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Der Boom der Teilzeitbeschäftigung
die Entwicklung der Arbeitsmärkte Deutschlands und Österreichs im neuen Jahrtausend
Sebastian Sven Franke
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Betreuer*in
Karin Liebhart
DOI
10.25365/thesis.33112
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29603.72603.598064-6
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Der Arbeitsmarkt in Deutschland hat sich in den letzten 70 Jahren sehr stark verändert, besonders in den letzten zwei Jahrzehnten ist dies spürbar. Während früher noch die Vollzeitbeschäftigung die Regel war, sind heutzutage die atypischen Arbeitsverhältnisse immer weiter verbreitet.
Durch die Verabschiedung der Agenda 2010 und der Hartz-Gesetz unter Bundeskanzler Schröder, konnte der Ausbau der atypischen Beschäftigungen nochmals beschleunigt werden.
Aus diesem Grund untersucht diese Arbeit die Entwicklung des deutschen Arbeitsmarktes, mit besonderem Fokus auf die Teilzeitbeschäftigung im neuen Jahrtausend. Um eruieren zu können, ob die Hartz-Gesetze für die Arbeitsmarktentwicklung verantwortlich sind, wird ein Vergleich mit der Entwicklung in Österreich herangezogen. Österreich bietet sich sehr gut als Vergleichsobjekt an, da die beiden Länder viele Gemeinsamkeiten aufweisen. Dies zeigt sich im Großen und Ganzen auch bei der Entwicklung der Arbeitsmärkte der beiden Nationen im alten, wie auch im neuen Jahrtausend.
Wie in Deutschland, so ist die Teilzeitbeschäftigung auch in Österreich in den letzten 15 Jahren rapide Angestiegen, während die Normalarbeitsverhältnisse zurückgegangen sind. Es ist nicht zu belegen, dass die Hartz-Gesetze die Zunahme der Teilzeitbeschäftigung im besonderen Maße beschleunigt haben, da in Österreich, ohne ein vergleichbareres Gesetz auch ein starke Zunahme in diesem Beschäftigungssektor verzeichnen ist. Bei einer Unterkategorie der Teilzeitbeschäftigung lässt sich aber doch ein deutlicher Unterschied zwischen Deutschland und Österreich feststellen. Die Zahl der geringfügig Beschäftigten ist in Deutschland extrem stark angestiegen seit Verabschiedung von Hartz, in Österreich hingegen, ist dies während des gleichen Zeitraums nicht der Fall.
Zudem konnte durch den Vergleich festgestellt werden, dass die Tarifbindung in Deutschland deutlich schwächer ausgeprägt ist, als in Österreich. Dies wiederrum hat große Auswirkungen auf die Beschäftigen im Niedriglohnsektor der Teilzeitbeschäftigung, da die soziale Absicherung so nicht mehr garantiert werden kann.
In beiden Ländern sind die atypischen Beschäftigungen somit eindeutig auf dem Vormarsch, was vor allem auch mit der zunehmenden aktivierenden Arbeitsmarktpolitik in Deutschland und Österreich zusammenhängt.
Abstract
(Englisch)
It can be observed that the German employment market has experienced significant changes in regard to employment relationships in the last approximately seventy years. Especially the past two decades appear to have been marked by the increasingly rising atypical modes of employment while full time jobs seem to have continuously been losing importance.
Along with the introduction of the Agenda 2010 and the Hartz-laws under the leadership of chancellor Schröder, atypical forms of employment gained even more significance.
The paper at hand therefore examines the development of the German employment market with a special focus on part-time job relationships, in the new millennium.
In order to find out whether and which role the Hartz-laws played in regard to those changes in Germany, a comparison is drawn to Austria – a country that has no law of such kind and that has yet experienced a very similar development in terms of history and politics, and thus serves as an appropriate point of reference.
As in Germany, in Austria too the number of people engaged in full time employment can be observed to have risen dramatically in the last 15 years while standard employment relationship decreased. Hence, it appears that the implementation of the Hartz-laws did not play a groundbreaking role in regard to the increase of part time employment numbers. As far as minor employment is concerned, a major difference can be seen between the two countries in that numbers have risen in Germany since Hartz while the same does not apply for Austria.
Moreover, collective pay commitment is less pronounced than in Austria. This has considerable effects on those engaged in the low wage sector since social security is no longer guaranteed that way.
Concludingly one can hence say that atypical employment modes are on the rise – a fact that is largely connected to the activating labor market policy in both Austria and Germany.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Arbeitsmarkt Teilzeitbeschäftigung Agenda 2010 Hartz-Gesetze
Autor*innen
Sebastian Sven Franke
Haupttitel (Deutsch)
Der Boom der Teilzeitbeschäftigung
Hauptuntertitel (Deutsch)
die Entwicklung der Arbeitsmärkte Deutschlands und Österreichs im neuen Jahrtausend
Publikationsjahr
2014
Umfangsangabe
107 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Karin Liebhart
Klassifikation
10 Geisteswissenschaften allgemein > 10.04 Ausbildung, Beruf, Organisationen
AC Nummer
AC11753154
Utheses ID
29409
Studienkennzahl
UA | 066 | 824 | |
