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Das Recht auf Bildung in Kolumbien
eine diskursanalytische Untersuchung über die Diskrepanz zwischen Ideal und "Wirklichkeit"
Yvonne Teufel
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Margit Thir
DOI
10.25365/thesis.32768
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29151.29191.974566-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Ziel der vorliegenden Arbeit war es eine mögliche Diskrepanz in der Formulierung des gesetzlichen Ideals des Rechts auf Bildung für Kinder in Kolumbien und der Erfüllung dieses Rechts in der von kolumbianischen Printmedien präsentierten Realität aufzuzeigen. Im Zuge der Beantwortung der Forschungsfrage wurden die Internationale Konvention über die Rechte des Kindes, die aktuelle politische Verfassung Kolumbiens und Artikel aus dem Bildungsdiskurs des Jahres 2012 der Online-Portale der beiden auflagenstärksten Tageszeitungen Kolumbiens, El Tiempo und El Espectador, untersucht und einander gegenübergestellt. Als Methode diente die Diskursanalyse nach Fellerer/Metzeltin, mit Hilfe derer etwaige, den Untersuchungsgegenständen inhärente oder von ihnen suggerierte, Machtstrukturen und Hierarchien aufgezeigt werden sollten. Durch die Einbettung der jeweiligen Untersuchungsgegenstände in ihren Kontext und die Präsentation aktueller Erkenntnisse zur politisch-en und sozialen Realität Kolumbiens sollten mögliche Perspektiven in der Darstellung von Akteuren im Bildungskontext deutlich werden.
Die Ergebnisse der Untersuchung zeigen eine deutliche Rollenzuweisung in den analysierten gesetzlichen Idealen: Kinder sind ein schutzbedürftiger, „un-mächtiger“ Akteur in der Gesellschaft und es obliegt der Gesellschaft, dem Staat, den Lehrern und den Familien für die Erfüllung der Rechte der Kinder - in diesem Fall speziell des Rechts auf Bildung - zu sorgen. In der Medienberichterstattung über die „Wirklichkeit“ wird jedoch deutlich, dass dieses Recht in Kolumbien nicht vollständig für alle Kinder erfüllt wird und in einigen Bereichen noch enorme Defizite bestehen. Außerdem nehmen Staat oder Regierung und ihre jeweiligen Vertreter im Mediendiskurs eine wichtige Machtposition ein, während die Rolle von anderen Akteuren, wie Lehrern oder Eltern eine im Allgemeinen eher „un-mächtige“ ist. Die Berichterstattung der beiden untersuchten Tageszeitungen unterscheidet sich insofern, als die gesell-schaftlichen Machtstrukturen im Bildungsbereich, sowie Entscheidungen der Regierung und ihrer Vertreter von El Espectador zum Teil kritisiert werden, während in El Tiempo keine Kritik an vorhandenen Strukturen oder Machthabern geäußert wird.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Diskursanalyse Kolumbien Recht auf Bildung Kinderrechtskonvention Verfassung Printmedien Macht
Autor*innen
Yvonne Teufel
Haupttitel (Deutsch)
Das Recht auf Bildung in Kolumbien
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine diskursanalytische Untersuchung über die Diskrepanz zwischen Ideal und "Wirklichkeit"
Publikationsjahr
2014
Umfangsangabe
121 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Margit Thir
Klassifikationen
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.63 Textlinguistik ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.69 Sprachwissenschaft: Sonstiges
AC Nummer
AC11726564
Utheses ID
29100
Studienkennzahl
UA | 190 | 350 | 353 |
