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Hybridity in transnational justice
a qualitative evaluation of hybrid approaches in post-conflict societies ; the case of Rwanda
Laura-Anna Frühwald
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Betreuer*in
Gernot Stimmer
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.32765
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29866.50071.691769-2
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Transitional Justice ist ein wissenschaftliches und praktisches Forschungsfeld, welches sich mit der Aufarbeitung einer gewaltsamen Vergangenheit, in Gesellschaften nach einem totalitären Regime oder Konflikt, beschäftigt um den Grundstein für eine friedliche Zukunft zu schaffen. Zentral dabei sind Wahrheit, Gerechtigkeit und Versöhnung. Herkömmliche Ansätze der Transitional Justice sind an westlichen Konzepten von Recht, Demokratie und Konfliktlösung orientiert. Diese standardisierten Ansätze erzielen jedoch oft nicht die gewünschten Ergebnisse. Daher sind in der jüngsten Vergangenheit Tendenzen zu einem Interesse an alternativen Herangehensweisen zu verzeichnen. In diesem Zusammenhang haben hybride Ansätze Aufmerksamkeit erregt. Dennoch sind diese bis dato nur selten Gegenstand eingehender Forschung und wissenschaftlicher Auseinandersetzungen. Die vorliegende Arbeit hat zum Ziel hybride Ansätze der Transitional Justice grundlegend zu untersuchen. Dabei geht es um eine kritische Betrachtung der Vor- und Nachteile und deren Wirkung in post-Konflikt Gesellschaften. Im ersten Teil der Arbeit werden allgemeine Themen und Problemfelder sowie verschieden Ansätze der Transitional Justice mit Hilfe von Sekundärliteratur dargestellt und theoretisch betrachtet. Dies wird durch die Analyse eines konkreten Fallbeispiels ergänzt. Dabei handelt es sich um das Fallbeispiel Ruandas, wo nach dem Genozid von 1994, lokale, auf einem traditionellen Rechtssystem basierende Dorfgerichte (Gacaca) eingesetzt wurden. Hybride Ansätze gehen über eine reine Vermischung von westlichen und traditionellen Elementen hinaus und sind komplexer als vorerst angenommen. Dennoch bringen sie einige Vorteile mit sich. Im Idealfall passen sie sich lokalen Begebenheiten besser an und führen durch erhöhte Partizipation und Legitimität zu besseren Erfolgen in der Konfliktlösung. Diese Arbeit versteht sich daher auch als konstruktive Kritik an bisherigen Ansätzen.
Abstract
(Englisch)
Transitional justice is a field of practice and research that is concerned with how societies deal with a troubled past, after periods of authoritarian rule or conflict, to create a peaceful future. There are numerous approaches that essentially aim at justice, truth, and reconciliation. However, the primary focus in the past has been on western concepts of law, democratization, and conflict resolution. These measures have often failed to deliver the desired results. As a consequence, alternatives, such as hybrid approaches, have been explored. Hybrid approaches have caught the attention of practitioners and researchers alike. Yet only a few scholars have engaged with the concept of hybridity in transitional justice. The aim of the present thesis is to provide an in-depth study of hybrid approaches to transitional justice in post-conflict societies. It seeks to produce a theoretical construct of hybridity and an evaluation of the advantages and disadvantages of hybrid approaches. In addition to relying on academic literature, this thesis investigates the case of Rwanda. Following the genocide of 1994, community courts (Gacaca), based on a traditional model of jurisdiction, were adapted and installed. Simply described as a mixture of western and traditional elements, hybrid approaches are much more complex than they might appear at first. Nonetheless, they have a range of positive attributes, such as being more contextual, culturally appropriate, and accepted, than conventional, standardize approaches. Therefore, this thesis also offers a critique and evaluation of conventional approaches and an exploration of transitional justice as a field in general.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
transitional justice conflict resolution reconciliation liberal peace traditional approaches hybridity Rwanda Gacaca
Schlagwörter
(Deutsch)
Transitional Justice Konfliktlösung Versöhnung traditionelle Ansätze Hybridität Ruanda Gacaca
Autor*innen
Laura-Anna Frühwald
Haupttitel (Englisch)
Hybridity in transnational justice
Hauptuntertitel (Englisch)
a qualitative evaluation of hybrid approaches in post-conflict societies ; the case of Rwanda
Paralleltitel (Deutsch)
Hybridität in der Transitional Justice ; eine qualitative Evaluation hybrider Ansätze in post-Konflikt Gesellschaften am Beispel Ruandas
Publikationsjahr
2014
Umfangsangabe
V, 137 S. : Kt.
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Gernot Stimmer
Klassifikation
89 Politologie > 89.76 Friedensforschung, Konfliktforschung
AC Nummer
AC11753190
Utheses ID
29098
Studienkennzahl
UA | 066 | 824 | |
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