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In zweiter Reihe
zur Position der Schriftstellerin Erna Blaas im Literaturbetrieb zur Zeit des Nationalsozialismus anhand der Korrespondenzen in ihrem Nachlass
Carolina Pertoll
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Roland Innerhofer
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.32918
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29433.65778.848255-4
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Ausgehend von der Sichtung, Sortierung und Verzeichnung des Briefnachlasses der österreichischen Schriftstellerin Erna Blaas (1895–1990) am OÖ. Landesarchiv/Adalbert-Stifter-Institut beleuchtet die vorliegende Arbeit die Position der Trägerin des ersten Georg-Trakl-Preises für Lyrik 1957, des Adalbert-Stifter-Preises für Literatur 1969 und weiterer Auszeichnungen der Zweiten Republik zur Zeit des Nationalsozialismus. Zur Kontextualisierung erfolgt zunächst die Darstellung des aktuellen Forschungsstandes zu Literatur und Nationalsozialismus über die Themen der nationalsozialistischen Kultur- und Literaturpolitik auf heutigem deutschen und österreichischen Gebiet, die Wechselwirkung von Literatur und Politik im Kontext des diktatorischen Systems sowie die unterschiedlichen Haltungen einzelner Schriftsteller/innen innerhalb des historischen literarischen Betriebs. Vor diesem Hintergrund gilt es schließlich die Einzelposition von Erna Blaas zu lokalisieren. Die Dichterin trat in den 1930er und 1940er Jahren vor allem durch NS- und führerverherrlichende Gedichte hervor, zählte jedoch nicht zu den repräsentativsten Literaturexporten der ‚Ostmark‘. Unter Einbezug der Aspekte der Gattung Lyrik, Blaas’ primär regionalen Wirkungsbereichs sowie ihres Geschlechts basiert die Untersuchung auf der Annahme einer literaturwissenschaftlichen und literaturgeschichtlichen Positionierung von Erna Blaas in der zweiten Reihe des nationalsozialistischen Literaturbetriebs. Anhand ausgewählter Schriftstücke der fast 9.400 Korrespondenzen von etwa 800 verschiedenen Personen des 19. und 20. Jahrhunderts wird dieser Hypothese quellenkritisch nachgegangen. Die dabei aufgegriffenen Themenfelder betreffen die Produktion und Publikation propagandistischer NS-Literatur von Blaas, die persönliche Haltung der Schriftstellerin gegenüber der Ideologie des Nationalsozialismus, ihre öffentlichen Auftritte und die literarischen Netzwerke rund um sie. Da in Relation zu den archivierten Von-Blaas-Briefen die An-Blaas-Schreiben überwiegen, rückt auch auf der Ebene des Nachlassmaterials die Schriftstellerin in die zweite Reihe. Die umfangreichen Briefverzeichnisse finden sich im Anhang der Arbeit. Diese Einzelstudie versteht sich somit als ein Beitrag zur regionalen Literaturgeschichtsschreibung, zur kritischen Nachlassbearbeitung im germanistischen Fach, zur Frauen- und Geschlechtergeschichte sowie zum Forschungsfeld Nationalsozialismus und Literatur.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Schriftstellerin Nachlassbearbeitung Literaturbetrieb Nationalsozialismus Briefverzeichnis
Autor*innen
Carolina Pertoll
Haupttitel (Deutsch)
In zweiter Reihe
Hauptuntertitel (Deutsch)
zur Position der Schriftstellerin Erna Blaas im Literaturbetrieb zur Zeit des Nationalsozialismus anhand der Korrespondenzen in ihrem Nachlass
Publikationsjahr
2014
Umfangsangabe
196 S. : graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Roland Innerhofer
Klassifikationen
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.71 Literaturgeschichte ,
71 Soziologie > 71.33 Frau ,
89 Politologie > 89.21 Faschismus
AC Nummer
AC11705094
Utheses ID
29238
Studienkennzahl
UA | 190 | 333 | 313 |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1