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Makroökonomische Instrumente zur Kontrolle von Eigentumskriminalität
Manuel Lackner
Art der Arbeit
Magisterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Wirtschaftswissenschaften
Betreuer*in
Robert Kunst
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.33685
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30062.08125.892359-2
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
In der vorliegenden Arbeit werden potentielle Instrumente zur Kriminalitätskontrolle aus Staatsperspektive untersucht, wobei Kriminalität als eine rationale Wahlhandlung von Individuen betrachtet wird. Zahlreiche Studien untersuchen den Effekt von Strafausmaß und Aufdeckungswahrscheinlichkeiten bzw. Verurteilungswahrscheinlichkeit auf Kriminalität. Nur wenige Studien gehen der Frage nach, ob auch Sozialleistungen als krimina-litätssenkende Instrumente in Betracht gezogen werden können und in wie fern der Erhalt von Sozialleistungen die individuelle Entscheidungsprozesse, eine Straftat zu begehen, beeinflusst. Genau diese Frage stellt den Fokus dieser Arbeit dar. Die grundsätzliche Motivation dem Zusammenhang zwischen Sozialleistungen und Kriminalität nachzugehen, liegt in der Frage, ob aus der Perspektive ‚wohlhabenderer‘ Individuen eine nicht altruistische sondern rational motivierte Argumentation für Sozialleistungen besteht. Dieser Frage wird mit einem sicherheitspolitischen Ansatz nachgegangen. Besonderes Interesse gilt der Frage, ob Sozialleistungen auch als Substitut für polizeiliche Sicherheitsmaßnahmen betrachtet werden können. Dieser Zusammenhang wird mittels eines eurostat-Datensatzes aus den Jahren 2000-2010, der 27 EU-Staaten beinhaltet, empirisch untersucht. Der Fokus liegt hierbei auf Eigentumskriminalität (u.a. Raub) und auf den Einflussfaktoren, die diese begünstigen bzw. verringern. Die empirischen Ergebnisse dieser Arbeit zeigen, dass Staaten ihre Sozialausgaben bei einem Ansteigen der Kriminalitätsrate erhöhen. Das kann als Indiz dafür gesehen werden, dass Staaten nicht nur polizeiliche Maßnahmen wählen, sondern auch Sozialausgaben als Mittel sehen, kriminalitätskontrollierende Ziele zu verfolgen. Des weiteren zeigen die Ergebnisse, dass sich vor allem Sozialausgaben bzgl. Arbeitslosigkeit auf Eigentumsdelikte auswirken, für die wenig spezifisches Know-How bzw. finanzielle Mittel notwendig sind (Raub, Einbrüche, Diebstahl, etc.). Generell muss allerdings festgehalten werden, dass diese Arbeit nur einen kleinen Ausschnitt dieser Thematik beleuchtet wird, wobei noch viele Fragen und Wirkzusammenhänge offen bleiben.
Abstract
(Englisch)
This master thesis considers crime as rational choice actions of individuals and analyses potential crime control instruments from a government perspective. Numerous studies examine the effect of punishment and detection or conviction probability on crime. However, only few consider social benefits as a crime reducing instrument and how social benefits influence individuals in their choice of whether to commit a crime action. This question is the focus of this thesis. The main motivation to investigate the connection between social benefits and crime, roots in the question whether there is a non-altruistic but rational motivated argument for social benefits from the perspective of “wealthy” individuals. This question is tackled by using a safety policy approach. Especially the question if social benefits can be considered a substitute for police expenditure is considered. The empirical analysis is undertaken by using eurostat data for 27 EU countries for the years 2000-2010. The emphasis of the analysis is on property crime and its impacting factors. The results show that countries raise social benefits if crime rates increase. This suggests that not only police expenditure, but also social benefits are being used as a tool to address crime. Furthermore, it is found that especially unemployment benefits have a significant negative effect on property crime. However, this thesis only tackles a small part of the wider topic, and further questions remain open.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Economic macroeconomic property-crime social-transfers social-beliefs rational-choice EU-countries unemployment
Schlagwörter
(Deutsch)
Volkswirtschaft Makroökonomie Eigentumskriminalität Sozialleistungen Sozialtransfers Wahlhandlung EU-Länder Arbeitslosigkeit
Autor*innen
Manuel Lackner
Haupttitel (Deutsch)
Makroökonomische Instrumente zur Kontrolle von Eigentumskriminalität
Paralleltitel (Englisch)
Macroeconomic instruments to control crime
Publikationsjahr
2014
Umfangsangabe
74 S. : graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Robert Kunst
Klassifikationen
83 Volkswirtschaft > 83.00 Volkswirtschaft: Allgemeines ,
83 Volkswirtschaft > 83.12 Makroökonomie
AC Nummer
AC11818903
Utheses ID
29915
Studienkennzahl
UA | 066 | 913 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1