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Ermittlung der Lebensmittelaufnahme sowie der psychischen Befindlichkeit von institutionalisierten SeniorInnen vor, während und nach einer 6-monatigen Lebensstilintervention
Barbara Rupitsch
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Lebenswissenschaften
Betreuer*in
Karl-Heinz Wagner
DOI
10.25365/thesis.32694
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29521.73116.464063-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Einleitung und Fragestellung: Der Alterungsprozess birgt viele gesundheitliche
Risiken. Durch entsprechende Ernährungsmaßnahmen sowie ausreichender
körperlicher Aktivität können diese Risiken minimiert werden und eine altersbedingte
physische und psychische Degeneration hinausgezögert werden,
womit ein erfolgreiches und gesundes Altern ermöglicht wird. Ziel dieser Arbeit
war es, das Ernährungsverhalten sowie die psychische Befindlichkeit vor, während
und nach einer Ernährungs- und Bewegungsintervention von SeniorInnen
in ausgewählten Wiener Pensionistenwohnheimen zu untersuchen. Dabei wurde
versucht, etwaige Unterschiede zwischen den Geschlechtern, den Altersgruppen,
den fünf Häusern sowie zwischen den Interventionsgruppen herauszufiltern.
Material und Methoden: Zum einen wurden mit Hilfe des Food FrequencyQuestionnaire
(FFQ) die Ernährungsgewohnheiten der Interventionsgruppen
(n=105) vor Studienstart (T1), nach 3 Monaten (T2) sowie nach 6 Monaten
(T3) festgehalten und ausgewertet. Die Intervention umfasste drei Gruppen:
Gruppe Training, Gruppe Training&Ernährung und Gruppe Kognition.
Zweimal wöchentlich wurde mit den Gruppen Training und Training&Ernährung
ein Krafttraining absolviert, wobei man der Gruppe Training&Ernährung zusätzlich
ein Nährstoffpräparat verabreichte. Die Gruppe Kognition, mit welcher man
in dieser Zeit ein Gedächtnistraining absolvierte, stellte die Kontrollgruppe dar.
Zum anderen wurde der psychische Zustand der selbigen ProbandInnen mittels
der Geriatrischen Depressionsskala (GDS) vor, während und nach der Intervention
ermittelt.
Ergebnisse: Die Ernährungsgewohneiten der SeniorInnen entsprechen, wie
auch schon im Österreichischen Ernährungsbericht 2012 festgehalten wurde,
selten den D-A-CH-Referenzwerten. Insbesondere der häufige Verzehr von tierischen
Produkten (Butter, Fleisch und Wurstwaren) sowie der niedrige Konsum
von pflanzlichen Produkten (Gemüse, Hülsenfrüchte und Obst) zeigen, dass
Handlungsbedarf besteht, um die Ernährungsmuster von alten Menschen zu
durchbrechen bzw. um die Häuser vegetarischer zu gestalten. Ein ähnliches
Bild zeigt sich zwischen den Geschlechtern, Altersgruppen und den Häusern.
Im Verlauf der Intervention ergeben sich geringe Veränderungen der Häufigkeitsangaben
innerhalb der einzelnen Interventionsgruppen, wobei in der Kontrollgruppe
die markantesten ↑eränderungen gemessen wurden (Obst (frisch)
(p = 0,035), Süßstoff (p = 0,046), Alkohol (p = 0,025), Getreideprodukte
(Reis: p = 0,021; Nudeln und Teigwaren: p = 0,019; Weißbrot: p = 0,038),
Milch und Milchprodukte (Vollmilch: p = 0,004; Normalfettjoghurt: p = 0,033;
Topfencreme: p = 0,042)). In der Trainingsgruppe verändert sich im Verlauf der
Obst-, Butter-, süße Brotaufstrichekonsum sowie der Wurstwaren- und Brotverzehr
(Obst verarbeitet (Kompott, Mus) (p = 0,046), Butter (p = 0,008), süße
Brotaufstriche (p = 0,046), Wurstwaren (p = 0,048), Mischbrot (p = 0,022)).
Im Gegensatz dazu verändern sich in der Trainings- und Ernährungsgruppe der
Konsum an Frucht- und Gemüsesäften, der ↑erzehr an „Süßem“ und der Alkoholkonsum
(Frucht- und Gemüsesäfte (p = 0,037), Kuchen und Torten (p =
0,035), Wein und Sekt (p = 0,035)). Einen Trend in der Verbesserung der
psychischen Befindlichkeit konnte lediglich in der Kontrollgruppe festgestellt
werden, indem die Zahl der nicht depressiven Personen im Verlauf gestiegen ist
(T1: 65,6%; T2: 77,8%; T3: 80,0%), sowie ein Rückgang der leicht depressiven
Personen beobachtet wurde (T1: 31,3; T2: 11,1%; T3: 12,0%).
