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Your Vote, Your Voice, Your Choice
können Dissonanzeffekte durch gezieltes Priming erzeugt werden? ; ein Survey-Experiment im politischen Kontext
Natália Mikušová
Art der Arbeit
Magisterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Betreuer*in
Jörg Matthes
DOI
10.25365/thesis.33915
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29185.39371.333355-5
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Forschungsarbeit knüpft an eine neue Forschungswelle, die bisher mehrheitlich im amerikanischen Raum stattgefunden hat. Der interessierende Schwerpunkt liegt in der Frage, inwiefern sich die Personen hinsichtlich ihrer politischen Meinung zu verschiedenen politischen Subjekten von ihrem eigenen Wahlverhalten in der Vergangenheit beeinflussen lassen.
Das Ziel der Arbeit ist es auch, einen frischen Wind in das Forschungsfeld zu bringen und mit einer innovativen Idee und einem originellen Forschungsdesign zu dem Thema beizutragen.
Wie der Titel der Forschungsarbeit bereits verrät, das theoretische Hauptprinzip ist die Verbindung der Konzepte Kognitive Dissonanz und Priming. Die theoretische Basis der Magisterarbeit bildet der Forschungsbeitrag von Mullainathan und Washington (2009), in dem die AutorInnen postulieren, das eigene Wahlverhalten kann die momentane Einstellung beeinflussen. Trafimow und Borrie (1999) gehören zu den oft zitierten AutorInnen, die mithilfe eines Experiments den Einflusspotenzial des eigenen Verhaltens auf die zukünftige Einstellungslage bestätigt haben.
Die Einstellung wird als die Sympathie mit einer favorisierten Partei verstanden, das Konzept der Parteilichkeit kommt also in das Spiel. Die Parteilichkeit ist allerdings nicht nur ein Produkt der Persönlichkeitsfaktoren der WählerInnen, sondern entwickelt sich auch im Zusammenhang mit dem demokratischen System des gegebenen Landes. (Dalton/Weldon 2007)
Taber und Lodge (2005) beschreiben in ihrem Beitrag das Machtpotenzial von Priming in dem Kontext der politischen Einstellung. Sie postulieren, dass die ständige Verbindung der Einstellung mit Emotionen zu erhöhten Priming-Effekten beiträgt, die schließlich zu steigender Polarisierung der Gesellschaft führen.
Inwiefern lässt sich die bürgerliche Einstellung durch spezielle Kommunikationsstrategien beeinflussen? Lässt sich die Einstellung zu politischen Subjekte durch den Hinweis auf das eigene Wahlverhalten der Person in der Vergangenheit primen? Wie ändert sich die Bewertung der politischen Subjekte durch einzelne abgestufte Priming-Bedingungen? Welche Effekte folgen daraus für die Latenzzeit, die für die Bewertung notwendig ist? Welche Drittfaktoren wirken sich auf diese Zusammenhänge aus?
Um die formulierten Hypothesen und weitere offenen Fragen zu beantworten, wurde ein Survey-Experiment entwickelt und durchgeführt. Die TeilnehmerInnen wurden randomisiert zu einer der Bedingungen (entweder der Kontrollgruppe oder einer der drei Versuchsgruppen) zugewiesen. Anschließend wurden mittels der Fragebögen weitere Kontrollvariablen erhoben. Der Fragebogen wurde mittels eines Snowball-Prinzips verschickt und weitergeleitet. Insgesamt wurden die Daten von 208 Personen ausgewertet.
Die Analyse der Daten durch SPSS hat sämtliche formulierten Hypothesen widerlegt. Die Resultate deuten also darauf hin, dass die Hervorrufung der Erinnerung an das eigene Wahlverhalten keine signifikanten Einflüsse auf die momentane Bewertung der zuletzt gewählten politischen Subjekte hat. Die Gründe dafür können allerding unterschiedlicher Natur sein: Einerseits war der Fragebogen neu entwickelt und würde einige Verbesserungsvorschläge gebrauchen, andererseits, das politische Klima in der Slowakei ist in den letzten Jahren relativ instabil und die WählerInnen, die in einem ziemlich hohen Maße ihre Präferenzen von einer Wahl zur anderen ändern, können sich noch nicht auf die Richtigkeit ihres Wahlverhaltens verlassen.
Abstract
(Englisch)
The research work ties on a new wave of research that has taken place mostly in the American area. The main focus of interest lies in the question, to what extent can people’s opinion on the political subjects be influenced by their own voting behavior in the past.
The aim of this work is also to bring a breath of fresh air in this field of research and to contribute with an innovative idea and an original research design on the subject.
As the title of the research already suggests, the main theoretical principle is to connect the concepts cognitive dissonance and priming. The theoretical basis of the thesis is the research contribution of Mullainathan and Washington (2009), in which the authors postulate that choice behavior of a person itself can influence their current political opinion. Trafimow and Borrie (1999) belong to the most frequently cited authors who have confirmed the potential impact of a person`s behavior on their future adjustments.
As the opinion is understood as the sympathy with a favoured party, the concept of partisanship comes into the game. However, the partisanship bias is not only a product of the personality factors of the voters. It also develops in the context of the democratic system of the concrete country. (Dalton/Weldon 2007)
Taber and Lodge (2005) describe in their article, the potential power of priming in the context of the political setting. They postulate that the constant connection of opinion and emotion contributes to increased priming effects that eventually lead to increasing opinion polarization of society.
To what extent can the attitudes of the citizens be influenced by specific communication strategies? Is it possible to prime the attitude to political subjects by the reference to one's own voting behavior in the past? How do the opinions on political subjects vary under the specific priming conditions levels? What effects follow from this perception for the response latency, which is necessary for the evaluation? What third factors affect these relationships?
To answer the formulated hypotheses and further open questions, a survey experiment was designed and carried out. The participants were randomly assigned to one of the conditions (either the control group or one of the three experimental groups). Additional control variables were then measured through the questionnaires. The questionnaires were sent and forwarded by the Snowball principle. Overall, the data of 208 people were evaluated.
The analysis of the data by SPSS has refused all the hypotheses formulated. The results therefore suggest that the evocation of the memory of one's own past voting behavior has no significant influence on the current assessment of the political subjects. The reasons for this may be different by their nature: on the one hand, the developed questionnaire was brand new and would use some suggestions for improvement. On the other hand, the political climate in Slovakia is relatively unstable in recent years, and the voters that change their preferences from one election to the other, cannot rely on the accuracy of their voting behavior.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
Political Opinion Cognitive Dissonance Priming Past Voting Behavior
Schlagwörter
(Deutsch)
Politische Einstellung kognitive Dissonanz Priming vergangenes Wahlverhalten
Autor*innen
Natália Mikušová
Haupttitel (Deutsch)
Your Vote, Your Voice, Your Choice
Hauptuntertitel (Deutsch)
können Dissonanzeffekte durch gezieltes Priming erzeugt werden? ; ein Survey-Experiment im politischen Kontext
Paralleltitel (Englisch)
Your Vote, Your Voice, Your Choice ; Can Dissonance Effects be Triggered by Systematical Priming? ; A Survey-Experiment in a Political Context
Publikationsjahr
2014
Umfangsangabe
200 S. : Ill., graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Jörg Matthes
AC Nummer
AC12144045
Utheses ID
30108
Studienkennzahl
UA | 066 | 841 | |
