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‘Crúachan Aí‘ – der Königssitz von Rathcroghan
Vergleich einer altirischen Erzählung mit archäologischen und geophysikalischen Befunden
Tanja Trausmuth
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Raimund Karl
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.33954
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30305.95061.119353-1
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Den als ‘Crúachan’ literarisch beschriebenen herrschaftlichen Wohnsitz des Königspaares Ailill und Medb scheint das heutzutage noch sichtbare Bodendenkmal Rathcroghan im County Roscommon darzustellen, welches üblicherweise neben Tara, ‘Emain Macha‘ und ‘Dún Ailinne‘ zu den sogenannten ‘königlichen‘ Zenten Irlands gezählt wird. Der Vergleich mit ähnlichen Strukturen von anderen, ergrabenen ‘königlichen‘ Zentren konnte aufzeigen, dass es sich bei Rathcroghan ebenfalls um eine Fundstelle in eisenzeitlichem Kontext handelt. Der detaillierte Aufbau dieser mittelalterlich beschriebenen königlichen Wohnstätte wurde in der Erzählung ‘Táin Bó Fraích‘ – ‘Das Wegtreiben der Rinder Fraíchs‘ ausführlich geschildert. Durch die intensiven geophysikalischen Prospektionen der Universität Galway zeigte sich, dass ‘Rathcroghan Mound‘ und seine direkte Umgebung archäologische Strukturen von außergewöhnlicher Komplexität darstellen, welche durch die Georeferenzierung der publizierten Ergebnisse zur Visualisierung, Archivierung und Analyse in einem digitalen Geographischen Informations-System (GIS) dargestellt werden konnten, um eine kombinierte und integrierte Interpretation zu erstellen. Der Interpretationsplan konnte als Grundlage für den Vergleich der archäologischen Hinterlassenschaften in Rathcroghan mit den literarischen Beschreibungen von ‘Crúachan Aí‘ herangezogen werden und diente als wertvolle Hilfestellung bei der Übersetzung der wesentlichen Textstellen der irischen Literatur. Durch die umfangreiche literarische Beschreibung des herrschaftlichen Hauptgebäudes war es möglich, für die im archäologischen Befund zumeist nicht erhaltenen Gebäudeteile (etwa Bedachung, Fenster, Innenausstattung) zusätzliche Ideen, sowie neue Impulse für eine virtuelle 3D-Rekonstruktion des Gebäudes zu gewinnen. Um eine zeitgemäße Erforschung und Interpretation, sowie ein tieferes Verständnis einer vergangenen Situation zu ermöglichen, scheint es wie in dieser Arbeit hoffentlich dargestellt werden konnte, beinahe unabdingbar eine fächerübergreifende Kommunikation und fruchtbringende Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Disziplinen zu betreiben.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Crúachan Aí Königssitz Rathcroghan geophysikalische Prospektion
Autor*innen
Tanja Trausmuth
Haupttitel (Deutsch)
‘Crúachan Aí‘ – der Königssitz von Rathcroghan
Hauptuntertitel (Deutsch)
Vergleich einer altirischen Erzählung mit archäologischen und geophysikalischen Befunden
Publikationsjahr
2014
Umfangsangabe
153 S. : zahlr. Ill., graph. Darst., Kt.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Raimund Karl
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.90 Literatur in Beziehung zu anderen Bereichen von Wissenschaft und Kultur
AC Nummer
AC12095666
Utheses ID
30144
Studienkennzahl
UA | 057 | 327 | |
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