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Penetration von Cefazolin und Linezolid in das Sternum von Patienten nach intravenöser Verabreichung
Mario Schwentenwein
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Lebenswissenschaften
Betreuer*in
Walter Jäger
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29527.60403.197766-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Eine Sternuminfektion ist die Hauptkomplikationen bei Herzoperationen, die zwar nur in < 10 % der Patienten auftritt, jedoch eine Morbiditätsrate von 50 % aufweist. Zur Prophylaxe werden daher hochdosierte Antibiotika, wie Cefazolin, ein Cephalosporin der ersten Generation, und Linezolid, ein neues Makrolidantibiotikum, routinemäßig verabreicht. In der vorliegenden Diplomarbeit sollte mittels HPLC-Analyse von Plasma- und Gewebsflüssigkeitsproben, die mittels Mikrodialyse aus dem Sternumgewebe gewonnen wurden, die tatsächliche Konzentration der Arzneistoffe im Knochengewebe bestimmt werden, um jetzige Dosierschemata eventuell neu zu adaptieren.
Im Rahmen dieser Arbeit wurde aufgezeigt, dass die erforderliche Wirkkonzentration von Cefazolin im Knochengewebe für mindestens 30 – 40 % des Therapieintervalls erreicht wurde und somit eine ausreichende Penetration des Knochens mit Cefazolin gewährleistet ist. Für Linezolid konnte eine ausgezeichnete Penetration von in den spongiösen Knochen gezeigt werden. Jedoch lag die Gewebskonzentrationen nur in 56 % der gemessenen Zeit über der erforderliche Wirkkonzentration. Das verwendete Dosierschema für Linezolid ist daher unter Umständen nicht ausreichend, um im vollen Umfang vor Infektionen zu schützen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die gemessenen Konzentrationen von Cefazolin in Plasma und Knochengewebe ausreichend sind, um bestmöglichen Schutz vor bakteriellen Infektionen zu gewährleisten. Die Verwendung von Linezolid ist aufgrund seines guten Penetrationsverhaltens vielversprechend, jedoch ist eine Anpassung des Dosierschemas speziell bei einer Infektion mit Staphylococcus aureus zu empfehlen
Abstract
(Englisch)
Sternal wound infection is a severe complication after cardiac surgery, occurring at < 10 % of patients with a high mortality rate of 50 %. Prophylactic high doses of antibiotics are routinely applied during surgery to avoid wound infections, however insufficient tissue concentrations are probably responsible for therapy failure. Therefore, in the present study the penetration of cefazolin, a first generation cephalosporine, and linezolid, a new macrolid antibiotic agent, into bone tissue was measured in patients undergoing cardiac surgery by HPLC analysis of in vivo microdialysis samples. Our data shows that the required concentration of cefazolin for relevant bacteria can be achieved for 30 – 40 % of the therapy – interval, ensuring sufficient penetration of the drug into the sternum. Despite its high penetration rates into the bone tissue, linezolid concentrations failed to reach the recommended concentration for 45 % of the therapy interval. In conclusion, it can be stated that the observed plasma and bone concentrations of cefazolin are adequate to provide the best possible protection against bacterial infections. Based on its high bone penetration the use of linezolid for prophylaxis of deep wound infections is promising, however the actual dosing regimens should be adjusted to achieve effective tissue concentrations.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
cefazolin linezolid penetration bone HPLC
Schlagwörter
(Deutsch)
Cefazolin Linezolid Penetration Knochen HPLC
Autor*innen
Mario Schwentenwein
Haupttitel (Deutsch)
Penetration von Cefazolin und Linezolid in das Sternum von Patienten nach intravenöser Verabreichung
Paralleltitel (Englisch)
Penetration of cefazolin and linezolid into sternum of patients after intravenous application
Publikationsjahr
2014
Umfangsangabe
73 S. : Ill., graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Walter Jäger
Klassifikation
44 Medizin > 44.40 Pharmazie, Pharmazeutika
AC Nummer
AC11675918
Utheses ID
29188
Studienkennzahl
UA | 449 | | |
