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I like you when you think like me
the effects of congruent and incongruent mental states on empathy and prosocial behavior
Sandra Amashaufer
Art der Arbeit
Diplomarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Psychologie
Betreuer*in
Jasminka Majdandžić
DOI
10.25365/thesis.34465
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30466.05692.915259-2
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Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Der Simulations-Theorie zufolge benutzen Menschen sich selbst als eine Vorlage, um auf die mentalen Zustände von anderen zu schließen. Daher sollte es einfacher sein, mit Menschen zu mentalisieren, die uns ähnlicher sind. Die aktuelle Studie versuchte den Mechanismus zu klären, der hinter dem Zusammenhang zwischen Mentalisieren und prosozialem Verhalten steht: ist es die wahrgenommene Ähnlichkeit der Zielperson, die einen Einfluss darauf hat, dass mehr prosoziales Verhalten und höhere Empathiewerte gezeigt werden, oder ist es die größere Bekanntheit bzw. Vertrautheit, die durch das Priming zu den Zielpersonen hergestellt wurde. Mit Hilfe von fMRI wurde der Einfluss von kongruenten und inkongruenten mentalen Zuständen zweier fiktiver Zielpersonen auf die Empathie und das prosoziale Verhalten der Studienteilnehmerinnen untersucht. Das Herbeiführen von Kongruenz wurde dabei mittels ähnlicher und unähnlicher mentaler Zustände in einer Primingaufgabe durchgeführt, welche vor den eigentlichen Aufgaben bearbeitet wurde. Unsere Analysen ergaben gesteigerte Aktivierung im ventrolateralen präfrontalen Kortex (VLPFC) beim Mentalisieren mit unähnlichen Personen, darauf hindeutend, dass in diesen Durchgängen ein höherer Grad an Unsicherheit herrscht und dadurch die Studienteilnehmerinnen ihren ersten Impuls unterdrücken müssen, um die gegenteilige Aussage für die inkongruente Zielperson zu wählen. Weiters konnte gezeigt werden, dass kongruente mentale Zustände von Zielpersonen einen Einfluss auf die Empathie haben, die ihnen gegenüber gezeigt wird. Dieser Effekt wird dabei von nicht-schmerzhaften Reizen angetrieben. Die bildgebenden Daten zeigten keine Aktivierungsunterschiede in Arealen, die typisch für Empathie wären, aber es konnte erhöhte Aktivierung im linken temporoparietalen Übergang (TPJ) beim Mentalisieren mit der kongruenten Person gefunden werden. Es scheint, dass sich die Studienteilnehmerinnen aufgrund der empfundenen Ähnlichkeit aktiver von der kongruenten Person abgrenzen müssen, um möglicherweise nicht von der verspürten Empathie überwältigt zu werden, welche sich durch die größere Verschmelzung mit der kongruenten Person ergibt. Des Weiteren sind die Ergebnisse ein Anzeichen dafür, dass es schwieriger ist, mit unähnlichen Zielpersonen zu mentalisieren. In Bezug auf prosoziales Verhalten konnte in der vorliegenden Studie allerdings kein Effekt von Ähnlichkeit auf die Entscheidungen in der prosozialen Aufgabe gefunden werden.
Abstract
(Englisch)
According to the simulation theory, people use themselves as a template when inferring other persons’ mental states. Thus, it should be easier to mentalize with people who are similar to ourselves. The current study sought to clarify the mechanism behind the link, which has been found between mentalizing and prosocial behavior: is it the perceived similarity between the participant and the target person, which leads to higher empathy ratings and greater prosocial behavior, or can this link be explained by means of an increased familiarity of the target persons elicited due to the priming. Using fMRI, the influence of congruent and incongruent mental states of two fictitious target persons on the participants’ empathic concern and prosocial behavior towards them was examined. The congruency induction by means of similar and dissimilar mental states was implemented in an implicit priming task prior to the actual empathy and prosocial tasks. Our analyses revealed increased activation in the ventrolateral prefrontal cortex (VLPFC) during mentalizing with incongruent persons, suggesting that a higher extent of uncertainty dominates in these trials and hence, the participants have to inhibit their first impulse in order to pick the opposite statement for the incongruent person. Furthermore, it could have been shown, that congruent mental states of target persons do have an effect on the amount of empathy felt towards them, driven by non-painful trials. The imaging data did not reveal any activation differences in brain areas, which are classic for empathy, but it yielded increased activation in the left temporoparietal junction (TPJ) when empathizing with the congruent target person. This shows that there seems to be a need for the participants to actively disengage themselves from the congruent person, in order to not being overwhelmed by the extent of empathy, which they feel due to a greater merging with the similar person. Additionally, the imaging results of the mentalizing task could account for the assumption that it is more difficult for people to mentalize with dissimilar persons in comparison to mentalizing with similar persons. However, we did not find any effects of similarity on decisions made in the prosocial task.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
mentalizing similarity prosocial behavior empathy VLPFC TPJ
Schlagwörter
(Deutsch)
Mentalisieren Ähnlichkeit prosoziales Verhalten Empathie VLPFC TPJ
Autor*innen
Sandra Amashaufer
Haupttitel (Englisch)
I like you when you think like me
Hauptuntertitel (Englisch)
the effects of congruent and incongruent mental states on empathy and prosocial behavior
Paralleltitel (Deutsch)
Ich mag dich, wenn du mir ähnlich bist ; die Effekte von kongruenten und inkongruenten mentalen Zuständen auf Empathie und prosoziales Verhalten
Publikationsjahr
2014
Umfangsangabe
53 S. : Ill., graph. Darst.
Sprache
Englisch
Beurteiler*in
Jasminka Majdandžić
AC Nummer
AC12106621
Utheses ID
30592
Studienkennzahl
UA | 298 | | |
