Detailansicht
Verrechtlichung der Sterbehilfe?
evangelische Perspektiven zur Lage in Österreich und der Schweiz
Maria Katharina Moser
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Evangelisch-Theologische Fakultät
Betreuer*in
Ulrich H.J. Körtner
DOI
10.25365/thesis.33449
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30188.87533.193659-1
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit untersucht die Verrechtlichung von Sterbehilfe als ethisches Problem am Beispiel gesellschaftlicher Diskurse in Österreich, wo die Frage „Verbot der Tötung auf Verlangen in die Verfassung?“ debattiert wird, und in der Schweiz, wo vor allem die rechtliche Regelung der Praxis von Suizidhilfeorganisationen zur Diskussion steht. Die Kirchen, namentlich die römisch-katholische und die evangelischen, beteiligen sich an diesen Debatten. Im 1. Kapitel werden schwerpunktmäßig die Gemeinsamkeiten und Unterschiede in Positionierung und Argumentation der beiden Konfessionen herausgearbeitet. Dabei zeigt sich, dass die katholische Position mit ihrer deontologischen Argumentation für strikte Verbotsregelungen eintritt, während verantwortungsethisch ausgerichtete evangelische Stellungnahmen stärker auf die bleibende Konflikthaftigkeit ethischer Entscheidungen am Lebensende abheben und von da her auf die problematischen Seiten rechtlicher Regelungen von Sterbehilfe hinweisen. Obschon die Punkte, an denen sich die Diskussion in Österreich und in der Schweiz entzünden, sowohl auf den ersten Blick als auch in den Details der Debatten unterschiedlich sind, sind sie doch Ausdruck einer gesamteuropäischen Entwicklung, die darin besteht, dass moralische Positionen, die das Recht auf Leben fokussieren, und solche, die ein Recht auf selbstbestimmtes Sterben einfordern, aufeinanderprallen und versuchen, durch ihr moralisches Urteil durch rechtliche Regelungen gesamtgesellschaftlich verbindlich abzusichern. Worin genau dabei das Problem liegt – nämlich in der Bedeutung des Rekurrieren auf ein „Recht auf“ sowie in der Frage, ob es einen moralischen Unterschied zwischen Töten und Sterbenlassen gibt – wird in Kapitel 2 analysiert. Das 3. Kapitel situiert die Fragestellung der Arbeit zum einen in soziologischen Entwicklungen und Beobachtungen und zum anderen in anthropologischen Überlegungen, bevor im Schlusskapitel ein Beitrag zur Verrechtlichung von Sterbehilfe aus evangelischer Perspektive formuliert wird. Dabei wird der in den evangelischen Stellungnahmen, die im 1. Kapitel vorstellt wurden, herausgestellte „ethische Konflikt“ wird wieder aufgegriffen und in Verbund mit dem „ethischen Kompromiss“ aus der Perspektive einer rechtfertigungstheologisch begründeten Verantwortungsethik reflektiert.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Sterbehilfe Tötung auf Verlangen Suizidhilfe evangelische Ethik Verbot Verfassung Österreich Schweiz
Autor*innen
Maria Katharina Moser
Haupttitel (Deutsch)
Verrechtlichung der Sterbehilfe?
Hauptuntertitel (Deutsch)
evangelische Perspektiven zur Lage in Österreich und der Schweiz
Publikationsjahr
2014
Umfangsangabe
99 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Ulrich H.J. Körtner
Klassifikation
11 Theologie > 11.62 Christliche Ethik
AC Nummer
AC12074335
Utheses ID
29714
Studienkennzahl
UA | 066 | 790 | |
