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Emotionsregulation und Lebensqualität bei pädiatrischen GehirntumorpatientInnen
eine retrospektive Datenanalyse
Hanna Sabine Aschauer
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Betreuer*in
Pia Deimann
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Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.34391
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30482.39127.687864-2
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Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Hintergrund: Durch andauernde Optimierung von Behandlungsmethoden steigt die Überlebensrate von an Hirntumoren erkrankten Kindern und Jugendlichen deutlich an. Dadurch rückt unter anderem die psychosoziale Nachsorge in den Fokus des Interesses. Ziel der vorliegenden Diplomarbeit ist es, sich mit der Emotionsregulation von pädiatrischen PatientInnen im Detail zu beschäftigen. Wie gehen sie mit dieser enormen Belastung um und wie regulieren sie ihre Emotionen im Alltag. Außerdem wird untersucht ob sich die Emotionsregulationsfähigkeit auf die Lebensqualität der jungen PatientInnen auswirkt. Methode: Bei der vorliegenden Studie handelt es sich um eine retrospektive Datenanalyse. Und zwar wurden 52 pädiatrische HirntumorpatientInnen mithilfe von Fragebögen zur Emotionsregulation („Feel-KJ“) und zur Lebensqualität („KINDL“) befragt. Außerdem wurden Informationen aus Intelligenztestbatterien und Angaben zu Verhaltensproblemen der Kinder herangezogen. Anhand von t-Test wurden Abweichungen zur Norm, mögliche Geschlechtsunterschiede, Einflüsse von krankheitsbezogenen Parametern und Verhaltensauffälligkeiten auf die Emotionsregulation untersucht. Korrelationen wurden berechnet, um einen Zusammenhang zur Intelligenz aufzudecken, Regressionen zur Überprüfung von Altersunterschieden. Einfaktorielle Varianzanalysen sollten Aufschluss über den Einfluss der Emotionsregulation auf die Lebensqualität der HirntumorpatientInnen geben. Ergebnisse: Die Ergebnisse zeigen, dass die PatientInnen der Stichprobe signifikant weniger auf maladaptive Regulation zurückgreifen, als dies bei der gesunden Norm der Fall ist. Weiters verfügen Mädchen über eine ungünstigere Bewältigung als Buben. Sind die PatientInnen von einem supratentoriellen Tumor betroffen, so greifen sie vermehrt auf soziale Unterstützung zurück, beim Vorhandensein von Risikofaktoren, regulieren die Kinder und Jugendlichen ihre Emotionen auf ungünstigere Weise als ohne. Und auch die Lebensqualität zeigt einen Einfluss. Und zwar geht eine günstige Emotionsregulation mit einer höheren Lebensqualität einher. Betrachtet man die Unterskalen der Lebensqualität, so zeigt sich dieser Effekt vor allem in den Bereichen psychisches Wohlbefinden und Familie. Diskussion und Schlussfolgerung: Die vorliegende Studie macht deutlich, dass die Erhebung der Emotionsregulation im Zuge der psychosozialen Versorgung von großer Bedeutung ist. Da bei festgestellten Defiziten bei der Entwicklung von geeigneten Regulationsstrategien unterstützend eingegriffen und dadurch zur Erhöhung der Lebensqualität und zur Wahrung oder Verbesserung der psychischen Gesundheit beigetragen werden kann.
Abstract
(Englisch)
Purpose: Due to the continual improvement of treatment methods, the survival rates of children and adolescents with brain tumors has been increasing over the past decades. Thus, the long-term effects and the psychosocial care of the young patients have received more attention. The objective of the present study is a detailed analysis of the emotion regulation of patients treated for brain tumors. How they deal with the burden of their illness and how they regulate their emotions in everyday life. Furthermore, this study includes an analysis of the influence of emotional regulation on the quality of life of the patients. Methods: The present thesis is about a retrospective analysis of data. A sample of 52 patients with brain tumors answered questionnaires about their emotional regulation („Feel-KJ“) and their quality of life („KINDL“). Furthermore, information about intelligence and conduct problems of the patients was used. Deviations of health controls, gender differences, and the influence of illness related parameters and conduct problems were identified by t-tests. Correlation analyses were performed to expose a relationship of intelligence and emotion regulation and simple linear regression analyses were used to expose differences in age. The influence of emotional regulation to quality of life was examined by variance analyses. Results: The results indicate that patients of the sample reported less dysfunctional regulation strategies compared to their healthy peers. Furthermore, girls displayed more maladaptive coping than boys, especially withdrawal. Patients with a supratenorial located tumor seek more social support, compared to children and adolescents with an infratentorial located tumor. By the existence of risk factors, the pediatric patients use a more ineffective way to regulate their emotions than someone without them does. Moreover, interaction effects have been found between emotion regulation and quality of life. A better emotion regulation goes along with a higher quality of life, especially in the subscales of mental well-being and family. Conclusion: The findings demonstrate the importance of assessments of emotional regulation in the course of psychosocial care. In the case of established deficits, the psychologists are able to support the development of effective emotion regulation strategies, to increase the quality of life and to achieve the improvement or the balancing of mental health of the patients suffering from brain tumors.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
emotional regulation quality of life brain tumor pediatrics
Schlagwörter
(Deutsch)
Emotionsregulation Lebensqualität Hirntumor Pädiatrie
Autor*innen
Hanna Sabine Aschauer
Haupttitel (Deutsch)
Emotionsregulation und Lebensqualität bei pädiatrischen GehirntumorpatientInnen
Hauptuntertitel (Deutsch)
eine retrospektive Datenanalyse
Paralleltitel (Englisch)
Emotional regualtion and quality of life in children with brain tumors ; a retrospective data analysis
Publikationsjahr
2014
Umfangsangabe
138 S. : graph. Darst.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Pia Deimann
Klassifikationen
77 Psychologie > 77.55 Kinderpsychologie ,
77 Psychologie > 77.56 Jugendpsychologie
AC Nummer
AC12100259
Utheses ID
30527
Studienkennzahl
UA | 298 | | |
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