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Der Religionsbegriff in Paul Tillichs Religionsphilosophie (1920) und in Martin Heideggers Religionsphänomenologie (1920/21)
Matthias Bukovics
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Evangelisch-Theologische Fakultät
Betreuer*in
Christian Danz
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.32495
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29385.81112.873055-5
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Diese Diplomarbeit stellt einen Vergleich der Entwicklung des Religionsbegriffs in der im Sommersemester 1920 gehaltenen Vorlesung „Religionshilosophie“ von PAUL TILLICH, mit der im Wintersemester 1920/21 gehaltenen Vorlesung „Einleitung in die Phänomenologie der Religion“ von MARTIN HEIDEGGER an. Beide Vorlesungen entwickeln einen ähnlichen vollzugsbezogenen Religionsbegriff, der seinen Ausgangspunkt in der Spannung zwischen Neukantianismus und Phänomenologie hat. Beide Konzepte gehen von einem erfahrungsbasierten, subjektbezogenen, geschichtlichen Religionsbegriff aus. Sie zeigen große Ähnlichkeiten, was den Anlass zu diesem Vergleich gegeben hat. In dieser Zeit, dem ersten Teil des 20. Jahrhunderts, aber auch davor, hat es einige Versuche gegeben, Religionsbegriffe zu erstellen. Diese hatten jedoch alle unterschiedliche Bezugspunkte, wie zum Beispiel vorher schon KANT, der die Religion auf die Moral bezog, oder SCHLEIERMACHER, der sie auf das Gefühl bezog. Diese beiden Konzepte sind aber vor allem auf das Selbst bezogen, was zu dieser Zeit eine Neuheit ist. Neben dem Selbstbezug steht an zentraler Stelle des Religionsbegriffs die Vollzugsgebundenheit, das heißt, dass Religion nur existiert, wenn sie vollzogen wird. Dieser Vollzug findet in der Geschichte statt, was dem Menschen bewusst werden muss, damit er die Geschichtlichkeit seiner Existenz erfährt. Damit wird dem Menschen die Durchsichtigkeit seines Selbst bewusst. In dieser findet sich einer der wenigen Unterschiede zwischen beiden Konzepten, da TILLICH diese Selbstdurchsichtigkeitserfahrung in die Kultur platziert, HEIDEGGER hingegen in die urchristliche Religiosität. Neben den theoretischen Grundlegungen, explizieren beide Konzepte beispielhaft den Religionsbegriff: TILLICH bewerkstelligt das in einer Typologie der Religion, in der er die Religion des Paradox als Idealbegriff annimmt, HEIDEGGER hingegen expliziert phänomenologisch den Galater-, sowie die Thessalonicherbriefe des Paulus, in deren Verkündigung er die urchristliche Religiosität findet, die für ihn das Ideal darstellt. Nach der ausführlichen Darstellung beider Vorlesungen in dieser Arbeit, mit dem jeweiligen Schwerpunkt auf den Religionsbegriff, stellt sich im anschließenden Vergleich die Ähnlichkeit beider Religionsbegriffe in den Ausgangspunkten, den Begrifflichkeiten und der Struktur dar, die eine weitgehende Parallelität beider Konzepte aufzeigen.
Abstract
(Englisch)
This diploma thesis, “The Concept of Religion in Paul Tillich’s Philosophy of Religion (1920) and in Martin Heidegger’s Phenomenology of Religion (1920/21)“, compares the development of the concept of religion between the lecture Paul Tillich gave in the summer semester of 1920, “Philosophy of Religion“, and the lecture Martin Heidegger gave in the winter semester of 1920/21, “Introduction to the Phenomenology of Religion”. Both lectures develop a similar concept of religion that refers to the performance of religion based on the tension between neo-Kantianism and Phenomenology. Both concepts emanate from an experience-based, subject orientated, historical concept of religion. They show many similarities, thus giving the cause for this comparison. In the first part of the 20th century, many tried to develop a concept of religion. Everybody had different points of reference, such as Kant, who related religion to morality, or Schleiermacher, who connected it with feeling. However, both concepts are primarily based on the self, which was new at the time. Apart from self-reference, the experiential basis stands at the core of the concept of religion, because religion only exists when it is experienced. The experiential occurs within history which mankind must realize in order to experience the transparency of the self. Herein lie some of the few differences between both concepts: Tillich places the experience of self-transparency in culture, whereas Heidegger locates it in the religiosity of the early Christians. Apart from this theoretical basis, both concepts exemplarily explicate the concept of religion: Tillich uses a typology of religion for this purpose, in which he assumes the religion of the paradox to be the ideal term, whereas Heidegger phenomenologically explicates Paul’s letters to the Galatians and to the Thessalonians. He finds the religiosity of the early Christians in their propagation, which he understands as the ideal. After the extensive description of both lectures, with an emphasis on the concept of religion, the comparison of these two concepts of religion shows how similar they are, in their origins, their terminology, and their structure.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Paul Tillich Martin Heidegger concept of religion epistemology historicity
Schlagwörter
(Deutsch)
Paul Tillich Martin Heidegger Religionsbegriff Vollzug Erkenntnistheorie Geschichtlichkeit
Autor*innen
Matthias Bukovics
Haupttitel (Deutsch)
Der Religionsbegriff in Paul Tillichs Religionsphilosophie (1920) und in Martin Heideggers Religionsphänomenologie (1920/21)
Publikationsjahr
2014
Umfangsangabe
92, K S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Christian Danz
Klassifikationen
08 Philosophie > 08.37 Religionsphilosophie ,
11 Theologie > 11.60 Systematische Theologie: Allgemeines
AC Nummer
AC11793632
Utheses ID
28856
Studienkennzahl
UA | 041 | | |
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