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Pharmakologische Aktivität eines neu synthetisierten Thiokohlensäure-Derivats MAH12.HCl an isolierten Organen von Meerschweinchen
Hanna Reumann
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Lebenswissenschaften
Betreuer*in
Christian Studenik
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29231.73436.648463-2
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
In dieser Diplomarbeit ging es darum, die neu synthetisierte Substanz MAH12.HCl an isolierten Organen von Meerschweinchen zu testen.
An den glattmuskulären Organen Aorta und Lungenarterie wurde die mögliche vasodilatierende Wirkung der Testsubstanz getestet, nachdem die Organe zuvor mit einer Kaliumchloridlösung maximal kontrahiert wurden.
Am Dünndarm, ebenfalls ein glattmuskuläres Organ, wurde auf eine mögliche spasmolytische Wirkung hin geprüft. Auch das Dünndarmpräparat wurde zuvor mit einer Kaliumchloridlösung vorkontrahiert.
An Organen der Herzmuskulatur wurden ebenfalls Versuche durchgeführt.
Am Vorhof wurde eine mögliche Abnahme der Schlagfrequenz beobachtet und am Papillarmuskel eine mögliche Verminderung der Kontraktionskraft.
Pro Organ wurden 4 Versuche durchgeführt und aus den Ergebnissen die Mittelwerte berechnet und Graphen erstellt. Anhand der Graphen wurden die EC50-Werte ausgewertet.
Die Testsubstanz übte auf alle Organe eine starke Wirkung aus, was zu der Erkenntnis führt, dass die Testsubstanz nicht organspezifisch wirkt.
Besonders am Dünndarm kam es zu einer vollständigen Spasmolyse, daher wurde die Untersuchung des Wirkmechanismus der Testsubstanz an diesem Organ durchgeführt.
Jedoch wurde die Vermutung nicht bestätigt, dass die Testsubstanz zur Öffnung von ATP-abhängigen Kaliumkanälen führt.
Die Wirkung an der Aorta war verglichen zu den anderen Organen sehr schwach.
Die Vasodilatation führte nur zu einer Abnahme der Kontraktionskraft auf rund 41 %.
Die Wirkung am zweiten untersuchten glattmuskulären Organ, der Lungenarterie, war wesentlich stärker, jedoch kam es nicht zu einer vollständigen Vasodilatation, sondern die restliche Kontraktionskraft betrug noch rund 14 %.
Die Testsubstanz hatte einen starken Effekt auf die Herzmuskulatur.
Bei den Präparaten des Vorhofs kam es zu einer 100%igen Abnahme der Schlagfrequenz.
Auch beim Papillarmuskel wurde die Kontraktionskraft bis auf 0 % vermindert.
Da die Wirkung nicht selektiv auf einem Organ beruht, ist der therapeutische Einsatz kaum sinnvoll. Das Nebenwirkungsprofil der Testsubstanz MAH12.HCl wäre für die Anwendung als Arzneimittel nicht vertretbar.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Deutsch)
Papillarmuskel rechter Vorhof terminales Ileum Aorta Arteria pulmonalis Kontraktionsmessung Thiokohlensäure-Derivat Glibenclamid
Autor*innen
Hanna Reumann
Haupttitel (Deutsch)
Pharmakologische Aktivität eines neu synthetisierten Thiokohlensäure-Derivats MAH12.HCl an isolierten Organen von Meerschweinchen
Publikationsjahr
2014
Umfangsangabe
62 S. : Ill., graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Christian Studenik
Klassifikation
44 Medizin > 44.40 Pharmazie, Pharmazeutika
AC Nummer
AC12004941
Utheses ID
30248
Studienkennzahl
UA | 449 | | |
