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Alkoholabhängigkeit und Exekutive Funktionen
Unterschiede in Hinsicht auf die Geruchswahrnehmung
Karoline Birngruber
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Betreuer*in
Germein Weber
DOI
10.25365/thesis.34250
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29184.87583.888759-8
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Hintergrund: Aus einigen Studien geht hervor, dass das Riechvermögen sowie die Exekutiven Funktionen bei AlkoholikerInnen beeinträchtigt sein können Die vorliegende Studie bezieht sich unter anderem auf die Frage, ob verminderte Geruchsleistungen mit Exekutiven Beeinträchtigungen einhergehen und ob es Unterschiede zwischen linksseitiger frontaler und rechtsseitiger frontaler Beeinträchtigung in Zusammenhang mit den olfaktorischen Funktionen gibt. Darüber hinaus sollte erfasst werden, ob Raucher einen beeinträchtigten Geruchsinn haben und ob man verminderte Riechleistungen einem der beiden Typen, der Cloninger-Typologie zuweisen kann.
Stichprobe: Zu diesem Zweck wurden 63 Männer, die aufgrund einer nach ICD-10 diagnostizierten Alkoholsucht stationär in Behandlung waren, hinsichtlich der Geruchswahrnehmung und der Exekutiven Funktionen getestet.
Methode: Zur Erfassung der frontalen Hirnfunktionen diente einerseits, der Ruff-Figural-Fluency-Test und andererseits der Regensburger Wortflüssigkeitstest. Die olfaktorische Funktion wurde mit den sogenannten Sniffin’ Sticks erfasst.
Ergebnisse: Die Ergebnisse konnten nachweisen, dass Personen mit beeinträchtigten Exekutiven Funktionen Gerüche signifikant schlechter identifizieren und damit eine verminderte Geruchswahrnehmung aufweisen als Personen die im frontalen Hirnbereich nicht beeinträchtigt sind.Weiter konnte kein signifikanter Unterschied zwischen Rauchern und Nicht-Rauchern in Hinsicht auf die Geruchswahrnehmung und die Exekutiven Funktionen nachgewiesen werden. Personen, die dem Typ II der Cloninger-Typologie zugeteilt wurden hatten signifikant schlechtere Riechidentifikationsleistungen als Personen vom Typ I und waren außerdem stark mit Exekutiven Beeinträchtigungen assoziiert.
Schlussfolgerung: Demnach dürften sowohl olfaktorische Defizite als auch die Zugehörigkeit zu Alkoholikertyp II mit beeinträchtigten Frontalhirnfunktionen assoziiert sein. Die Geruchswahrnehmung bei Alkoholikern könnte somit ein wichtiger Marker in der Diagnostik werden und Aussagen über betroffene Bereiche des Frontalhirns liefern. Der Unterschied zwischen Rauchern und Nichtrauchern sollte mit einer Differenzierung zwischen aktiven Rauchern, Passivrauchern, ehemaligen Rauchern, Nicht-Rauchern sowie Dauer und Menge des Zigarettenkonsums wiederholt untersucht werden.
Schlüsselwörter: Alkoholiker, Geruchswahrnehmung, Exekutive Funktionen, Sniffin’ Sticks
Abstract
(Englisch)
Background: Although the literature is sparse, previous studies have shown alcoholics that have a reduced ability to smell as well as impaired executive functions of the brain. The aim of this study was to examine if there is a connection between olfactory performance and executive functions of the brain. Is diminished olfactory function accompanied by impaired executive function?
Furthermore, this will clarify if smokers have an impaired sense of smell and if one can attribute a diminished capacity of smell to one of the two types of the Cloninger's typology of alcoholism.
Sample size: 63 men diagnosed with alcohol addiction based on the ICD-10 definition receiving treatment at an in-patient facility were tested on their sense of smell and executive functioning. In total, three tests were performed with each subject.
Method: The Ruff-Figural-Fluency-Test and the Regensburger Wortflüssigkeitstest were used to measure frontal lobe brain function. Olfactory function was determined through the use of Sniffin’ Sticks.
Results: The results of the statistical analysis showed that subjects with impaired executive functions were significantly less able to identify smells, therefore they have a reduced sense of smell, as compared to people who have no impairment of the frontal lobe.
Furthermore, no significant difference was found in the perception of smell and executive function between smokers and non smokers. Subjects with Type II of Cloninger's typology of alcoholism showed significantly lower performance of smell identification as compared to subjects with Type I. Besides Type II was associated with impaired executive functions.
Conclusion: Based on the findings, olfactory deficits and the Type II are associated with impaired frontal lobe brain function. In further studies smokers should be divided into past-smokers, passivsmokers, nonsmokers as well as into their daily cigarette-consumption and the duration of smoking in years. The Alcoholics’ sense of smell of could be an important indicator for diagnostics and reveal affected regions of the frontal lobe.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
alcoholics perception of smell executive function Sniffin’ Sticks
Schlagwörter
(Deutsch)
Alkoholabhängigkeit Exekutive Funktionen Geruchsinn
Autor*innen
Karoline Birngruber
Haupttitel (Deutsch)
Alkoholabhängigkeit und Exekutive Funktionen
Hauptuntertitel (Deutsch)
Unterschiede in Hinsicht auf die Geruchswahrnehmung
Publikationsjahr
2014
Umfangsangabe
106 S. : Ill., graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Germein Weber
Klassifikation
77 Psychologie > 77.70 Klinische Psychologie
AC Nummer
AC12030811
Utheses ID
30402
Studienkennzahl
UA | 298 | | |
