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Sexual violence in the context of war
continuities and options for action
Mina Lahlal
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Stefanie Wöhl
DOI
10.25365/thesis.32638
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30228.99039.394762-7
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Hintergrund: Diese Abhandlung setzt sich mit sexualisierter Gewalt im Konfliktkon- text auseinander, insbesondere mit Handlungsoptionen zur Eindämmung sexualisierter Gewalt und seiner Folgen. Spezieller Fokus waren Ansätze aus dem globalen Süden sowie unkonventionelle Strategien.
Methode: Diese Arbeit ist ein Review basierend auf Transdisziplinarität sowie femi- nist und post-colonial studies. Ein kritischer Zugang zu vorhandenen statistischen Daten sowie den bestehenden feministischen Positionen war unerlässlich.
Ergebnisse und Fazit: Diese Arbeit zeigt, dass im globalen Süden sowie von Über- lebenden sexualisierter Gewalt initiierte Strategien (aber auch kritische Beiträge zum “Establishment”) existieren, auch wenn jene auf wenig Interesse seitens der Forschungsin- stitutionen stoßen. Die erhobenen medizinischen, politischen, sozioökonomischen und juristischen Unterstützungsstrategien aus dem globalen Süden umfassen “out of the box” Pionierarbeit und könnten von einer breiteren Rezeption innerhalb der internationalen wis- senschaftlichen Gemeinschaft profitieren – und vice versa. Beispiele sind etwa das “Panzi Hospital” in der DRC mit seinem disziplinübergreifenden Fokus auf Vergewaltigungsopfer, das koreanische Museum und Wohnhaus “House of sharing” für Zwangsprostituierte des 2. Weltkriegs oder aber die Trommelgruppe “Ingoma Nshya”, das ruandische Pendant zu Barenboim’s “West-Eastern Divan Orchestra”.
Starke Kontinuitäten zu Friedenszeiten wurden beleuchtet, u.a. (Zwangs-)Prostitu- tion und kommerzielle sexuelle Ausbeutung von Minderjährigen. Es zeigt sich, dass die Kluft innerhalb der Feminist_innen insbesondere die Konfliktlinie in Bezug auf „legale Prostitution“ in das Konzept der “konstruierten Männlichkeit” sowie der „Repräsenta- tion von Frauen“ hinsichtlich des Militärs mitspielt, somit als problematisch bezüglich sexualisierter Gewalt in Kriegszeiten zu werten ist. Abschließend kann gesagt werden, dass bislang die vollen strategischen Möglichkeiten gegen sexualisierte Kriegsgewalt nicht ausgeschöpft bzw. erhoben sind.
Abstract
(Englisch)
Background: The objective was to investigate options for action against sexual violence in wartime and possibilities to attenuate its sequelae. A special focus was put on approaches from the Global South and unconventional strategies.
Method: This review is based on transdisciplinary, post-colonial and feminist studies. Critical analysis of available data and the prevailing feminist positions was indispensable. Results and conclusion: Strategies against sexual violence in conflict are reported by survivors (similarly constructive criticism on the establishment) – however these have rarely met the interest of research institutions. The medical, political, socio-economic and legal support strategies from the Global South encompass out of the box approaches, hence would benefit from wider reception within the international scientific community – and vice versa. Examples are the “Panzi Hospital” in the DRC with its cross-professional focus on rape victims, the Korean “House of sharing” a shelter and museum for survivors of forced prostitution in World War II or the drumming group “Ingoma Nshya”, the Rwandan pendant of Barenboim’s “West-Eastern Divan Orchestra”. Strong continuities with times of peace were elucidated, amongst others forced prostitution or commercial sexual exploitation of minors. This would infer that the feminist divide and especially the line of conflict about „legal prostitution“ play into the construction of masculinities and the “representation of women“ amongst others in the military and can be highly problematic in view of war-related sexual violence. It can be concluded that the full array
of strategies against sexual violence in conflict has not been explored or collected yet.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
rape conflict war peacekeeping sexual-violence prostitution trafficking global-south military humanitarian-aid
Schlagwörter
(Deutsch)
Vergewaltigung Sexualisierte-Gewalt Krieg Peacekeeping Blauhelme Prostitution Menschenhandel Globaler-Süden Entwicklungszusammenarbeit Militär
Autor*innen
Mina Lahlal
Haupttitel (Englisch)
Sexual violence in the context of war
Hauptuntertitel (Englisch)
continuities and options for action
Paralleltitel (Deutsch)
Sexualisierte Kriegsgewalt ; Kontinuitäten, Gegenstrategien und Handlungsoptionen
Publikationsjahr
2014
Umfangsangabe
211 S. : Ill.
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Stefanie Wöhl
Klassifikation
89 Politologie > 89.75 Internationale Konflikte: Allgemeines
AC Nummer
AC12055639
Utheses ID
28981
Studienkennzahl
UA | 057 | 390 | |
