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Sage! was treibt doch den Künstler ...
Karoline von Günderrodes literarisches Werk und die Günderrode-Rezeption Christa Wolfs
Julia Knoll
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Irmgard Egger
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.32428
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30027.05723.224561-1
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Mit Hilfe des close-reading Verfahrens wird das literarische Werk der Karoline von Günderrode auf Themen und Motive hin untersucht, die anhand von Beispielen aufgezeigt werden. Dabei lassen sich mehrere Schwerpunkte herausarbeiten: Liebe und Tod, die annähernd jeden Text Günderrodes dominieren, werden erweitert durch Unsterblichkeit und das Leben nach dem Tod. Die Elemente Wasser, Feuer und Wind werden von Günderrode als Vorboten oder Begleiter tragischer Ereignisse genutzt, oder als Möglichkeit, Emotionen Ausdruck zu verleihen. Das Zusammenspiel von Natur, Licht und Farben gibt den Texten die Option, bewusste oder unbewusste Regungen darzustellen und sichtbar zu machen. Träume und Visionen prägen Günderrodes Texte, die auf die Figuren prophetische oder erkenntnisorientierte Wirkungen haben. Günderrodes Protagonisten sind meist männlich und die weiblichen Figuren sind oft abhängig von ihnen. Nur wenige Frauenfiguren haben eine selbstbestimmte Persönlichkeit und setzen sich gegen Unterdrückung zur Wehr. Das Motiv der Einsamkeit und der Sehnsucht nach Zweisamkeit durchzieht Günderrodes Werk wie ein roter Faden. Für Christa Wolf ist Günderrode ein Opfer ihrer Zeit, das versucht, sich gegen Normen und Sitten aufzulehnen und ihnen gleichzeitig zu entsprechen. Der Konflikt Günderrodes zwischen der Rolle als Ehefrau und der der Dichterin zerreißt sie, was in Wolfs Roman Kein Ort. Nirgends durch das zerbrechliche und gleichzeitig willensstarke Wesen der fiktiven Günderrode aufgezeigt wird. Innerlich fragil zeigt sie nach außen hin Kraft. Wolf sieht Günderrodes literarisches Können als unfertig an. Hätte sie nicht Selbstmord begangen, so wäre Günderrodes Dichtkunst noch erblüht. Dennoch beeindruckt das hinterlassene Werk und gibt Einblick in ihre Seelenwelt.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Karoline von Günderrode Christa Wolf Kein Ort. Nirgends
Autor*innen
Julia Knoll
Haupttitel (Deutsch)
Sage! was treibt doch den Künstler ...
Hauptuntertitel (Deutsch)
Karoline von Günderrodes literarisches Werk und die Günderrode-Rezeption Christa Wolfs
Publikationsjahr
2014
Umfangsangabe
93 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Irmgard Egger
Klassifikation
18 Einzelne Sprachen und Literaturen > 18.10 Deutsche Literatur
AC Nummer
AC11636741
Utheses ID
28809
Studienkennzahl
UA | 190 | 333 | 313 |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1