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Gehorsamkeitsbereitschaft von diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegepersonen im stationären Krankenhauskontext
Joachim-Arno Habart
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Betreuer*in
Arnd Florack
DOI
10.25365/thesis.33068
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29596.44290.309466-6
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Gehorsamkeit wird als zielführender und wichtiger Bestandteil des täglichen gesellschaftli- chen Lebens verstanden und trägt maßgeblich zur Bildung eines Systems der Autorität bei. Hierarchische Strukturen im Krankenhauskontext in Bezug auf die Gehorsamkeitsbereit- schaft wurden durch Feldexperimente (Hofling et al, 1966; Rank & Jacobson, 1978) und zwei Studien (Krackow & Blass, 1995; Antes. 2008) erfasst und bilden somit den Ausgangspunkt dieser Studie. Die Auswirkungen von Gehorsamkeit und Konformität im Krankenhauskon- text kann zum Beispiel durch falsche Medikamentenversorgung zu fatalen Folgen führen. Der Gehorsamkeitsaspekt unterliegt den sich ständig ändernden Arbeitsumwelten und recht- lichen Anpassungen der Gesellschaft. Diese Arbeit untersucht durch welche Determinanten die Gehorsamkeit von Personen des Pflegedienstes im Krankenhaus bedingt wird und welche Wechselwirkungen zwischen diesen Faktoren bestehen.
Die Studie wurde mittels Online-Befragung landesweit in 42 österreichischen Krankenhaus- einrichtungen aller 9 Bundesländer durchgeführt. Insgesamt nahmen 434 Personen des dip- lomierten Pflegepersonals, davon waren 90 männlich und 344 weiblich, an der Befragung teil. Um zusätzlich eine Fremdeinschätzung gewährleisten zu können wurden auch 66 Perso- nen des ärztlichen Personals in die Studie aufgenommen, davon waren 33 männlich und 33 weiblich.
Aus den Ergebnissen geht klar hervor, dass die Persönlichkeitsfaktoren keinen weitreichen- den Einfluss auf die Gehorsamkeitsbereitschaft von Pflegepersonen haben. Die Unterschiede und Zusammenhänge zwischen den Gruppen wurden mittels t-Tests und Korrelationsanaly- sen untersucht. Hier zeigte sich, je höher die Berufserfahrung und das Alter einer Pflegeper- son ist, desto eher verhält sie sich ungehorsam. Jedoch je eher Pflegepersonen hierarchische Systeme bevorzugen und sich als präventionsorientiert beschreiben, desto eher verhalten sie sich gehorsam gegenüber einer ärztlichen Anordnung.
Auch die Art des Diploms, also der Ausbildungsweg, bildete ebenso Unterschiede im Gehor- sam ab. Mittels Regressionsanalyse konnten das Alter und die Präventionsorientierung einer Pflegeperson als einflussreichste bedingende Faktoren extrahiert werden.
In weiteren Untersuchungen sollte auf die situativ auslösenden Rahmenbedingungen der ÄrztInnen – Pflegeperson – Interaktion geachtet werden. Auch gilt es betreffend Qualitätssi- cherung ein geeignetes Diagnostikum für die Erfassung der aktuellen Problemstellung und zukünftigen Fördermaßnahmen in diesem Arbeitsbereich zu erstellen.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Gehorsamkeit Konformität ärztliche Anordnung Krankenpflege Krankenhaus
Autor*innen
Joachim-Arno Habart
Haupttitel (Deutsch)
Gehorsamkeitsbereitschaft von diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegepersonen im stationären Krankenhauskontext
Publikationsjahr
2014
Umfangsangabe
159 S. : graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Arnd Florack
Klassifikationen
44 Medizin > 44.10 Gesundheitswesen: Allgemeines ,
44 Medizin > 44.17 Stationäres Gesundheitswesen, Krankenhauswesen ,
77 Psychologie > 77.60 Sozialpsychologie: Allgemeines ,
77 Psychologie > 77.61 Einstellung, Vorurteil, Beeinflussung ,
77 Psychologie > 77.63 Soziale Interaktion, Soziale Beziehungen ,
77 Psychologie > 77.69 Sozialpsychologie: Sonstiges
AC Nummer
AC11864337
Utheses ID
29372
Studienkennzahl
UA | 298 | | |
