus (im Besonderen die Transzendentalphilosophie I. Kants) als auch den Empirismus einer radikalen Kritik unterzieht. Die klassische Erkenntniskritik, die einer Logik des Verstandes und damit der Identität als leitender Kategorie unterliegen würde, wäre – so der zentrale Einwand von G. Deleuze – nicht in der Lage sowohl Denken als auch ‚das Sein‘ in seinen differentiellen Momenten und in den Prozessen von Wiederholung zu begreifen. Um dem Anspruch der Differenzphilosophie gerecht werden zu können, wird zunächst die Gegenwartsphilosophie auf ihre Positionen hinsichtlich des Verhältnisses von Denken und Sein (d. h. in ihrer Konzeption der Beziehung von Ontologie und Erkenntnistheorie) beispielhaft untersucht, um daran anschließend das Problem der Differenz als Alternative zur Identität als den philosophischen Diskurs orientierende Kategorie zu untersuchen. Methodisch wird dabei in Form einer Differentialanalyse versucht, die nicht-präsenten Paradoxien des Transzendentalen Empirismus zu entdecken und damit eine Kritik vorzubereiten. Dazu ist es notwendig Differenz und Wiederholung (1992) [1968] so weit zu kommentieren, dass die zentralen Intentionen, wie der argumentative Zusammenhang des Textes möglichst deutlich hervortreten. Dieser Abschnitt der Arbeit bildet die Grundlage dafür, das Verhältnis von Denken und Sein neuerlich aufzunehmen, um jene Schwierigkeiten analysieren zu können, die sich mit der ontologischen Wende des Transzendentalen Empirismus verbinden. In der Kritik wird versucht, den immanenten Paradoxien des Transzendentalen Empirismus so nahe zu kommen, dass sie in ihrem selbst-widerlegenden Charakter hinsichtlich der Voraussetzungen der Differenzphilosophie deutlich werden können. Daraus wird in genuin philosophischer Hinsicht jedoch keinesfalls die Schlussfolgerung gezogen, den Transzendentalen Empirismus insgesamt zu verwerfen, sondern es geht im Gegenteil darum, jene Momente weiter zu denken, die dazu dienen können die entscheidenden Fragen der Erkenntniskritik und einer transformierten Ontologie neu zu stellen. Deshalb wird in den letzten Abschnitten der Arbeit der Versuch gemacht, eine Perspektive vorzuschlagen, die auf der Grundlage eines Begriffs von Erfahrung (der es erlauben soll, sowohl die individuelle Welt- und Selbstpräsenz, wie die abstrakteste wissenschaftliche Empirie) so zu analysieren, dass damit eine Erkenntniskritik ermöglicht wird, in deren Zentrum Akte radikaler Intelligenz stehen, deren Prozedieren den neuen Gegenstand der Epistemologie bilden können.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Theoretische Philosophie Erkenntnistheorie Ontologie Transzendentaler Empirismus Gilles Deleuze
Autor*innen
Nikolaus Kremen
Haupttitel (Deutsch)
Analyse der Differenzen
Publikationsjahr
2013
Umfangsangabe
114 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Richard Heinrich
Klassifikationen
08 Philosophie > 08.03 Grundlagen und Methoden der Philosophie ,
08 Philosophie > 08.25 Zeitgenössische westliche Philosophie ,
08 Philosophie > 08.30 Systematische Philosophie: Allgemeines ,
08 Philosophie > 08.31 Metaphysik, Ontologie ,
08 Philosophie > 08.32 Erkenntnistheorie
AC Nummer
AC11855446
Utheses ID
28605
Studienkennzahl
UA | 066 | 941 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1