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Die Stadtmauer von Zwettl, Niederösterreich
bauarchäologische Studien
Nicole Alexandra Pieper
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Historisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Falko Daim
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.3378
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29054.94435.606755-8
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Anfangs stellte sich die Frage in wie weit sich einzelne Ereignisse der Geschichte an der Stadtmauer abzeichnet. Im Verlauf dieser Arbeit konnte gezeigt werden, dass durch die unterschiedliche Oberflächenstruktur der Mauer, bzw. des Baustiles auch zeitliche Einteilungen vorgenommen werden können. Jedoch kann beobachtet werden, das sich die strukturellen Unterschiede am Mauerwerk der Stadtmauer nicht so deutlich abzeichnen, wie zum Beispiel an Vergleichsobjekten mit einer kürzeren Errichtungszeit und einem höheren repräsentativen Zweck. Eine Burg oder Kirche hat eine anderen Stellenwert als eine Stadtmauer, bei der der wehrhafte Charakter im Vordergrund steht. Eine Stadtmauer repräsentiert zwar auch das Selbstverständnis der Stadt, allerdings weniger durch ausgefallenes Zierwerk. Anscheinend haben sich Moden in der Mauerwerkstechnik weniger rasch bei der Stadtmauer fortgesetzt als bei anderen Bauwerken, innovative Bautechnik ist eher in einem gestraffteren Arbeitsablauf zu beobachten. Die Zuordnung zu einzelnen Ereignissen bleibt auch weiterhin nur Vermutung, da sich die Datierung der Mauerwerksstruktur nicht enger einschränken lässt als auf +/- Jahrzehnte. Die vormals vermutete Stadterweiterung um den Neuen Markt (Baualterplan 1978, berichtigt 1981) konnte weder verifiziert noch widerlegt werden. Auffällig ist nur, dass die Bauabschnitte westlich und südlich des Sattigturmes zwischen 1250 und 1300 datieren, während andere Teile des sogenannten "älteren" Verlaufs eher zwischen 1350 und dem 15. Jh. zu datieren sind. Grabungen im Bereich der Florianigasse (vermuteter alter Verlauf) könnten hier Aufschlüsse liefern. Zudem konnte der bisher von A. Klaar (Baualterplan 1962) ins 14.-15. Jahrhundert datierte, später ins 13. Jahrhundert korrigierte (Baualterplan 1981) Antonturm, eindeutig der ersten Hälfte des 15. Jahrhundert zugeschrieben werden. Während der Bearbeitung haben sich neue Fragestellungen ergeben, die zuvor noch nicht in Betracht gezogen wurden. Eine dieser Fragen ergab sich durch den Fund zweier kreisrunder Flickstellen, die möglicher Weise auf den Beschuss der Mauer zurück zu führen sind. Welche Waffen diese Art der Störung im Mauerwerk erzeugen wäre eine interessante Frage an Ballistiker oder die experimentelle Archäologie. Eine weitere bisher nicht dokumentierte Neuentdeckung an der Zwettler Stadtmauer sind die auffällend häufig mit der Grundstücksgrenze übereinstimmenden Strukturwechsel. Diese konnten mit Beobachtungen in anderen Städten in Einklang gebracht und der vermutliche rechtliche Hintergrund der Errichtung der Stadtmauer dargelegt werden. Spuren der durch alte Bilder belegten Barbarkane oder eines Zwingers konnten nicht an der Stadtmauer beobachtet werden. Die jetzt noch bestehenden Terrassenmauern haben alle einen jüngeren Ursprung und können nicht als Zwinger bezeichnet werden. Auch über einen Graben an der Ostflanke lässt sich nur weiter spekulieren, sofern dieser nicht durch archäologische Grabungen belegt werden kann.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Zwettl Stadtmauer Mauerwerk
Autor*innen
Nicole Alexandra Pieper
Haupttitel (Deutsch)
Die Stadtmauer von Zwettl, Niederösterreich
Hauptuntertitel (Deutsch)
bauarchäologische Studien
Publikationsjahr
2009
Umfangsangabe
381 S. : zahlr. Ill., Kt.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Falko Daim
Klassifikationen
15 Geschichte > 15.18 Mittelalterliche Archäologie, neuzeitliche Archäologie ,
15 Geschichte > 15.19 Vor- und Frühgeschichte
AC Nummer
AC07552539
Utheses ID
2955
Studienkennzahl
UA | 309 | | |
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