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Die Genese der europäischen Universität in der zweiten Feudalzeit
Michael Wengraf
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Philosophie und Bildungswissenschaft
Betreuer*in
Andreas Schwarcz
DOI
10.25365/thesis.33633
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29112.22148.592360-3
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Gegenständliche Arbeit beschäftigt sich mit der Entstehungs- und frühen Entwicklungsgeschichte der europäischen Universitäten. Es ist dies ein Prozess, der vor allem im 12. und 13. Jh. stattfindet, wobei sich Ausblicke in spätere Zeiten als notwendig erwiesen haben. Das wissenschaftliche Desiderat wurde durch Joachim Ehlers bereits vor einiger Zeit präzise formuliert. Er meinte in Bezug auf die Renaissance der Wissenschaften im 12. Jh., dass wir zwar eine Reihe von Arbeiten zur Individualität einzelner Schulen besäßen, aber keine befriedigend angelegte Synthese, die von übergeordneten Gesichtspunkten ausginge.
Solch ein zentraler übergeordneter Gesichtspunkt ist die Einordnung dieser „Renaissance“ und des damit verbundenen Aufkommens der Universitäten in eine gesellschaftliche Totalität. Das heißt: Den Zusammenhang einer sich verändernden gesellschaftlichen Lebenswirklichkeit mit jenem Vorgang zu untersuchen, den wir als geistigen Aufschwung begreifen. Damit ist auch die Forschungsfrage skizziert: Warum erfolgten die gegenständlichen Prozesse, die in der Herausbildung von Universitäten gipfeln, gerade zu der Zeit und genau an diesen Orten?
Die Arbeit soll vor allem auch den Versuch darstellen, einen Beitrag in Richtung Synthese bzw. strukturgeschichtlicher Einordnung zu leisten. Wobei zu bemerken ist, dass in jenen Jahrzehnten, die seit Ehlers Anmahnung vergangen sind, diesbezüglich schon viel, wenn auch noch keineswegs genug erreicht wurde. Vor allem der Zusammenhang zwischen frühbürgerlicher Entwicklung, dem Beginn eines „europäischen Sonderwegs“ also, und Herausbildung der „abendländischen“ Universität scheint näherer Betrachtung wert zu sein.
In Zusammenhang mit diesem Vorhaben ist es wohl auch bedeutend, dass bisherige Universitätsgeschichte beinahe ausschließlich auf Institutionen-Geschichte fokussiert blieb. Weniger Beachtung fand hingegen die Frage, welche geistigen Bewegungen beziehungsweise welche Inhalte zu dieser Organisationsform drängten. Dies soll nun in meiner Masterarbeit ausgiebig erörtert werden.
Geprägt scheint diese inhaltliche Komponente jedenfalls durch einen harten Kampf: Und zwar jenem, den die Rationalität – verbündet mit einer die Frühphase europäischer Hochschulen dominierenden Scholastik – gegen die herrschende christliche Spiritualität führte. Diese Auseinandersetzung unter Bezugnahme auf die kontemporären sozio-ökonomischen Rahmenbedingungen nachzuzeichnen, stellt einen wesentlichen Bestandteil meiner Arbeit über die Genese der Universität in Europa dar.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Universitätsgeschichte Wissenschaftsgeschichte Mittelalter
Autor*innen
Michael Wengraf
Haupttitel (Deutsch)
Die Genese der europäischen Universität in der zweiten Feudalzeit
Publikationsjahr
2014
Umfangsangabe
117 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Andreas Schwarcz
Klassifikationen
02 Wissenschaft und Kultur allgemein > 02.01 Geschichte der Wissenschaft und Kultur ,
02 Wissenschaft und Kultur allgemein > 02.10 Wissenschaft und Gesellschaft
AC Nummer
AC11850798
Utheses ID
29872
Studienkennzahl
UA | 066 | 944 | |
