Detailansicht

Essays on Consumption Choice, Well-Being, and Pension Design
Stefan Zimmermann
Art der Arbeit
Dissertation
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Wirtschaftswissenschaften
Betreuer*innen
Alejandro Cuñat ,
Gerhard Sorger
Volltext herunterladen
Volltext in Browser öffnen
Alle Rechte vorbehalten / All rights reserved
DOI
10.25365/thesis.34576
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-29547.07290.493661-1
Link zu u:search
(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)

Abstracts

Abstract
(Deutsch)
Abstract (1) Diese Studie untersucht den Zusammenhang zwischen verschiedenen Konsumgütern und subjektivem Wohlbefinden. Dazu wird ein repräsentativer Datensatz von US- amerikanischen Personen verwendet. Es existiert eine große Anzahl von Studien, welche die Beziehung zwischen Einkommen und subjektivem Wohlbefinden untersuchen. Allerdings gibt es nur unzureichend Forschung darüber, wie Personen ihr Einkommen auf verschiedene Konsumgüter verteilen und die sich daraus ergebenen Effekte auf das Wohlbefinden. Verschiedene Konsumgüter erlauben es zu testen, ob und durch welche Kanäle, Einkommen das Wohlbefinden beeinflusst. Es werden Paneldaten-Methoden verwendet um der nicht-beobachtbaren Heterogenität von Personen Rechnung zu tragen. Außerdem werden geordnete Entscheidungsmodelle (ordered choice models) verwendet, um die ordinalen Eigenschaften der abhängigen Variable besser zu adressieren. Im Gegensatz zu linearen Regressionsmodellen vermeidet dies Schätzungsvorhersagen außerhalb des eigentlich möglichen Bereichs und verbessert die Effizienz der Schätzungen. Der Gesamtkonsum einer Person steht in positivem Zusammenhang zu ihrem Wohlbefinden, aber lediglich einige Konsumgüter tragen dazu bei. Dies sind vorrangig nicht-materielle Konsumausgaben, sowie Konsumausgaben welche für Andere sichtbar sind und Status signalisieren. Schließlich wird der Nachweis erbracht, dass die Ergebnisse nicht nur eine Korrelation widerspiegeln, sondern tatsächlich einen kausalen Effekt von Konsum auf das subjektive Wohlbefinden aufzeigen. Abstract (2) Diese Studie untersucht das Vorhandensein und die Stärke von internen und externen Konsumgewohnheiten. Dazu werden monatsbasierte Haushaltsdaten verwendet. Die Hypothese zur Bildung von Konsumgewohnheiten wird verwendet um empirische Regularien in der Makroökonomie und an den Finanzmärkten zu erklären. Empirische Studien die auf aggregierten Daten basieren (makroökonomische Perspektive) lassen die mikroökonomischen Entscheidungen weitgehend unerklärt. Mikro-ökonometrische Studien zeigen kein einheitliches Ergebnis zur Fragestellung der Bildung von Konsumgewohnheiten. Hinzu kommt, dass sich die Ergebnisse fast ausschließlich auf Konsumdaten zur Ernährung stützen. Allerdings sind Ernährungs-Konsumdaten eine schlechte Näherungsvariable für die gesamten Konsumausgaben eines Haushalts — hauptsächlich, weil sich die Präferenzen für Ernährungs-Konsumausgaben stark von den Präferenzen für andere Konsumgüter unterscheiden (Shea (1994)). Aus diesem Grund werden in dieser Studie die gesamten Konsumausgaben eines Haushalts verwendet, um die Euler-Gleichungen eines additiven Models zur Konsumgewohnheitsbildung zu untersuchen. Die empirische Auswertung deutet auf interne und externe Konsumgewohnheiten hin, wobei der externe Effekt mehr als dreimal so stark ausfällt wie der interne Effekt. Schließlich werden Erweiterungen zu alternativen Konsumgewohnheitspräferenzen und empirische Schätzungen zu deren Koeffizienten vorgestellt. Abstract (3) Diese Studie verwendet ein verhaltensökonomisches Lebenszyklus-Modell um verschiedene Rentensysteme zu analysieren. Die handelnden ökonomischen Akteure besitzen Präferenzen die sich von den Standardannahmen der Volkswirtschaftslehre unterscheiden. Weiterhin erlaubt das Modell Einkommensunterschiede zwischen den handelnden Personen und beschränkt sich nicht auf die Analyse des Durchschnittsverdieners. Die verfügbaren wirtschaftlichen Ressourcen im Rentenalter hängen von den staatlichen Renten sowie von den privaten Ersparnissen ab, welche über die Lebenszeit angehäuft wurden. Dabei ist die Höhe der privaten Ersparnisse entscheidend davon abhängig, ob Personen in risikoarme oder risikoreiche Wertpapiere investieren, da gewaltige Ertragsunterschiede zwischen diesen Investmentklassen vorherrschen. Ökonomische Standardmodelle beschreiben diese Investmentaufteilung — über den Lebenszyklus hinweg — nur unzureichend. Das vorgeschlagene Modell hingegen, liefert eine bessere Beschreibung der Aufteilung in die mit verschiedenem Risiko behafteten Wertpapiere. Es wird analysiert, ob ein Übergang zu einem kapitalgedeckten Rentensystem vorzugswürdig ist und ob diese Vorzugswürdigkeit für verschiedene Einkommensklassen gar unterschiedlich ausfällt. Ein möglicher Grund wäre, dass ein umlagefinanziertes Rentensystem Geringverdienern einen besseren Risikoschutz gewährt, wohingegen Besserverdiener eher vom höheren, erwarteten Ertrag des kapitalgedeckten Rentensystems profitieren. Die Ergebnisse zeigen, dass ein Kapitaldeckungssystem für alle Einkommensklassen vorzugswürdig ist, wobei vernünftige Annahmen über den demografischen Wandel und zu erwartende Finanzmarkterträge getroffen werden.
Abstract
(Englisch)
Abstract (1) This paper looks at the association of specific consumption goods with subjective wellbeing (SWB), using a representative sample of US individuals. There is a vast economic literature on the relationship between income and SWB, but surprisingly very little on how individuals spend their income and the associated effects on SWB. Different consumption goods allow to test whether, and through which channels, income might affect SWB. I use panel methods to account for individual heterogeneity. Ordered choice models are used to address the ordinal nature of the SWB data. Unlike linear regression models, this avoids nonsensical out-of-bound predictions and improves efficiency. Total consumption is significantly associated with SWB, but only via certain consumption goods. Consumption is associated with SWB mainly through experiential and conspicuous expenses. Evidence for a causal effect of consumption on SWB is provided. Abstract (2) This paper investigates the presence and strength of internal and external habit formation in consumption, using monthly household data. The habit hypothesis is used to explain empirical regularities in macroeconomics and finance. Empirical studies based on aggregate data (macro-evidence) leave the micro-behavior unexplored. The micro-evidence is inconclusive and primarily based on food consumption data. Unfortunately, food consumption is a bad proxy for total consumption — mainly, because food consumption preferences differ considerably from consumption preferences of other goods (Shea (1994)). Thus, I use total household consumption data to test the Euler equations of an additive habit formation model. There is evidence for internal and external habits; the external habit effect is about three times larger than the internal effect. Extensions to alternative habit coefficients are provided. Abstract (3) This paper uses a behavioral life-cycle model to analyze different pension schemes when people display non-standard consumption preferences and income-heterogeneity. Retirement resources depend on public pension benefits and individual savings accumulated over working life. Individual savings crucially depend on the choice between low-risk and high-risk assets, because there is a sizable return gap. Mainstream economic models do not adequately capture peoples’ life-cycle asset allocation patterns, that is, their investment in safe and risky assets. The proposed model makes a better prediction. I investigate whether a transition towards a funded pension scheme is desirable, and whether different income classes could benefit from different pension schemes. The rationale is that a non-funded pension component provides better downward risk protection for the low-income earners, whereas a funded pension component is more appealing to rent-seeking, high-income earners. Simulation results reveal that a funded pension scheme is most promising for all income classes — considering reasonable demographic and financial market projections for Germany.

