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Kollektives Gedächtnis und imaginäres Archiv in galicischer Gegenwartsliteratur
Manuel Rivas' "En salvaje compañía" und Suso de Toros "Trece campanadas"
Monika Kraigher
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Jörg Türschmann
DOI
10.25365/thesis.32652
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29143.53658.639270-0
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Galicische Literatur ist in Bezug auf das kollektive Gedächtnis maßgeblich durch zwei Charakteristika geprägt: Einerseits besinnen sich galicische AutorInnen seit dem rexurdimento, einer Strömung, die auf die Wiederbelebung der galicischen Literatur und Sprache abzielte, immer wieder auf ihren keltischen Ursprung, indem sie Mythen und Legenden in ihre Werke inkludieren und auf diese Weise versuchen, die galicische Nation zu legitimieren. Andererseits war die Zeit nach der Diktatur Francos durch einen sogenannten "Pakt des Schweigens" geprägt, im Zuge dessen die öffentliche Aufarbeitung dieser tragischen Episode in Spaniens Geschichte unterdrückt wurde. In einem galicischen Kontext ist das kollektive Gedächtnis aus diesem Grund immer mit der Frage nach der galicischen Identität bzw. Nation verwachsen. Diese Arbeit widmet sich der zentralen Fragestellung, inwiefern galicische Gegenwartsliteratur das kollektive Gedächtnis darstellt, es inszeniert bzw. in neue Zusammenhänge überführt, wobei sich die Analyse auf zwei Werke der gegenwärtig wohl bekanntesten galicischen Autoren stützt: Manuel Rivas’ "En salvaje compañía" und Suso de Toros "Trece campanadas". Den theoretischen Hintergrund bilden zentrale Ansätze der soziologischen Gedächtnisforschung, Maurice Halbwachs’ Konzept des "kollektiven Gedächtnisses", sowie Aleida und Jan Assmanns Theorie zum "kommunikativen und kulturellen Gedächtnis". Dabei liegt ein Fokus auf der Art und Weise, wie die Autoren das kollektive Gedächtnis neu inszenieren, um Alternativen zu bestehenden Deutungen des kollektiven Gedächtnisses anzubieten bzw. inwiefern eine vielseitige Perspektivenwahl ein heterogeneres Bild auf die Geschichte, sowie die Mythen und Legenden, die in den Romanen integriert sind, ermöglicht. Zudem werden sogenannte "lieux de mémoire", ‚Erinnerungsorte’, der galicischen Nation auf Grundlage der Theorie von Pierre Nora erarbeitet.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
kollektives Gedächtnis lieux de mémoire galicische Gegenwartsliteratur galicische Identität
Autor*innen
Monika Kraigher
Haupttitel (Deutsch)
Kollektives Gedächtnis und imaginäres Archiv in galicischer Gegenwartsliteratur
Hauptuntertitel (Deutsch)
Manuel Rivas' "En salvaje compañía" und Suso de Toros "Trece campanadas"
Publikationsjahr
2014
Umfangsangabe
125 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Jörg Türschmann
Klassifikationen
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.91 Literatursoziologie ,
18 Einzelne Sprachen und Literaturen > 18.20 Romanische Sprachen und Literaturen: Allgemeines
AC Nummer
AC11726331
Utheses ID
28994
Studienkennzahl
UA | 190 | 344 | 353 |
