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Normen in der Computerspielübersetzung
Dino Axel Beck
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Zentrum für Translationswissenschaft
Betreuer*in
Larisa Schippel
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29839.27542.394563-6
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Masterarbeit beschäftigt sich mit einem wirtschaftlich überaus relevanten und aufsteigenden Zweig der Translation, der jedoch bisher wissenschaftlich sehr wenig behandelt wurde: die Computerspielübersetzung. Ziel der Arbeit ist, herauszufinden, was für Normen dem übersetzerischen Handeln in diesem Bereich zugrundeliegen, und seine besonderen Charakteristika und Alleinstellungsmerkmale hervorzuheben. Neben einer ausführlichen, jedoch alles andere als erschöpfenden Beschreibung der Praxis wird eine Analyse von Computerspielübersetzungen im Vergleich mit den jeweiligen Ausgangstexten angestrengt. Das Analyseinstrumentarium zu dieser Untersuchung stammt hauptsächlich aus den deskriptiven Ansätzen Gideon Tourys und Andrew Chestermans. Angereichert wird dieser theoretische Unterbau zum Zwecke der besseren Anwendbarkeit und Aussagekraft mit einer Einteilung von Übersetzungsproblemen und -strategien von Jan Pedersen. Jene ist darauf ausgelegt, den übersetzerischen Umgang mit kulturell aufgeladenen Bezügen in Texten untersuchbar zu machen. Die Funktion von Computerspielen ist, den Spieler durch Interaktion mit der Software emotional einzubinden und ihn zu unterhalten. Wichtige Mittel dazu sind kultur- und länderspezifische Bezüge und Anspielungen in den Spielerzählungen, die aufgrund der kulturellen Unterschiedlichkeit der globalen Absatzmärkte von Computerspielen jedoch angepasst werden müssen, wenn die Funktion gleich bleiben soll. Das begründet die Annahme, dass Übersetzern beim Umgang mit kulturellen Aromen im Text relativ weitreichender Spielraum gelassen wird. Diese Annahme wird durch die Untersuchungsergebnisse bestätigt, die zeigen, dass Übersetzer kulturell bedingten Übersetzungsproblemen mit Strategien umfangreichen Eingreifens begegnen. Zusätzlich veranschaulicht ein Abgleich der Eigenschaften der Computerspielübersetzung mit den von Chesterman vorgestellten prototypischen Grundzuständen der Translation, dass die Übersetzung von Computerspielen einen eigenen Namen verdient hat, auch wenn sie eine Tochterdisziplin der Translation ist. Das Fazit der Arbeit befindet die Bewusstwerdung über den Bereich der Computerspielübersetzung im Rahmen der Translationswissenschaft als notwendiges Erfordernis, wenn die Wissenschaft von Übersetzen den realen Ausprägungen ihres Gegenstandes gerecht werden will.
Abstract
(Englisch)
There is an emerging and lucrative branch of translation that has received very little attention in academic literature despite the increasing demand and popularity. The sector in question is Computer Game Translation. This Master´s thesis will explore this economically prosperous sector. The objective of the thesis is to identify the norms that govern translational behaviour in the Computer Games Translation sector, highlighting its unique characteristics. As part of an extensive yet anything but exhaustive exploration into the discipline of Computer Game Translation the investigation will compare actual translations to their respective source texts. The descriptive approaches of Gideon Toury and Andrew Chesterman will serve as the theoretical framework for this analysis. To ensure the applicability to the field of study this apparatus is enriched with a classification of Translation Problems and Strategies as presented by Jan Pedersen. Pedersen´s classifications are designed to render textual cultural references tangible for investigation. Computer games function to create an immersive and entertaining world via the player´s interaction with the software. A crucial means to reach this goal relies on country- and culture-specific references and allusions in the game´s narrative that have to be adapted in order to function for the culturally different markets worldwide. This gives rise to the assumption that translators are given extensive leeway in dealing with cultural flavours. The findings of the investigation confirm this assumption and show that translators handle culture related translation problems with strategies of high interventional potential. A comparison of the characteristics of Computer Game Translation with the default prototypical values of Translation put forward by Chesterman clarifies that the translation of computer games deserves its own title while still being a subsidiary discipline of Translation. This research helps to raise awareness of the Computer Game Translation sector. As a requisite of the discipline – to cater for the shapes Translation takes in our modern society – it is important that Translation Studies acknowledges the sector by incorporating an understanding of its intricacies.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Computer and Video Game Localization Norms of Translation Toury Chesterman Pedersen
Schlagwörter
(Deutsch)
Computerspielübersetzung Lokalisierung von Computer- und Videospielen Normen in der Translation Toury Chesterman Pedersen
Autor*innen
Dino Axel Beck
Haupttitel (Deutsch)
Normen in der Computerspielübersetzung
Publikationsjahr
2014
Umfangsangabe
125 S. : Ill., graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Larisa Schippel
Klassifikationen
05 Kommunikationswissenschaft > 05.37 Film, Video ,
05 Kommunikationswissenschaft > 05.38 Neue elektronische Medien ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.45 Übersetzungswissenschaft ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.94 Literarische Einflüsse und Beziehungen, Rezeption ,
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.95 Literarische Übersetzung
AC Nummer
AC12181852
Utheses ID
30180
Studienkennzahl
UA | 060 | 342 | 345 |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1