Detailansicht
Die Bilder des Menschen in der kinematografischen Anlage
was uns der Film über den Menschen in der Welt zeigen kann ; eine Lektüre der Kinobücher von Gilles Deleuze
Ingrid Blasge
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Human- und Sozialwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Richard Heinrich
DOI
10.25365/thesis.33253
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30394.28575.902161-0
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit denkt Film als kinematografische Anlage, die aus drei kommunizierenden Membranen besteht: der Autoren-, der Leinwand- und der Publikumsmembran. Eine Membran (Deleuze) ist ein schwingender Schirm, der die Bewegungen des Außen mit den Bewegungen des Innen verbindet: einkommende Lichtmateriebilder werden gegen ausgehende Wahrnehmungsbilder getauscht. Bergson lieferte dafür mit seinen Theorien zum Verhältnis von Materie und Gedächtnis die Grundlagen, auf denen Deleuze eine Klassifizierung von Filmbildern in Bewegungs- und Zeitbilder aufbaute. Während das Bewegungsbild Wahrnehmungen sensomotorisch fortsetzt, bezieht das Zeitbild den virtuellen inneren Wahrnehmungskreislauf ein und wird zu einem geistigen Bild, was Materie- und Filmbilder (das Reale und das Imaginäre) ununterscheidbar macht und das Verhältnis von Mensch und Welt in Frage stellt. Diesem Verhältnis geht die Arbeit nach, indem sie anthropologische Begriffe auf den Film überträgt: sie untersucht die technischen Einstellungsgrößen im Hinblick auf ihre Aussagen über die Verbindung von Mensch und Welt, erforscht unterschiedliche Repräsentationsformen des Anderen im Film (mimetisches Sehen) und bestimmt anhand der Kategorie des Tausches (Mauss) sowohl die Kreisläufe innerhalb als auch zwischen den Membranen. Die Arbeit wendet die Methode der intuitiven Klärung an (Bergson) und exemplifiziert die Überlegungen an ausgewählten Filmen.
Abstract
(Englisch)
This dissertation thinks film as a cinematographic complex consisting of three communicating membranes: the author, the screen, and the audience. A membrane (Deleuze) is a pulsating screen that connects the movements of the exterior to the movements of the interior: an exchange takes place between light-matter-images that move inwards, and perception-images that move outwards. Bergson’s theories concerning the relationship between matter and memory provided the basis upon which Deleuze elaborated a classification of filmic images into the movement image and the time image. While the movement image provides the senso-motoric continuation of perceptions, the time image involves the circulation of virtual inner perceptions and becomes a mental image, that renders material images (the Real) indistinguishable from film images (the Imaginary), thus calling the relationship between human and world into question. The dissertation considers this relationship, applying anthropological concepts to film itself: it examines the technical field size of the shot with reference to what this says about the relationship between human and world; it inquires into various forms of representing the Other in film (mimetic seeing); and it deploys the category of exchange (Mauss) to determine the circulatory movements both within and between membranes. Using Bergson’s method of intuitive clarification, it exemplifies these reflections with reference to selected films.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
Cinema Deleuze anthropology philosophy
Schlagwörter
(Deutsch)
Film Deleuze Anthropologie Philosophie
Autor*innen
Ingrid Blasge
Haupttitel (Deutsch)
Die Bilder des Menschen in der kinematografischen Anlage
Hauptuntertitel (Deutsch)
was uns der Film über den Menschen in der Welt zeigen kann ; eine Lektüre der Kinobücher von Gilles Deleuze
Paralleltitel (Englisch)
Images of the human in the cinematographic complex ; what films can reveal us about the human in the world ; a reading of Gilles Deleuze’s cinema books
Publikationsjahr
2004
Umfangsangabe
107 Bl.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*innen
Richard Heinrich ,
Wolfgang Pircher
AC Nummer
AC04151899
Utheses ID
29537
Studienkennzahl
UA | 296 | 295 | |
