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König Jakob IV. in John Leslies Schottlandchronik von 1578
mit einleitendem Essay, Text, Kommentar und Übersetzung
Bernhard Claus Söllradl
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Robert Wallisch
DOI
10.25365/thesis.33064
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29928.73020.774170-6
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
John Leslie gehört neben Hector Boece und seinem Zeitgenossen George Buchanan zu den wichtigsten schottischen Historiographen der Renaissance. Wenn sein Hauptwerk, die De Origine, Moribus, Et Rebus Gestis Scotorum Libri Decem, auch im 16. und 17. Jhdt. weite Verbreitung gefunden und das Bild Schottlands in- und außerhalb Großbritanniens entscheidend mitgeprägt hat, lässt sich für die Jahre nach 1900 kaum noch wissenschaftliche Beschäftigung mit dem Werk an sich feststellen. Um dem Abhilfe zu schaffen, soll ein Teil der De Origine Libri Decem, die Beschreibung der Herrschaft von König Jakob IV. aus dem 8. Buch, im Rahmen der vorliegenden Diplomarbeit eine den gängigen philologischen Standards entsprechende Edition erfahren.
Die 10 Bücher von Leslies Geschichtswerk zerfallen in zwei Teile: Die Bücher I-VII behandeln in meist recht katalogartiger Form die schottische Frühgeschichte, wobei das erste Buch mit seiner Beschreibung der Topographie und Kultur Schottlands sowie dem eingefügten Ursprungsmythos eine Sonderstellung einnimmt. Die Bücher VIII-X nähern sich der Zeitgeschichte des Autors an und sind daher detailreicher und als Quelle verlässlicher, wenn sie auch vor dem Hintergrund gelesen werden müssen, dass John Leslie als enger Vertrauter und Anhänger Maria Stuarts in seiner Interpretation der schottischen Geschichte stets darauf abzielt, Marias Anspruch auf den englischen Thron in Nachfolge von Elizabeth I. zu legitimieren und den Katholizismus in Schottland zu stärken. Gerade dieser Aspekt wird auch in der Kommentierung der bearbeiteten Passage über Jakob IV. herausgearbeitet, der mit seiner Hochzeit mit Margaret Tudor den Grundstein für Maria Stuarts Anspruch auf den englischen Thron legte und dessen Verhältnis zum Nachbar England stets ein konfliktreiches und spannungsgeladenes war.
In einem einleitenden Essay (Kap. 2) werden die biographischen, literarischen, zeit- und geistesgeschichtlichen Kontexte erläutert sowie die verfügbaren Quellen diskutiert. Den Kern der Arbeit stellen die Edition des lateinischen Textes (Kap. 3), die Übersetzung und der Kommentar (Kap 4) dar. Der lateinische Text wird dabei in gängiger Interpunktion und Orthographie präsentiert, die Übersetzung bietet ein gut lesbares Deutsch und der Kommentar soll neben der Klärung allfälliger sprachlicher und geographischer Fragen das Schottland unter Jakob IV. in Hinblick auf politische, gesellschaftliche und religiöse Strukturen verständlich machen. Die Arbeit wird abgerundet durch das ausführliche Literaturverzeichnis (Kap. 5) und den Anhang (Kap. 6) mit Bildmaterial aus dem Originaldruck.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
John Leslie Jakob IV. De Origine, Moribus, et Rebus Gestis Scotorum
Autor*innen
Bernhard Claus Söllradl
Haupttitel (Deutsch)
König Jakob IV. in John Leslies Schottlandchronik von 1578
Hauptuntertitel (Deutsch)
mit einleitendem Essay, Text, Kommentar und Übersetzung
Publikationsjahr
2014
Umfangsangabe
133 S. : Ill.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Robert Wallisch
AC Nummer
AC12184941
Utheses ID
29368
Studienkennzahl
UA | 190 | 344 | 338 |
