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Jesus und der Tempel
Historie und Metaphorik
Alexander Franz Lieberich
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Evangelisch-Theologische Fakultät
Betreuer*in
Wilhelm Pratscher
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.34342
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29853.24199.499566-7
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
In dieser Arbeit wurde eine Untersuchung zu Kult und Tempelmetaphorik im Neuen Testament vorgelegt, wobei ein Schwerpunkt auf den Römerbrief, die Korintherkorrespondenz und die Tempelreinigungsperikope gesetzt wurde. Aus dieser Arbeit ergeben sich folgende Thesen: In Bezug auf den Tempel: These 1: Zentrale Motive der Jerusalemer Tempeltheologie sind Gottes Wohnstatt bei den Menschen und der Opferkult, ins Besondere die Sühnopfertheologie, verbunden mit der Vorstellung der Stellvertretung. These 2: Der Tempel hatte zentrale religiöse Bedeutung für das Judentum und zwar auch für das Diasporajudentum. These 3: Kult- und Tempelsprache werden im Neuen Testament als Metaphern für Christus und sein Werk verwendet. Daraus folgt: Die Tempeltheologie spielt an vielen Stellen des Neuen Testaments eine Rolle; die Untersuchung der historischen Hintergründe wirft Licht auf die intendierte Botschaft der Autoren. In Bezug auf die untersuchten Stellen des Neuen Testaments: These 1: Paulus spricht vom Tempel immer nur in Bezug auf Christus. These 2: In der Korintherkorrespondenz steht die pneumatisch gewirkte Gottesgegenwart in Individuum und Gemeinde im Vordergrund der angewandten Metaphorik. These 3: In Röm 3, 25 meint Paulus mit i`lasth,rion den Deckel der Bundeslade. Die Assoziationen, die Paulus damit wecken will, sind die Begegnung mit der göttlichen Gegenwart und die Vergebung durch stellvertretendes Sühnopfer. These 4: Die Synoptiker bieten keine explizite Tempelmetaphorik. Immerhin überliefern sie, in Form des Tempelwortes, eine alte Tradition der Tempelmetaphorik, stehen dieser aber sehr kritisch gegenüber, indem sie es den Feinden Jesu in den Mund legen. These 5: Der vierte Evangelist weist in seiner Tempel- und Kultmetaphorik Ähnlichkeiten zu Paulus auf. Er geht aber deutlich weiter: der Tempelbetrieb ist gänzlich überholt, Christus ist die Verkörperung der eschatologischen Hoffnung auf einen neuen Tempel. Christus ist der wahre Tempel. Daraus folgt: Tempel- und Kultmetaphorik im Neuen Testament spielen eine große Rolle und die Jerusalemer Tempeltheologie hat auch die Autoren des Neuen Testaments in ihren theologischen Konzeptionen geprägt.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Deutsch)
Jesus Kultmetaphorik Tempelmethaphorik
Autor*innen
Alexander Franz Lieberich
Haupttitel (Deutsch)
Jesus und der Tempel
Hauptuntertitel (Deutsch)
Historie und Metaphorik
Publikationsjahr
2014
Umfangsangabe
91 S. : Ill.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Wilhelm Pratscher
Klassifikation
11 Theologie > 11.44 Neues Testament
AC Nummer
AC12079534
Utheses ID
30484
Studienkennzahl
UA | 041 | | |
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