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Gewichtsreduktion durch bariatrische Chirurgie
Vitamin- und Mineralstoffsupplementation
Claudia Hofmann
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Lebenswissenschaften
Betreuer*in
Karin Schindler
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.33672
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30417.09951.526770-7
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Einleitung und Fragestellung: Bei morbider Adipositas ist eine nachhaltige und dauerhafte Gewichtsreduktion durch konservative Methoden in den seltensten Fällen erreichbar. In der Regel resultiert die bariatrische Chirurgie bei den meisten Patienten jedoch in einer signifikanten Gewichtsabnahme. Da die operativen Eingriffe als beachtenswerten Nebeneffekt eine Mangelernährung verursachen können, ist eine Supplementierung von kritischen Nährstoffen meistens obligatorisch. Die vorliegende Arbeit untersuchte die Zusammenhänge, unter Berücksichtigung der postoperativen Supplementierung, zwischen den anthropometrischen und soziodemografischen Daten, der Komorbiditäten und den Laborwerten. Methode: Als Methode für diese Forschungsarbeit wurde ein stark strukturiertes Interview mittels Fragebogen gewählt. Regelmäßig wurden Patienten, die sich einer bariatrischen Operation unterzogen und der Teilnahme mittels unter- zeichneter Patienteninformation und Einwilligungserklärung zur Teilnahme an der klinischen Studie zugestimmt haben, im Rahmen der prä- und postoperativen Routinekontrollen befragt. Der präoperative Fragebogen wurde zirka sechs Monate vor der Operation und die postoperativen Fragebögen zu unterschiedlichen Visiten ausgefüllt. Ergebnisse: Das Alter der 117 (92 weiblich, 25 männlich) an der Studie teilnehmenden Patienten betrug zum Operationszeitpunkt 41 ± 13 Jahre. 16,2 % (n = 19) der Patienten entschieden sich für eine rein restriktive und 83,8 % (n = 98) für eine restriktiv-malabsorptive Methode. Der BMI betrug zum präoperativen Zeitpunkt 45,7 ± 5,8 kg/m² (n = 117) und 12 Monate postoperativ (n = 40; p < 0,001) 29,6 ± 4,9 kg/m². Der EWL betrug 6 bzw. 12 Monate nach der Operation 60,4 ± 15,1 % bzw. 75,6 ± 18,4 % (n = 72 bzw. n = 40; p < 0,001). Präoperativ nahmen wenige Patienten ein Supplement, 6 bzw. 12 Monate postoperativ nahm ein Großteil der Patienten (87,5 %; n = 72 bzw. n = 40) ein Multivitaminsupplement (Baseline-6 Mo/ Baseline-12 Mo: p < 0,001) und ein Vitamin D-Supplement (50,0 % bzw. 47,5 %; n = 72 bzw. n = 40; Baseline-6 Mo: p = 0,001; Baseline-12 Mo: p < 0,001) ein. Nur drei Patienten (4,2 %) nahmen nach 6 Monaten gar keine Supplemente ein. Der Proteinlaborwert war prä- und 6 Monate postoperativ signifikant verändert (p < 0,001), ebenso die Werte des Vitamin B 12 (p = 0,001) und des Vitamin D (p = 0,001). Einen signifikanten Einfluss (p = 0,001) auf die Laborwerte sechs Monate nach der Operation hatte nur die Vitamin B 12 -Supplementation. Die Laborwerte von Protein und 25(OH)D haben sich zwischen dem präoperativen Zeitpunkt und dem Zeitpunkt ein halbes Jahr postoperativ auch signifikant (p < 0,001, p = 0,001) verändert, nur die Supplementierung hatte auf die Entwicklung keinen signifikanten Einfluss. Anthropometrische und soziodemografische Daten (Alter zum Operationszeitpunkt, Geschlecht, BMI, EWL) hatten einen signifikanten Einfluss auf das Vorliegen niedrigerer prä- oder postoperativer Laborwerte der getesteten Makro- und Mikronährstoffe. Schlussfolgerung: Nach den vorhandenen Ergebnissen kann festgestellt werden, dass die bariatrische Chirurgie eine erfolgreiche Methode zur Gewichtsreduktion und zur Genesung von Komorbiditäten darstellt. Jedoch ist ein operativer Eingriff meist auch mit Nebenwirkungen und Beschwerden verbunden und setzt postoperativ eine Supplementierung von Nährstoffen voraus. Anhand der Ergebnisse ist jedoch zu erkennen, dass nur das Multivitaminpräparat vom Großteil der Patienten eingenommen und andere Supplemente vernachlässigt wurden, welche jedoch aufgrund der vorliegenden Ergebnissen zu postoperativen Nährstoffmängeln, sinnvoll wären. Die Inanspruchnahme von regelmäßigen Nachsorgeterminen ist deshalb zur Verbesserung der Adhärenz der Supplementeneinnahme und einer Vermeidung des Auftretens von Mangelzuständen unerlässlich.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Bariatrische Chirurgie Vitaminsupplementation Mineralstoffsupplementation Adipositaschirurgie
Autor*innen
Claudia Hofmann
Haupttitel (Deutsch)
Gewichtsreduktion durch bariatrische Chirurgie
Hauptuntertitel (Deutsch)
Vitamin- und Mineralstoffsupplementation
Publikationsjahr
2014
Umfangsangabe
XX, 141 S. : Ill., graf. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Karin Schindler
Klassifikation
44 Medizin > 44.21 Ernährung
AC Nummer
AC12032349
Utheses ID
29903
Studienkennzahl
UA | 066 | 838 | |
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