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Intime Orte und herrschaftliche Repräsentation am Beispiel der hl. Agnes und ihrem Kloster in Prag
Birgit Cerwenka
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Barbara Schedl
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.32508
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30085.80415.348070-6
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Thema der vorliegenden Diplomarbeit ist die Untersuchung der vorhandenen Baukörper des Klarissenklosters St. Agnes in Prag, im Hinblick auf deren Nutzungsgeschichte. Der behandelte Zeitraum wird im Bezug auf die Gründerin die přemyslidische Prinzessin Agnes gewählt, die diesem Kloster beitrat. Dazu wird anfänglich die bauliche Tätigkeit, die sich in drei große Phasen fassen lässt, behandelt. Die folgende biografische Bearbeitung Agnes’, der hl. Klara und deren Korrespondenz, soll deren soziales Umfeld beleuchten. Agnes und ihr Gefolge, alles Frauen höchsten Standes, verlegten ihren Wirkungsbereich vom Hof ins Kloster. Die These, dass es sich beim Agneskloster um ein soziales Gebilde eines Hofes handelt, soll durch die genauere Untersuchung des Agnesoratoriums und dessen Nutzung gezeigt werden. Auch Agnes’ briefliche Korrespondenzen zu den Päpsten Gregor IX. und Innozenz IV., sowie der Ordensgründerin des weiblichen Franziskaner – Zweiges, der hl. Klara, geben Hinweise auf Agnes’ Selbstverständnis als böhmische Prinzessin. Das Agneskloster, als Ort der Klarissen und später auch Franziskaner, findet nicht nur eine religiöse Nutzung, sondern wird von den böhmischen Herrschern Wenzel I. und dessen Nachfolger Ottokar II., auch repräsentativ genutzt. Höhepunkt dieser herrschaftlichen Repräsentation bildet der Bau der Salvatorkirche im gotischen Stil. Sie fungiert als Mausoleum mit Krypta, und verweist durch die plastischen und malerischen Dekorelemente auf Ottokars rechtmäßige Thronfolge. Somit handelt es sich beim Agneskloster nicht nur um das erste Doppelkloster des Ordens der Klarissen, sondern auch um einen elitären Standort, von dem aus eine selbstbewusste Agnes von Böhmen, Tochter aus königlichem Hause, in weltlichen und religiösen Angelegenheiten agierte.
Abstract
(Englisch)
Topic of this thesis is to study the existing structure of the Poor Clares Convent St. Agnes in Prague, regarding their usage history. The period’s name relates to the founder of the monastery, Přemyslid Princess Agnes, who joined the Poor Clares. At the beginning, the construction activity that can be summed up in three major phases is explained. The following biographical development of Agnes, St. Clare and their correspondence should illustrate their social environment. Agnes and her entourage, all women of the highest class, moved their sphere from the court to the monastery. The thesis that there is a St. Agnes Convent, which represents a social construct of a court, is to be shown by the detailed examination of Agnes’ oratory and its use. Agnes recorded written correspondence to the Popes Gregory IX. and Innocent IV, and the foundress of the branch of female Franciscans, St. Clare, gives clues to Agnes’ identity as a Bohemian princess. The St. Agnes Convent, as a place for Poor Clares and later for the Franciscan, did not only have a religious use, but also a representative using by the Bohemian rulers Wenzel I. and his successor Ottokar II. The highlight of this grand representation is the construction of the Salvator Church in Gothic style. It functions as a mausoleum with crypt and points through the plastic and pictorial decoration elements on the throne of Ottokar II. Therefore the St. Agnes Convent is not only to the first double monastery of the Order of Poor Clares, but also an elite location of a confident Agnes of Bohemia, daughter of the royal house, who acted in worldly and religious affairs.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Agneskloster Prag religiöse Frauengemeinschaft herrschaftliche Repräsentation Agnesoratorium
Autor*innen
Birgit Cerwenka
Haupttitel (Deutsch)
Intime Orte und herrschaftliche Repräsentation am Beispiel der hl. Agnes und ihrem Kloster in Prag
Paralleltitel (Deutsch)
"Intime Orte und herrschaftliche Repräsentation am Beispiel der hl. Agnes und ihrem Kloster in Prag“
Publikationsjahr
2014
Umfangsangabe
118 S. : Ill., Kt.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Barbara Schedl
Klassifikation
20 Kunstwissenschaften > 20.10 Kunst und Gesellschaft
AC Nummer
AC11649403
Utheses ID
28869
Studienkennzahl
UA | 066 | 835 | |
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