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Gesundheitsbezogene Selbstbestimmungsfähigkeit bei erwachsenen Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung und der Einfluss einer Unterstützungsperson
Katharina Schossleitner
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Betreuer*in
Germain Weber
DOI
10.25365/thesis.32333
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29644.40879.234654-5
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Ziele: Das Ziel dieser Studie war es Unterschiede zwischen Menschen mit und ohne intellektuelle Beeinträchtigung hinsichtlich der gesundheitsbezogenen Selbstbestimmungsfähigkeit sowie den Effekt einer Unterstützungsperson zu zeigen. Darüber hinaus wurde der Einfluss der exekutiven Funktionen auf die Einwilligungsfähigkeit beleuchtet.
Methode: Es wurden hierfür die Fähigkeiten von erwachsenen Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung, welche in a) vollbetreuten b) teilbetreuten und c) keinen Betreuungseinrichtungen in Österreich leben, hinsichtlich des Verständnisses von hypothetischen Behandlungsvignetten und der Auseinandersetzung mit relevanten Informationen in Bezug auf eine Behandlungseinwilligung erhoben. Verwendet wurde hierfür die deutsche Version des MacArthur Competence Assessment Tool-Treatment (MacCAT-T). Zwei standardisierte und übersetzte Behandlungsvignetten wurden in zwei unterschiedlichen Bedingungen präsentiert, einmal mit einer Unterstützungsperson und einmal ohne. Darüber hinaus wurden die exekutiven Funktionen von allen Studienteilnehmer/innen mittels der deutschen Version der Frontal Assessment Battery (FAB-D) ermittelt, um mögliche Gruppenunterschiede und den Einfluss dieser Fähigkeiten auf die gesundheitsbezogene Selbstbestimmungsfähigkeit aufzudecken.
Ergebnisse: Die statistischen Analysen zeigen signifikante Unterschiede zwischen den Gruppen hinsichtlich der gesundheitsbezogenen Selbstbestimmungsfähigkeit und die Kompetenzen erhöhten sich deutlich in der Unterstützungsbedingung. Zudem konnten signifikante Gruppenunterscheide hinsichtlich der exekutiven Funktionen aufgedeckt werden und diese Funktionen weisen wiederum einen signifikanten Einfluss auf die Entscheidungskompetenzen auf.
Konklusionen: Auswirkungen dieser Ergebnisse für Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung werden beleuchtet und Möglichkeiten der Umsetzung der unterstützten Entscheidungsfindung werden diskutiert.
Abstract
(Englisch)
Aims: The aim of this study was to demonstrate differences between people with ID and without ID concerning the legal capacity to take health-care decisions within a supported decision-making relation. Furthermore the influence of the executive functions on the ability to consent to treatment was investigated.
Method: The abilities of all participants living in environments a) fully-supported b) partially-supported and c) independently were investigated to understand hypothetical medical treatments and to reason about the treatment-related information with the German version of the MacArthur Competence Assessment Tool-Treatment (MacCAT-T). Two standardized and translated treatment vignettes were presented in two conditions, a supported-decision condition and the other without that support. Moreover the executive functions of all persons were assessed using the German version of the Frontal Assessment Battery (FAB-D) to detect differences between the groups and influences on the ability to consent to treatment.
Results: Statistical Analysis show significant differences between the three groups concerning the legal capacity to make informed consent to treatment and the abilities of all persons with ID increased significantly with the presence of a support person. Furthermore significant differences between the three groups are found concerning the executive functions and these functions show significant influence on the capability to give informed consent.
Conclusions: Implications of findings for persons with ID are mentioned and possibilities to implement supported decision-making are discussed.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
supported decision-making health-care decisions intellectual disability
Schlagwörter
(Deutsch)
Unterstützte Entscheidungsfindung gesundheitsbezogene Selbstbestimmungsfähigkeit intellektuelle Beeinträchtigung
Autor*innen
Katharina Schossleitner
Haupttitel (Deutsch)
Gesundheitsbezogene Selbstbestimmungsfähigkeit bei erwachsenen Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung und der Einfluss einer Unterstützungsperson
Publikationsjahr
2014
Umfangsangabe
187 S. : graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Germain Weber
Klassifikation
77 Psychologie > 77.70 Klinische Psychologie
AC Nummer
AC11629468
Utheses ID
28727
Studienkennzahl
UA | 298 | | |