Schlagwörter

Schlagwörter
(Englisch)
Consumer Behavior Consumption Choice Consumption Happiness Economics Behavioral Economics Subjective Well-Being Well-Being Micro-Econometrics Life Satisfaction Happiness Depression Relative Consumption Social Comparison Habit Formation Bounded Rationality Asset Allocation Portfolio Choice Pension Design Pensions Lexicographic Choice Dynamic Panel Data Panel Data
Schlagwörter
(Deutsch)
Konsumentenverhalten Konsum Glücksforschung Subjektives Wohlbefinden Wohlbefinden Mikroökonometrie Verhaltensökonomie Lebenszufriedenheit Glück Depression Relativer Konsum Sozialer Vergleich Gewohnheitsbildung Beschränkte Rationalität Portfolio-Strukturierung Pensionen Renten Lexikographische Präferenzen Haushalte Dynamische Panel Daten Panel Daten
Autor*innen
Stefan Zimmermann
Haupttitel (Englisch)
Essays on Consumption Choice, Well-Being, and Pension Design
Paralleltitel (Deutsch)
Aufsätze über Konsumentscheidungen, Wohlbefinden und Entwürfe des Rentensystems
Publikationsjahr
2014
Umfangsangabe
160 S.
Sprache
Englisch
Beurteiler*innen
Alejandro Cuñat ,
Peter Haan
Klassifikationen
83 Volkswirtschaft > 83.00 Volkswirtschaft: Allgemeines ,
83 Volkswirtschaft > 83.05 Wirtschaftssoziologie, Wirtschaftspsychologie ,
83 Volkswirtschaft > 83.11 Mikroökonomie ,
83 Volkswirtschaft > 83.99 Volkswirtschaft: Sonstiges
AC Nummer
AC12134002
Utheses ID
30686
Studienkennzahl
UA | 094 | 140 | |
Universität Wien, Universitätsbibliothek, 1010 Wien, Universitätsring 1