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Negotiated settlement of civil wars and international norms
Anil Sigdel
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Betreuer*in
Heinz Gaertner
DOI
10.25365/thesis.34241
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-16424.49640.202522-0
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Studien über die Lösung innerstaatlicher Konflikte zeigen, wie schwierig es ist, die richtigen Vorgehensweisen für das Stiften von Frieden aufzuzeigen. Dies wird auch von Konfliktforschern so gesehen. Außerdem werden Studien über innerstaatliche Konflikte im Rahmen von theoretischen Debatten über internationale Beziehungen schon lange von (neo-)realistischen der rationalistichen Perspektiven beherrscht. Was konstruktivistisch orientierte Wissenschaftler betrifft, haben diese ihrerseits der Dynamik innerstaatlicher Konflikte wenig Aufmerksamkeit entgegengebracht, trotz der Tatsache, dass in letzter Zeit eine theoretische Tradition grundgelegt wurde, wonach internationale „Normen“ auch auf nationaler Ebene wirken. Davon ausgehend, stellt diese Studie den Versuch dar, eine Verbindung zwischen Konstruktivismus und innerstaatlicher Konfliktlösung herzustellen, und zwar dadurch, dass untersucht wird, wie internationale Normen die von den an Bürgerkriegen beteiligten Parteien gewählten Vorgehensweisen beeinflussen und welchen Einfluss Normen kurzfristig auf die innerstaatliche Konfliktlösung ausüben. Dabei stellt sich heraus, dass Normen bei der Beendigung von Konflikten und der Gestaltung von Friedensprozessen eine entscheidende Rolle spielen. Die Studie zeigt aber auch empirisch auf, warum manche Normen nicht universell werden; Normen, die keinen universellen Charakter haben, beeinflussen Friedensprozesse negativ, indem sie politische Übergänge verzögern. Gleicherweise bestätigt die Untersuchung Hypothesen, wonach die Beteiligten sich nur in dem Maße an Normen halten, als ihre eigene Existenz nicht gefährdet wird; Gesellschaften, die sich im Konflikt befinden, sind in erster Linie mit dem Überleben beschäftigt und werden von realpolitischen Überlegungen beherrscht. Dies führt dazu, dass sie die Bedeutung der Menschenrechte außer Acht lassen und dass das Einhalten von Normen abhängig ist von der Stärke der von den die Normen Vertretenden gesetzten Handlungen. Die Studie verwendet zwei methodische Ansätze: zunächst wird eine quantitative Analyse unter Verwendung der Uppsala Conflict Database durchgeführt, dann werden Fallstudien qualitativ untersucht. Der Maoistenaufstand in Nepal stellt die wichtigste Fallstudie dar. Die Studie empfiehlt, dass die Internationale Gemeinschaft: (a) sich der (Nicht-)Universalität einer Norm bewusst sein sollte, bevor sie diese bestätigt und „Normenunternehmer“ / Normenpromoter unterstützt; (b) radikalen Maßnahmen durch nationale Akteure oder Normenunternehmer entgegensteuern und sich für schrittweise Veränderungen auf bestehende Institutionen verlassen sollte; (c) Maßnahmen zum kurz- und langfristigen Friedenserhalt setzen sollte, auch wenn dies möglicherweise nicht im Sinne der meisten beteiligten Parteien ist. Gleicherweise wird den beteiligten Parteien auf nationaler Ebene empfohlen, die Bemühungen der Internationalen Gemeinschaft, internationale Normen zu wahren, nicht als von vorurteilsbehafteten verborgenen Motiven getragen misszuverstehen.
Abstract
(Englisch)
Studies of intra-state conflict resolution have been struggling to provide the right prescriptions to peacemakers, claim conflict scholars themselves. Besides, in the context of theoretical debates in the International Relations, studies of intra-state conflict have for long been dominated by (neo-) realist and rationalist perspectives. Constructivist scholars, similarly, have paid little attention to the dynamics of intra-state conflict, despite the fact that in recent times they have established their theoretical tradition that norms matter from international to domestic level. Hence, this study is an attempt to connect constructivism with intra-state conflict resolution by examining how international norms alter actors’ choices in the context of civil wars and what effect norms have on intra-state conflict resolution in the short-term. The study finds that norms have a decisive role in ending conflicts and guiding peace processes. However, it also reveals empirically why some norms do not become universal; norms that lack universal quality negatively affect peace processes by prolonging political transition. The research, similarly, tests positively the hypotheses according to which actors comply with norms only up to the extent that their own existence is not jeopardized; societies or actors in (post-) conflict tend to think strategically because of their concerned about survival, hence disregard for norms of human rights; and norms compliance is contingent upon the strength of norm promoters’ action. The study applies a mixed method; first a quantitative analysis is conducted using the Uppsala conflict database, and then a qualitative analysis is applied to case studies. The Nepalese Maoist Conflict is the major case studied. The study recommends that the international community should: a) be aware of the (non-)universality of a norm before endorsing it and supporting “norm entrepreneurs” or promoters; b) discourage any radical measures by domestic actors or norm promoters and rely on existing institutions for a gradual change; c) take measures that maintain peace in the short and long-term even though that may not satisfy most stakeholders. Domestic stakeholders, similarly, are recommended not to misunderstand the international community’s approach of upholding international norms as prejudicial hidden agendas.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
International Norms Constructivism Uppsala Conflict Data Program Intra-state Conflicts Nepal Maoist Conflicct
Schlagwörter
(Deutsch)
Internationale Normen Konstruktivismus Innerstaatliche Konflikte Uppsala Konflikt Datenbank Maoisten Konflikt Nepal
Autor*innen
Anil Sigdel
Haupttitel (Englisch)
Negotiated settlement of civil wars and international norms
Paralleltitel (Deutsch)
Verhandlungslösung für Bürgerkriege und Internationale Normen
Publikationsjahr
2014
Umfangsangabe
XI, 275 S.
Sprache
Englisch
Beurteiler*innen
Heinz Gaertner ,
Markus Kornprobst
AC Nummer
AC12117629
Utheses ID
30395
Studienkennzahl
UA | 784 | 300 | |
