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Gender Macht Geschlecht im translatorischen Lehr- und Lernprozess
Beatrice Fischer
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Zentrum für Translationswissenschaft
Betreuer*in
Mira Kadric-Scheiber
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.34019
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29694.30987.345065-6
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die Dissertation „Gender Macht Translation im translatorischen Lehr- und Lernprozess“ befasst sich mit der Umsetzung einer genderorientierten Translationsdidaktik. In einem ersten Schritt werden Bestrebungen der Universitäten, wie z.B. Frauenförderungspläne, insbesondere aber der Frauenanteil in Leitungspositionen an österreichischen und deutschen translatorischen Ausbildungsstätten erhoben und geschlechtsspezifische Auswirkungen auf die Translationsausbildung analysiert. Die Analyse wird sowohl auf curricularer als auch auf Lehrveranstaltungsebenen durchgeführt, um festzustellen, wo bzw. ob ein genderorientierter oder gesellschaftskritischer Zugang im Bereich der Translationsdidaktik erkennbar ist. Die darauf folgende Studie, die die Befragung der Lehrenden an österreichischen und deutschen Ausbildungsstätten umfasst (151 befragte Personen), soll Aufschluss über den Stellenwert der Lehrenden zu geschlechterspezifischen Gleich- oder Ungleichbhandlungen bieten. Die Untersuchung geht von der Annahme aus, dass eine nachhaltige Umsetzung einer genderorientierten Translationsdidaktik nur dann möglich ist, wenn die beteiligten Akteur_innen auch bewusst daran mitwirken, dass sich die gesellschaftlichen und somit auch politischen Rahmenbedingungen ändern, in denen diese Form der Didaktik angewendet wird. In diesem Zusammenhang wird Translation nicht im traditionellen Sinn als ein reiner Transfer zwischen Sprachen verstanden, sondern als eine dynamische Interaktion in transkulturellen Netzwerken, das über traditionelle hierarchische Beziehungen u.a. zwischen der Dichotomie „Original“ und „Übersetzung“ weit hinausgeht und bei dem der „Konstruktionscharakter“ translatorischer Handlungen deutlich wird. Um diese traditionellen Hierarchien aufzubrechen, werden die der Dissertation zugrunde liegenden Fragestellungen aus der Perspektive der Dekonstruktion behandelt, da weder „Translation“ noch „Gender“ eine eindeutige, stabile Bedeutung zugeschrieben werden kann, denn beide hinterfragen Dichotomien, die hierarchisch konstruiert und fixiert sind und meist dem „Mächtigen“ dienen. Wie dieser Zugang zur Didaktik konkret umgesetzt werden kann, soll anhand der Analyse eines durchgeführten Seminars veranschaulicht und exemplarisch dargestellt werden. Hierfür werden Vorschläge für einen genderorientierten Translationsunterricht präsentiert, die an individuelle Unterrichtssituationen angepasst werden können und so eine erste Grundlage für einen genderorientierten Unterricht darstellen.
Abstract
(Englisch)
The dissertation “Gender Macht Translation im translatorischen Lehr- und Lernprozess” deals with the implementation of gender-oriented translation didactics. At the initial stage, the efforts of universities such as plans for the promotion of the female gender, particularly the proportion of women in leadership positions, in Austrian and German translation teaching institutions will be recorded. Furthermore, the gender-specific impacts on translation teaching will be analyzed. The analysis will be performed at curricular and at course levels to determine where and if a gender-oriented or socially-critical access can be identified in the area of translation didactics. The follow-up survey involving the interview of teaching personnel in Austrian and German educational institutions (151 persons interviewed) will offer a detailed insight into the value and significance of the teaching personnel in the equal or unequal treatment of specific genders. The investigation is based on the assumption that the sustainable implementation of gender-oriented translation didactics will be possible only if the operatives involved also contribute consciously and proactively to the process of effecting changes in the social and thereby political framework conditions, in which this form of didactics is applied. In this respect, translation is not understood in the traditional sense, as a pure transfer between languages but as a dynamic interaction in trans-cultural networks, which far transcends traditional hierarchical relations amongst others, between the dichotomy of “original” and “translation” and in which the “constructional character” of translational actions becomes clear and obvious. To break these traditional hierarchies, the questions at the center of the dissertation will be treated from the point of view of deconstruction since clear and stable meaning can be attributed neither to “translation” nor to “gender”. They both challenge dichotomies that are hierarchically constructed and fixed and mostly serve the interest of the “powerful”. The analysis of a seminar that was conducted shall serve to demonstrate and exemplarily display how this access to didactics can be implemented in a precise manner. For this purpose, proposals will be presented for a gender-oriented translation lesson that is capable of being adapted to individual class situations and thus constitute an initial basis for gender-oriented teaching.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
translation didactics translation teaching gender-oriented didactics gender queer
Schlagwörter
(Deutsch)
Translationsdidaktik Translationsausbildung Genderrelevante Didaktik Gender Queer
Autor*innen
Beatrice Fischer
Haupttitel (Deutsch)
Gender Macht Geschlecht im translatorischen Lehr- und Lernprozess
Publikationsjahr
2014
Umfangsangabe
301 S. : Ill., graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*innen
Klaus Kaindl ,
Larisa Schippel
Klassifikation
17 Sprach- und Literaturwissenschaft > 17.04 Ausbildung, Beruf, Organisationen
AC Nummer
AC12147044
Utheses ID
30201
Studienkennzahl
UA | 792 | 323 | |
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