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Eine vertiefte Wirtschafts- und Währungsunion als Reaktion auf die europäische Staatsschuldenkrise und ihre Auswirkungen auf den europäischen Integrationsprozess
Marianne Sturm
Art der Arbeit
Masterarbeit
Universität
Universität Wien
Fakultät
Fakultät für Sozialwissenschaften
Betreuer*in
Gernot Stimmer
DOI
10.25365/thesis.34720
URN
urn:nbn:at:at-ubw:1-30228.08795.128165-0
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(Print-Exemplar eventuell in Bibliothek verfügbar)
Abstracts
Abstract
(Deutsch)
Seit dem Ausbruch der Krise in Europa sieht sich die Europäische Union mit großen Herausforderungen konfrontiert. Die Konstruktion der Wirtschafts- und Währungsunion zeigte deutliche Schwächen auf und die Stabilität innerhalb der Eurozone war nicht länger garantiert. Im Zuge dessen wurde eine Reihe von Maßnahmen vorgenommen, die mit teils großen Veränderungen für die Europäische Union und ihre Mitgliedstaaten einhergehen. Über die Art der Krisenbearbeitung gehen die Meinungen weit auseinander. Während sich vor allem die Europäische Union selbst für ihr entschiedenes Vorgehen lobt, werfen kritische Stimmen ihr eine absichtliche Täuschung über die Krisenursachen vor um die neoliberale Politik weiter durchzusetzen und zu festigen. Fest steht, dass die Vertiefung der Wirtschafts- und Währungsunion vor dem Hintergrund der Krise einiges an Geschwindigkeit zugelegt hat.
Die Fortentwicklung der europäischen Einigung ist von Krisen geprägt und der Integrationsprozess wird sich auch im Zuge der gegenwärtigen Krise verändern. Die vorliegende Arbeit untersucht, ob die Vertiefung der Wirtschafts- und Währungsunion zu einer Spaltung der Europäischen Union führt, ob sie das Demokratie- und Legitimitätsdefizit verstärkt und sie beschäftigt sich mit der Krise des Neoliberalismus und was all diese Entwicklungen für den europäischen Integrationsprozess bedeuten. Die Arbeit stützt sich dabei theoretisch auf neogramscianische Ansätze. Diese unterstützen eine kritische Betrachtung der gesellschaftlichen Verhältnisse und der sich verändernden Macht- und Herrschaftsstrukturen innerhalb des Integrationsprozesses. Zur Bearbeitung des Themas wurden zusätzlich Experteninterviews mit Mag. Lukas Oberndorfer und Bundesminister Sebastian Kurz durchgeführt.
Die vorliegende Arbeit kommt zum Schluss, dass sich gegenwärtig eine asymmetrische Integrationsdynamik feststellen lässt. Während eine verstärkte politische und wirtschaftliche europäische Integration stattfindet, gibt es negative Entwicklungen im Bereich der kulturellen Integration, die sich vorrangig daraus ergibt, dass die beiden Grundwerte „Demokratie“ und „Rechtstaatlichkeit“ mehrfach verletzt wurden und werden. Des Weiteren kommt es zu Differenzierungs- und Distanzierungsbewegungen auf zwei Ebenen: einerseits zwischen den Bürgern und Brüssel und andererseits innerhalb der Europäischen Union. Einer Spaltung will man entschlossen entgegenwirken, die Einheit der Europäischen Union soll durch einen verstärkten Fokus auf Formen differenzierter Integration sichergestellt werden. Außerdem lässt sich erkennen, dass die Zustimmung für die neoliberale Politik zunehmend auch in den ökonomischen Kernländern brüchig wird. Gegenwärtig wird mit einer autoritären Strategie entgegengewirkt.
Schlagwörter
Schlagwörter
(Englisch)
Economic Governance
Schlagwörter
(Deutsch)
Wirtschafts- und Währungsunion Europäische Union Europäische Integration Europäische Staatsschuldenkrise Eurokrise Krise Wirtschaftspolitische Steuerung Demokratiedefizit Neogramscianismus Konstitutionalismus Neoliberalismus
Autor*innen
Marianne Sturm
Haupttitel (Deutsch)
Eine vertiefte Wirtschafts- und Währungsunion als Reaktion auf die europäische Staatsschuldenkrise und ihre Auswirkungen auf den europäischen Integrationsprozess
Publikationsjahr
2014
Umfangsangabe
III., 185 S.
Sprache
Deutsch
Beurteiler*in
Gernot Stimmer
Klassifikation
89 Politologie > 89.73 Europapolitik, Europäische Union
AC Nummer
AC12109736
Utheses ID
30802
Studienkennzahl
UA | 066 | 824 | |
