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European growth strategies
an economic assessment
Sibylle Blatzheim
Art der Arbeit
Magisterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Wirtschaftswissenschaften
Betreuer*in
Monika Gehrig-Merz
DOI
10.25365/thesis.33992
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29737.19971.493170-3
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Diese Arbeit sucht zu beantworten, ob die Wachstumspolitik der EU theoretisch sinnvoll ist. Genauer handelt es sich um eine ökonomische Analyse der Lissabon Strategie, inklusive einem kurzen Ausblick auf deren Nachfolgestrategie, die Europa 2020 Strategie.
Im Jahr 2000 hat die Europäische Union sich selbst bis 2010 sehr ambitionierte Ziele gesteckt. Ziel war es “zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum in der Welt zu [werden] […] der fähig ist, ein dauerhaftes Wirtschaftswachstum mit mehr und besseren Arbeitsplätzen und einem größeren sozialen Zusammenhalt zu erzielen“ (Europäisches Parlament) Empirisch gesehen hat sie auf ganzer Linie versagt. Ziel dieser Arbeit ist aufzuzeigen, welche der der Strategie zugrunde liegenden Annahmen theoretisch begründet sind und woran die Strategie gescheitert ist.
Zunächst werden verschiedene Modelle der endogenen Wachstumstheorie behandelt, um Schlüsse zu ziehen wie Wirtschaftswachstum stimuliert werden kann. Dieser erste Teil beinhält auch einige empirische Ergebnisse. Theorien bezüglich dem Zusammenhang von Wachstum und Beschäftigung, F&E und Humankapital, Innovation, sowie Bildung werden hier behandelt. Diese theoretische Analyse führte zu dem Ergebnis, dass man, um langfristiges Wirtschaftswachstum zu fördern, den Fokus auf Investitionen in F&E, da hier typischerweise Unterinvestment vorherrscht; die Schaffung eines innovationsfreundlichen Umfelds; und Bildung mit besonderer Betonung der höheren Bildung legen muss.
In einem nächsten Schritt wird die Lissabon Strategie im Hinblick auf diese theoretischen Erkenntnisse untersucht. Dies führt zu der Schlussfolgerung, dass einige gute Ideen in der Strategie enthalten waren (auch wenn immer noch Verbesserungen möglich gewesen wären), die Strategie aber einerseits unter einem free-riding-Anreiz für Staaten und andererseits an der Vermischung von Wachstums- mit sozialen Überlegungen gelitten hat.
Im Rahmen von Europa 2020 wurden einige Änderungen vorgenommen, die wahrscheinlich die Effektivität gegenüber der Lissabon Strategie erhöhen werden. Dennoch, insgesamt darf man nicht vergessen, dass es lediglich möglich ist ein wachstumsfreundliches Umfeld zu schaffen, nicht jedoch einfach am richtigen Hebel zu ziehen und dadurch jegliche gewünschte Wachstumsrate zu erreichen.
Abstract
(Englisch)
This paper attempts to address whether the growth policy of the EU is theoretically reasonable. Specifically it is an economic assessment of the Lisbon Strategy, including a short outlook on its follow up strategy the Europe 2020 strategy.
In 2000 the European Union had set itself some very ambitious goals to be reached by the year 2010. The goal was “to become the most competitive and dynamic knowledge-based economy in the world capable of sustainable economic growth with more and better jobs and greater social cohesion“ (European Parliament) Empirically it failed disastrously. The aim of the present work is to show which underlying assumptions of the strategy where theoretically reasonable and where the strategy failed.
At first different models of endogenous growth theory are discussed in order to draw conclusions on what can stimulate economic growth. This first section also includes some empirical findings. Theory on the relationship between growth and employment, R&D and human capital, innovation, and education are included. This theoretical analysis leads to the finding that in order to enhance long-run economic growth one has to focus on investing in R&D as typically there is underinvestment, creating an environment favourable to innovation and education with special emphasis on higher education.
In a next step the Lisbon Strategy is assessed with regard to the theoretical findings. This leads to the conclusion, that there were some good ideas included in the strategy (although still some improvements could have been made), but the strategy suffered especially from a free-riding incentive for states on the one hand and the mixing of growth considerations with social considerations on the other hand.
Within the framework of Europe 2020 some changes were made that are likely to increase the effectiveness compared to the Lisbon Strategy. However altogether one has not to forget, that it is only possible to generate an environment favorable to growth, but not to just move the right lever and thereby achieving any arbitrary desired growth rate.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
economic growth EU growth policy Lisbon Strategy
Schlagwörter
(Deutsch)
Wirtschaftswachstum EU Wachstumspolitik Lissabon Strategie
Autor*innen
Sibylle Blatzheim
Haupttitel (Englisch)
European growth strategies
Hauptuntertitel (Englisch)
an economic assessment
Paralleltitel (Deutsch)
Europäische Wachstumsstrategien ; eine ökonomische Beurteilung
Publikationsjahr
2014
Umfangsangabe
51 S.
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Monika Gehrig-Merz
Klassifikation
83 Volkswirtschaft > 83.31 Wirtschaftswachstum
AC Nummer
AC12145205
Utheses ID
30181
Studienkennzahl
UA | 066 | 913 | |
