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Das Fest in der Operette
Konstanze Fladischer
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Philologisch-Kulturwissenschaftliche Fakultät
Betreuer*in
Isolde Schmid-Reiter
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.34337
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29143.26623.484666-0
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Die vorliegende Arbeit untersucht Funktionen und Auswirkungen der Operettenfeste auf der Handlungs- und Publikumsebene. Dabei orientiert sich die Analyse an den Fragen, welche Elemente konstitutiv für die Gattung sind und warum Feste häufig Teil einer Operettenhandlung sind. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt auf der Wiener Operette, im Besonderen auf Johann Strauss’ "Die Fledermaus" (1874) und Franz Lehárs "Die lustige Witwe" (1905), schließt aber weitere Werke von Paul Abraham, Edmund Eysler, Leo Fall, Jean Gilbert, Richard Heuberger, Emmerich Kálmán, Franz Lehár, Jacques Offenbach, Oscar Straus und Johann Strauss in die Analyse mit ein, um so die Genese des Festes in der Gattung und zugleich die Universalität seiner Charakteristika herauszuarbeiten. Das Fest wird dabei als Gegensatz zum Alltag begriffen, der kurzfristig die Möglichkeit bietet, Grenzen zu überschreiten und mit herrschenden Konventionen zu brechen. Die Ausbruchsfunktion des Festes wird dabei anhand unterschiedlicher Aspekte demonstriert. Nicht nur können Klassengegensätze für die Dauer des Festes aufgehoben werden, sondern das Fest gibt auch Raum für erotische Abenteuer abseits des Ehealltags. Der übermäßige Konsum von Alkohol, die Kraft der Tanzmusik und das Bewusstsein um die Flüchtigkeit des Lebens sowie des Festes fördern zusätzlich den Exzess. Aufbauend auf diesen Überlegungen kann, unter Bezugnahme auf die Theorie der Interpassivität von Robert Pfaller, auf die Wirkung der Feste beim Publikum näher eingegangen werden, um festzustellen, dass auch hier die Funktion des Ausbruchs Anwendung findet. Sämtliche Grenzüberschreitungen auf der Bühne werden demzufolge von den Zuschauern selbst erlebt und sorgen so für eine Ausnahmesituation. Auf diese Weise lässt sich nachzeichnen, dass das Fest wesentlich zur allgemeinen Auffassung beiträgt, die gesamte Gattung Operette als Welt der Illusion und Träume zu begreifen.
Abstract
(Englisch)
The thesis presented investigates the features and effects of operetta festivities at the action level as well as at the public level. The basic analysis questions which elements are constitutive of the genre, and ask why festivities are often part of an operetta. The thesis focuses mainly on the Viennese operetta, in particular "Die Fledermaus" (1874) by Johann Strauss and Franz Lehár´s "The Merry Widow" (1905), but other works by Paul Abraham, Edmund Eysler, Leo Fall, Jean Gilbert, Richard Heuberger, Emmerich Kálmán, Franz Lehár, Jacques Offenbach, Oscar Strauss and Johann Strauss are also included in the analysis. In this way it is possible to examine the genesis of the festivities in the genre as well as the universal appeal of their characteristics. Here the festivities are to be understood as the opposite of everyday life, as the brevity of the celebrations enables the crossing of boundaries and the breaking with prevalent conventions. Thereby the escape function of the festivity is demonstrated by its different aspects. Class antagonisms are put aside for the duration of the festivities; there is also the potential for erotic speculation aside from the routine of married life. Overindulgence in alcohol, the power of dance music and the awareness of life’s transience contribute to and promote the exuberance. Based on these aspects, a closer look is taken at the effects that such festivities have on the audience. Referring to the theory of Interpassivity by Robert Pfaller it can be shown that the escape from the ordinary is of relevance here, too. Several of the excesses on the stage are experienced by the audience as if he or she was actually participating in the celebrations while sitting in the auditorium and viewing the operetta, and therefore lead to an exceptional situation. In this way it is possible to trace the fact that festivities in operettas contribute to the popular belief that the whole genus of the operetta is a world of dreams and illusions.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Operette Fest Feier Ausbruch Exzess Festgesellschaft Erotik Frivolität Alkohol Tanz Maskerade Vergänglichkeit Interpassivität Publikum
Autor*innen
Konstanze Fladischer
Haupttitel (Deutsch)
Das Fest in der Operette
Publikationsjahr
2014
Umfangsangabe
149 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Isolde Schmid-Reiter
Klassifikation
24 Theater > 24.62 Musiktheater, Theatermusik
AC Nummer
AC12177111
Utheses ID
30479
Studienkennzahl
UA | 317 | | |
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