Schlussfolgerung: Aufgrund der stetig steigenden Lebenserwartung muss
verstärkt ein Augenmerk auf die Personengruppe der SeniorInnen gelegt werden.
Hierbei steht die Wissensvermittlung an den alternden Menschen, sowie
ebenso an dessen Umfeld (Angehörige, Pflegepersonal, etc.) an erster Stelle.
Mittels Ernährungs-, Bewegungs- und kognitiven Maßnahmen in Form von verschiedenen
Interventionen können Steine, welche einem erfolgreichen Altern im
Wege liegen, aus dem Weg geräumt werden.
Abstract
(Englisch)
Introduction and Objective: Aging is accompanied by many health risks,
which might be minimized by nutritional interventions and adequate physical
activity. Furthermore the age-related physical and mental degeneration can be
delayed to enable a healthy and successful way of aging. The main objective of
this study was to determine nutritional habits and the psychological state of elderly
people in selected retirement homes in Vienna before, during and after a
nutritional and exercise intervention. Differences between gender, age groups,
the five retirement homes and the intervention groups were investigated.
Material and Methods: Using the Food Frequency Questionnaire (FFQ) we
were able to determine participant`s (n=105) nutritional habits, before (T1), after
3 months (T2) and after 6 months. Participants were devided into groups: training
group, training&nutrition group and cognition group. The training and training&
nutrition groups had to complete strength training twice a week, whereby
the group training&nutrition additionally received a nutrient supplement. The
cognition group, representing the control group, performed a cognitive training
carried out at the same time. Using the Geriatric Depression Scale (GDS),
which was the second part of this thesis, we were able to determine the physiological
state of the examined population.
Results: The subject`s nutritional habits were, similar to the data of the Austrian
Nutrition Report 2012, not conform with the D-A-CH recommendations. Especially
the frequent consumption of animal products (like butter, meat and sausage
products) and the low consumption of plant based products (like vegetables,
legumes and fruits) showed that actions are needed to change the diet
patterns of old people. One way to deal with that problem could be to offer more
vegetarian meals in the retirement homes. Regarding sex, age and house category,
data between the intervention groups differ only slightly. Most of these
changes could be observed in the control group (fruits (p = 0,035), sweetener
(p = 0,046), alcohol (p = 0,025), cereal products (rice: p = 0,021; noodels:
p = 0,019; white bread: p = 0,038), milk and milk products (milk: p = 0,004;
yoghurt: p = 0,033; curd crème: p = 0,042)). In the training group differences in
the consumption of fruits, butter, sweet bread toppings, sausages products and
also bread could be detected (processed fruit products (p = 0,046), butter (p
= 0,008), sweet bread toppings (p = 0,046), sausages products (p = 0,048),
mixed bread (p = 0,022)). On the contrary differences in the training&nutrition
group were measured in the consumption of fruit- and vegetable juices, sweets
and alcohol (fruit- and vegetable juices (p = 0,037), cakes (p = 0,035),
wine (p = 0,035)). Beneficial effects regarding the psychological state of the intervention
groups could only be observed in the control group (not depressed:
T1: 65,6%; T2: 77,8%; T3: 80,0%; slightly depressed: T1: 31,3; T2: 11,1%; T3:
12,0%).
Conclusion: Due to the increasing life expectancy we have to focus on the
group of the elderly. A fundamental part should be the transfer of knowledge to
the ageing population, as well on their environment (relatives, nurses and so
on). Interventions, which include the important sectors nutrition and physical
activity, could be effective and of major significance for a successful and healthy
ageing.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
nutritional habits of elderly people in retirement homes psychological state intervention program
Schlagwörter
(Deutsch)
Ernährung bei institutionalisierten SeniorInnen psychologische Befindlichkeit Lebensstilintervention
Autor*innen
Barbara Rupitsch
Haupttitel (Deutsch)
Ermittlung der Lebensmittelaufnahme sowie der psychischen Befindlichkeit von institutionalisierten SeniorInnen vor, während und nach einer 6-monatigen Lebensstilintervention
Publikationsjahr
2014
Umfangsangabe
IX, 144 S. : Ill., graf. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Karl-Heinz Wagner
Klassifikation
30 Naturwissenschaften allgemein > 30.30 Naturwissenschaften in Beziehung zu anderen Fachgebieten
AC Nummer
AC11711921
Utheses ID
29032
Studienkennzahl
UA | 066 | 838 | |
