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Die Grenze der Beschleunigung
eine Untersuchung über den Umgang mit Kommunikations- und Informationsmedien vor dem Hintergrund des Wunsches nach Entschleunigung
Julia Domann
Art der Arbeit
Magisterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Betreuer*in
Wolfgang Duchkowitsch
DOI
10.25365/thesis.32901
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29276.73420.945669-1
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Im Zuge technologischer Entwicklungen hat sich in der Gesellschaft eine soziale Beschleunigung entwickelt, die das Alltagsleben der Menschen stark beeinflusst und sie vor große Herausforderungen stellt. Der Soziologe Hartmut Rosa postuliert in seiner Theorie der Moderne, dass durch die hohen kognitiven Anforderungen die Grenze der Beschleunigung schon lange erreicht sein müsste. Zudem sind auch in der Gesellschaft Gegentendenzen erkennbar, die den Wunsch nach einem langsameren Leben deutlich machen. Slow Food, Yoga, Meditation und die Wiederbelebung des Feierabends sind Beispiele für die gesellschaftliche Entschleunigungstendenz.
Ausschlaggebend für die hohe Beschleunigungsrate der letzten Jahre sind die Entwicklungen in der Kommunikations- und Informationstechnologie. Aus dem Gegensatz,nämlich der Wunsch nach Langsamkeit zum einen und der stetig wachsenden technologischen Entwicklungen zum anderen, ergibt sich das Thema dieser Arbeit. Vor dem Hintergrund der Mediatisierungstheorie wird untersucht, wie sich der Wunsch nach einem langsameren Leben auf den Umgang mit mobilen Kommunikationsmedien, die als Beschleunigungs-verursacher bezeichnet werden können, niederschlägt.
Durch qualitative Leitfadeninterviews konnte herausgestellt werden, dass auch im Kommunikations- und Informationsverhalten eine Grenze erreicht ist, die als Rückwärts-trend zur allgemeinen Beschleunigung interpretiert werden kann.
Dies wird deutlich durch ein Bewusstsein für die hohen Kommunikationsanforderungen, die zu einer Abwehrhaltung gegenüber einem zu hohen Einfluss mobiler Kommunikations-medien und zu einer hohen Kontrolle des eigenen Kommunikationsverhaltens führt. Dennoch sind die technischen Möglichkeiten notwendig, um Kommunikations- und Informationsbedürfnisse zu befriedigen. Es lässt sich somit nach dieser Untersuchung vermuten, dass sich der Rückwärtstrend in einem anderen Umgang mit Kommuniaktions- und Informationsmedien und nicht in einem Rückschritt von technischen Möglichkeiten äußert.
Abstract
(Englisch)
Due to technological innovations society has developed a high level of social speed, which determines the people’s everyday life and thus makes them face major challenges. The sociologist Hartmut Rosa postulated in his theory of Modernism that, because of the huge cognitive demands, the speed limit actually must have been achieved a long time ago. Furthermore, counter tendencies in different sectors of society can be observed, which express the desire of the people for a slower life. Slow Food, yoga, meditation, and the revival of the „after-work-time“ are some of the examples regarding the social deceleration.
The developments in communication and information technology are the decisive factors for the high rate of acceleration within the last years. The consequence of the contrast, namely the desire for slowness on the one hand and the ever-growing technological developments on the other, is the topic of this paper. In the context of the theory of mediatization this research examines, how the desire for a slower life is reflected in the use of mobile communication media which can be identified as the causer of acceleration.
Through qualitative semi-structured interviews designed for this investigation, a speed limit in communication and information behavior was exposed. This can be interpreted as a down-trend to the general acceleration.
The results clearly show, that the increased awareness of the high communication requirements leads to a defensiveness towards the strong influence of mobile communication media and at the same time to an increased control of the own communication behavior. Nevertheless, the technical possibilities are necessary to satisfy the communication and information needs. Therefore after this study it can be assumed that the backward tendency towards a slower life is expressed in a different use of communication and information media and not in a regression regarding the technical possibilities.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Beschleunigung Entschleunigung Mobile Technologien Wertewandel Kommunikationsverhalten Informationsverhalten Mediatisierung
Autor*innen
Julia Domann
Haupttitel (Deutsch)
Die Grenze der Beschleunigung
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine Untersuchung über den Umgang mit Kommunikations- und Informationsmedien vor dem Hintergrund des Wunsches nach Entschleunigung
Publikationsjahr
2014
Umfangsangabe
152 S. : graf. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Wolfgang Duchkowitsch
Klassifikation
05 Kommunikationswissenschaft > 05.20 Kommunikation und Gesellschaft
AC Nummer
AC11825488
Utheses ID
29221
Studienkennzahl
UA | 066 | 841 | |
